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Moienmarkt mit Marschmusik

Schlieben. Bald sieht man wieder reichlich Oliv in der Weinstadt Schlieben, denn am 15. Juni ist »Tag der Bundeswehr«. 15.000 Besucher wünschen sich Cheforganisator Oberstleutnant Uwe Nowitzki und Amtsdirektor Polz.

Nach 2016 ist es die zweite zentrale Veranstaltung des Landeskommandos Brandenburg, die in dem beschaulichen Elbe-Elster-Städtchen ordentlich Lust auf Bundeswehr machen soll. Diesmal allerdings in Verbindung mit einem vorgezogenen Moienmarkt. Was allerdings nicht bei allen Schliebenern auf ungeteilte Vorfreude stößt, wie deren ehrenamtliche Bürgermeisterin nicht nur ihrem E-Mail-Postkasten entnehmen konnte.

Vorfreude mit Nachgeschmack

»Die Meinungen darüber sind nach wie vor geteilt. Einige glauben, dass das Traditionsfest und die Bundeswehr überhaupt nicht zusammen passen würden, andere sind sauer, weil sie ihren Urlaub zum üblichen Moienmarkt-Termin geplant hätten und so weiter. Was noch die nettesten Äußerungen mir gegenüber waren. Einfach unfair, denn am Moienmarkt selbst wird sich trotz Bundeswehr überhaupt nichts ändern, außer dass er vierzehn Tage früher beginnt«, so Cornelia Schülzchen, die die drei besucherstarken Tage auch als Chance für die heimischen Händler und Unternehmer betrachtet. Die Wogen sollen sich inzwischen aber etwas geglättet haben. Offenbar allerdings Grund genug für Stadt,  Amt, Landkreis und Bundeswehr, schon jetzt in die Offensive zu gehen. Am letzten Dienstag stellten die Protagonisten das Projekt schon mal den regionalen Medien vor. Übrigens nicht die letzte Informationsveranstaltung, wie Amtsdirektor Andreas Polz versicherte.

Ein Volksfest für die ganze Familie

Für den Projektoffizier in Uniform steht aber schon jetzt fest, dass die Kombination zwischen Moienmarkt und Marschmusik ein Fest für die ganze Familie werden wird. Uwe Nowitzki dazu: »Wir als Bundeswehr haben Schlieben nicht ohne Grund ausgewählt, weil die Bürger hier schon 2016 gute Gastgeber waren. Wir freuen uns schon jetzt auf das Wochende im Juni.« Und dafür will er sich mit seinem Organisationsteam wieder einiges einfallen lassen, zumindest für den Samstag, wenn der eigentliche »Tag der Bundeswehr« über die Bühne gehen soll.

»Schon am Dienstag nach Pfingsten werden wir mit dem Aufbau beginnen, damit alles rechtzeitg steht. Vereinzelte Fahrzeugbewegungen wird es aber noch bis in die frühen Morgenstunden des Festsamtstags geben«, so Nowitzki. Ab 9 Uhr dürfte sich dann so einiges abspielen, rund um Kirche und Rathaus. Kurzweilige Vorführungen, die von der Vielfalt der Streitkräfte künden sollen sind ganztägig geplant und die so genannten »Blaulichtdienste« zeigen ihr Können. Dazu wird wieder reichlich Militärtechnik auf den Schliebener Marktplatz gefahren, Platzkonzerte mit dem Stabsmusikorps sind geplant und auch Verteidungsministerin Ursula von der Leyen wird via Satellit in Schlieben vorbeischauen.  Das genaue Programm steht aber noch nicht in allen Einzelheiten fest. Auch nicht, ob der geplante Überflug eines Airbus-Transporters A400M über Schliebener Luftraum stattfinden darf.

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DSC-Sportakrobaten starten Crowdfunding-Projekt

Dresden. 23 Sportakrobaten des Dresdner SC haben sich in diesem Jahr für den Saisonhöhepunkt, die Europameisterschaften in Israel, qualifiziert. Damit stellt der DSC den Großteil der deutschen Nationalmannschaft vom 24. Oktober bis 3. November in Holon. Doch das ist für die Sportler auch mit enormen Kosten verbunden. Weil die Sportakrobatik als nicht olympische Disziplin kaum öffentliche Förderung erfährt, kostet die Reise für das DSC-Team mehr als 30.000 Euro. Deshalb hat der Verein ein Crowdfunding-Projekt auf 99funken.de gestartet, bei dem jeder mit einem beliebigen Betrag das EM-Projekt unterstützen kann. „Je erfolgreicher wir sind, desto teurer wird der Sport für uns als Verein und für die Sportler mit ihren Familien. Das ist leider in der Sportakrobatik Tatsache. Wir sind einerseits glücklich, mit so einem starken Aufgebot in Israel dabei zu sein, andererseits bedeutet dies für die Familien eine enorme finanzielle Belastung“, sagt die DSC-Cheftrainerin Sportakrobatik, Petra Vitera.   Auf der Internetplattform 99funken.de bittet der DSC um finanzielle Unterstützung für seine Sportakrobaten, um die Familienkassen der Athleten zu entlasten. „Die EM ist für mich im Erwachsenenbereich mit 800 bis 900 Euro, für die jüngeren Nachwuchssportler gar mit bis zu 1.500 Euro Kosten für Startgebühren, Unterkunft, Anreise und Verpflegung vom Verband angesetzt“, sagt DSC-Sportakrobat Tim Sebastian, der bereits zweimal EM-Bronze gewann und in diesem Jahr wieder um die Medaillen kämpft. „Oft wird daher in den Familien der Urlaub gekürzt. Wir hoffen, dass wir über diesen Weg Unterstützung finden und uns am Ende mit super Leistungen bei der EM bedanken können“, erzählt der 24-Jährige, der 2017 mit seinem Riesaer Partner Michail Kraft den größtmöglichen Titel in der Sportakrobatik, den Gewinn der World Games, feierte. Beim Crowdfunding kann jeder, der sich auf der Plattform registriert hat, eine beliebige Summe für das Projekt spenden oder sich eine vorgegebene Summe aussuchen, die mit einer Prämie belohnt wird. So wartet zum Beispiel eine Privatshow der DSC-Akrobaten für die nächste Familien- oder Firmenfeier auf die Unterstützer. Crowdfunding, zu Deutsch Schwarmfinanzierung, erfreut sich einer wachsenden Bekanntheit. Vor allem im Bereich des Sports findet die Finanzierungsmethode immer mehr Einsatz. Das Prinzip der Finanzierungsmethode ist es, mit Hilfe einer großen Anzahl an Unterstützern (die Crowd) eine hohe Summe an Geld zu sammeln. Die Verwendung und das Ziel der Kampagne sind dabei genau definiert und die Unterstützer können für ihr Geld attraktive Prämien bekommen. Dabei greift das „Alles-oder-Nichts-Prinzip“. Wird die Zielsumme nicht erreicht, fließt das Geld zurück an die Unterstützer. Das Projekt läuft bis 25. Oktober. Infos: https://www.99funken.de/sportakrobatik-em-201923 Sportakrobaten des Dresdner SC haben sich in diesem Jahr für den Saisonhöhepunkt, die Europameisterschaften in Israel, qualifiziert.…

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