Bernd Witscherkowsky

»Stahl ist unsere ganze Leidenschaft«

Doberlug-Kirchhain. IWUP: Klingt für einen Handwerksbetrieb zwar etwas gewöhnungsbedürftig, hat aber einen geschichtlichen Hintergrund.

 1996 von Peter Förster am ersten Standort in der Feld­straße Doberlug-Kirchhain gegründet, entwickelte und fertigte das Unternehmen anfangs mobile Bioklär­anlagen in Containerbau­weise. Alles in Zusammen­arbeit mit einem großen Forschungsinstitut. Da lag der Name »Innovations­werkstatt Umweltprodukt GmbH (IWUP)« wohl recht nahe. Auch wenn sich das Produktionsportfolio am heutigen Firmensitz in der Finsterwalder Straße 17f längst erweitert hat, sieht der jetzige Geschäftsfüh­rer, Gunnar Babenz (45), keinen Grund, daran etwas zu ändern. »Einen guten Namen muss man sich erst einmal erarbeiten, was unsere beiden Gründungs­väter Peter Förster und Ingolf Prinz getan haben. Außerdem ist der Begriff Innovation das Leitwort unserer Arbeit«, wie er dem WochenKurier sagte.

Innovation-Tradition

Babenz leitet den Hand­werksbetrieb seit Novem­ber 2018 in Eigenregie, hat 12 Mitarbeiter, bildet regelmäßig Metallbauer in der Fachrichtung Konst­ruktion aus und produziert im Prinzip von der Idee bis zum fertigen Produkt. Zum Portfolio der »IWUP« gehören heute Stahlbau, Metallbau und Konstruk­tionsbau. Gunnar Babenz dazu: »Im Wechsel von Tra­dition und Innovation for­men wir normgerecht nach den Wünschen unserer Kunden. Egal ob Kleinserie oder individuelles Einzel­stück - wir bieten höchste Qualität in der Bearbeitung verschiedenster Materia­lien und Materialstärken. Stahl in jeglicher Form ist unsere Leidenschaft- Me­tallbau unsere Berufung.« Eine Leidenschaft und Berufung, die der be­geisterte Hochseeangler und Motorradfahrer seit Jahren auch dem Berufs­nachwuchs vermittelt und dafür erst jüngst mit dem »Ausbildungs-Star 2019« der Wirtschaftsförderge­sellschaft Elbe-Elster be­lohnt wurde: »Es ist nicht einfacher geworden, junge Menschen für diesen Beruf zu gewinnen. Aber es liegt nun mal im Interesse eines jeden mittelständischen Unternehmens, Schulab­gängern gute Perspektiven zu bieten. Weshalb wir auch in diesem Jahr wieder auf der Suche nach begeis­terungsfähigen Lehrlingen sind, die sich den krea­tiven Umgang mit Stahl, Edelstahl und Aluminium zutrauen.«

Metallbauer gesucht

Und was man als potenziel­ler Metallbauer mitbringen sollte, ist kein Betriebs­geheimnis. »Man sollte sich schulisch in Mathe und Physik bemüht haben, logisch denken können und ein teamfähiger Typ sein. Denn auch bei uns laufen die Arbeitsprozesse immer Hand in Hand«, so Babenz.

  • Für Bewerber
    Innovationswerkstatt Umweltprodukt GmbH Finsterwalder Str. 17 f 03253 Doberlug Kirchhain
    Tel. 03 53 22 / 181 362
    Mail: iwupgmbh@t-online.de

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Jenny Elbe beendet ihre Karriere

Dresden. Sie wollte noch einmal Olympia erreichen, hatte dafür bereits die Vorbereitung mit einem Trainingslager in Griechenland gestartet. Doch nach ihrer Rückkehr kam für Dreispringerin Jenny Elbe vom Dresdner SC die bittere Erkenntnis: Der Körper will nicht mehr. Mit 29 Jahren muss die mehrfache deutsche Meisterin und Olympiateilnehmerin von 2016 ihre Karriere aus gesundheitlichen Gründen vorzeitig beenden. „Ich bin sehr traurig, diese Entscheidung treffen zu müssen. Somit ist der Traum von meinen zweiten Olympischen Spielen geplatzt. Es fällt mir unheimlich schwer, Abschied vom Leistungssport nehmen zu müssen. Aber die Gesundheit geht in diesem Fall vor! Ich bin sehr stolz und glücklich über alles, was ich erreicht habe und dankbar für all die Jahre, in denen ich gemeinsam mit meinem Vater und Trainer wunderschöne Erlebnisse und Erfahrungen in meinem Sport sammeln durfte. Dankbar bin ich vor allem meinem Verein DSC 1898, sowie meinen Sponsoren und Unterstützern, die an mich geglaubt haben und ohne die das alles nicht möglich gewesen wäre“, sagte Jenny Elbe. Ihr Trainervater Jörg Elbe ergänzt: „Jennys schwerwiegendere Rückenverletzung hat sich nach einer dreimonatigen Rehaphase nicht entscheidend gebessert. Somit war für sie immer noch keine hundertprozentige Belastung im Training möglich, die für Weiten über 14 Meter benötigt wird. Auf ärztliches Anraten hin soll Jenny nicht springen und sich jetzt weiteren Therapiemaßnahmen unterziehen. Es ist ein herber Rückschlag, denn sie wollte nach Tokio und erst danach ihre lange Karriere beenden. Um das alles zu verarbeiten, hat sich Jenny erst einmal eine Auszeit genommen und wird erst ab dem 14. November wieder im Land sein.“ Bereits seit 2017 warfen Elbe wiederholt Verletzungen und Krankheiten zurück, so dass sie in den vergangenen zwei Jahren kaum Wettkämpfe bestritt. Zuletzt konnte sie sich hinter der deutschen Rekordhalterin Kristin Gierisch den Deutschen Vize-Hallenmeistertitel im Februar in Leipzig holen. Ihren letzten Wettkampf in Dresden bestritt Jenny Elbe am 18. Mai 2019, bei dem sie 13,92m erreichte. Danach musste sie verletzungsbedingt die Deutschen Titelkämpfe absagen und verpasste damit auch die WM in Doha. Seit 2012 gewann Elbe drei Deutsche Meistertitel sowie drei Hallenmeistertitel. Bei den Olympischen Spielen 2016 erreichte sie Rang 13. Bei der EM 2017 sprang Elbe auf Platz 6 und wurde 2014 Team-Europameisterin. Sie zählte in den vergangenen Jahren zu den erfolgreichsten Dresdner Sommersportlern. „Jenny hat seit ihrem ersten Deutschen Meistertitel in der U18 im Jahr 2006 sehr konstant gute und sehr gute Leistungen erbracht. Sie war ein Aushängeschild für den Verein und ein Vorbild für viele jüngere Athleten. Sie wird uns extrem fehlen. Wir wünschen ihr für ihre Zukunft nur das Beste“, sagte DSC-Abteilungsleiter Leichtathletik, Michael Gröscho.Sie wollte noch einmal Olympia erreichen, hatte dafür bereits die Vorbereitung mit einem Trainingslager in Griechenland gestartet. Doch nach ihrer Rückkehr kam für Dreispringerin

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