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Sie basteln ihren Traum vom Fliegen

Finsterwalde. Aus der Bastelstube auf den Pilotensitz? Davon träumen zumindest die Flugmodellsportler der Sängerstadt Finsterwalde.

»Wir sind stolz auf unsere Jugendarbeit«, freuen sich Vorstandsmitglied Jens Nobis und Vorsitzender Günter Heppe. Stolz kann der Flugmodellsportverein tatsächlich sein, denn zum zweiten Mal in Folge gelingt es, das Jugendförderprogramm der Zeitschrift Flugmodell Technik (FMT) zu gewinnen. Damit gehören sie mit ihrer Jugendarbeit zu den Top Ten in der Bundesrepublik.

Zu den neun Kindern und Jugendlichen des Vereins mit 33 Mitgliedern gehören auch Maxim Möhring von der OS Massen und Johannes Plützer, der inzwischen in Großräschen zur Schule geht. Beide möchten ihre Freizeitbetätigung jeweils am Freitagnachmittag nicht missen. »Es macht einfach Spaß, egal ob das Fliegen der Modelle im Sommer oder die technische Konstruktionsarbeit im Winter«, meint Maxim, der bereits seit fünf Jahren dem komplexen Hobby Flugmodellsport vom Motorflug und Elektroflug bis zum Frei- und Segelfliegen frönt.

Keine Spielerei

Auch Jonas schätzt an seinem Modellsport, dass es mehr als Spielerei ist. »Natürlich sollte man schon technisch interessiert sein. Vielleicht hilft der Modellsport ja auch, später mal selbst Pilot zu werden«, schmunzelt er.

Mit Eifer sind bei schönstem Wetter kürzlich auch Anton Globig aus Finsterwalde und Hendrik Hannich aus Doberlug-Kirchhain dabei, ihre Modelle in die Luft steigen zu lassen. Ideale Bedingungen gibt es dafür neben ihrem Vereins- und Werkstattraum auf dem Segelflugplatz im Norden der Stadt, den sie für ihr Hobby nutzen dürfen.

»Viel vorgenommen hatten wir uns für dieses Jahr, auch für die Durchführung von Wettkämpfen«, erzählen Günter Heppe und Jens Nobis. »Aber leider sind wir ja durch Corona wieder ausgebremst worden«. Das hat die beiden gemeinsam mit Christian Zoch und Stefan Heppe als Jugendwarte des Vereins nicht an einer intensiven Arbeit mit dem Nachwuchs gehindert. »Die Jugendarbeit ist fester Bestandteil unserer Vereinsphilosophie. Deshalb konnten wir uns auch unter Einhaltung konkreter Vorhaben erfolgreich um das Förderprogramm bewerben. Eine Jury der Modellbauzeitschrift hat die schriftlich eingereichten Programme geprüft und uns mit auf die Liste der förderfähigen Vereine gesetzt«, so Jens Nobis. Da er im Verein »Herr der Finanzen« ist, freut er sich besonders, denn die Förderung bedeutet, dass es über zwölf Monate einen Zugang zu Material, Modellbauzubehör, Technik und Modellbaukästen zu reduzierten Preisen gibt. »Das hilft uns als Verein sehr und natürlich auch den Eltern unserer Kinder und Jugendlichen«, wie er sagte.

Gern begrüßen würde man aber auch jung gebliebene Vatis, Opas oder Muttis im Verein. »Die können alle mal in unsere Vereinsarbeit hineinschnuppern kommen«, wirbt Nobis.

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Radebeulerin um 20.000 Euro betrogen

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