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Kraupa übergibt an Plessa

Elbe-Elster. Gehofft haben die Lugauer bis zum Schluss - ein zweites Mal nach 2006 sollte es aber nicht mit dem im Landkreis begehrten Siegel klappen.

Berühmt wurde das Dorf bei Doberlug-Kirchhain einst durch seine »Schwalbenrennen« - der legendären »Rallye Monte Lugau«. Die gibt es schon lange nicht mehr, und so konnten die Lugauer mit Recht auf die Gnade der Naturpark-Jury hoffen. Die Konkurrenzgemeinde Plessa hatte als zweiter Bewerber aber offenbar bessere Karten und übernimmt den Staffelstab als neue Naturparkgemeinde »Niederlausitzer Heidelandschaft« von Kraupa.

Eine der knappsten Entscheidungen, welche die Jury des Wettbewerbs »je zu fällen hatte«, so Naturparkleiter Lars Thielemann. Und auch der Leiter des Kuratoriums, Manfred Drews, zollt den Lugauern Respekt, die es eigentlich ebenfalls verdient gehabt hätten, den Titel in ihr Heimatdorf zu holen. Für die neuen Titelträger dürfte die Messlatte allerdings hoch hängen, denn was der 600-Seelen-Ort Kraupa aus seiner einjährigen Regentschaft nachhaltig gemacht hat, beeindruckte nicht nur das Kuratorium. Besonders die Gäste des Naturparkfestes am Pfingstwochenende waren sich einig: Hier ist ein Dorf wieder ein gutes Stück schöner geworden. Und was die Gemeinde an drei Festtagen auf die Beine stellte, hat nicht nur Petrus, der die Sonne stets pflichtbewusst in den Zenit stellte, gefallen.

Was Bürgermeisterin Anja Heinrich sogar als Zeichen sah: »Dieses Fest wird nie aus den Gedanken der Menschen verschwinden und lässt uns alle in eine tolle Zukunft unserer ländlich geprägten Heimat schauen.« Und weil den Kraupaern besonders die Zukunft ihrer jüngsten Erdenbürger am Herzen liegt, darf sich der Kindergarten »Waldwichtel« seit Montag »Naturpark-Kindergarten« nennen.

Übrigens als erste derartige Einrichtung im Süden Brandenburgs, die diesen Titel vom Verband Deutscher Naturparke verliehen bekam. Übergeben wurde auch das Naturparkprojekt, ein von Roland Karl gestalteter hölzerner Rastplatz für den hiesigen Dorfanger.

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