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Elbe-Elster-Duo von nettem Virus befallen

Elbe-Elster. Nicht nur für gestandene Elbe- Elster-Künstler ist »Corona« nach wie vor eine ziemliche Katastrophe. Auch für jene, die sich jetzt auf den Weg machen, irgendwie in deren Fußstapfen zu treten.

Dabei wurden Alena Kühn (14) aus Doberlug-Kirchhain und der Rückersdorfer Dustin Radehaus (22) schon von einem Virus befallen, als von dessen bösem Pendent noch keine Rede war.

Ein Virus der netteren Art, der durch Bühnenluft und Applaus übertragen wird und gegen den es mit  ziemlicher Sicherheit nie einen Impfstoff geben wird. Erste Anzeichen: Lampenfieber ohne trockenen Husten aber feuchten Händen beim Soundcheck. Die beiden Graun-Musikschüler stellten im Januar fest,
dass sie stimmlich so gut harmonieren, dass beide beschlossen, als Duett mehr aus diesem Hobby zu machen, als ihr Talent im stillen Kämmerlein zu belassen.

»Ich habe schon immer gern gesungen und mich dabei selbst auf dem Klavier begleitet. Mit Dustin habe ich jetzt einen Musiker gefunden, mit dem ich so zusagen auf einer Wellenlänge schwimmen kann«, so
die junge „Frontfrau“ des Duos »FAYYT«.

Von Rock bis Soul

Was der Name so richtig bedeutet, wissen wohl nur die beiden Amateurkünstler selbst- was sie gemeinsam wollen aber ganz genau. »Wir haben uns inzwischen ein ziemlich ansprechendes  Repertoire erarbeitet. Bei unseren Auftritten greifen wir noch auf gecoverte Songs zurück. Stilistisch spielen wir im Prinzip aber die ganze Palette von Rock über Pop bis hin zu Jazz, Soul und Schlager«, sagt Dustin Radehaus, der als Band-Musiker bereits über etwas Erfahrung verfügt.

Mit eigenen Song experimentiert

Bühnenerfahrung bringt aber Alena Kühn mit, die schon als kleines Mädchen beim Musiktheater Schloss Doberlug in zahlreichen Rollen, unter anderem als König Friedrich in »Little Big Fritz«, zu erleben war.  Ihr gemeinsamer musikalischer Start als Duett verlief wegen Corona zwar etwas holprig, Auftritte  mussten abgesagt werden, was aber auch Vorteile hatte, wie die junge Sängerin findet: »So konnten wir uns musikalisch gut auf die Zeit nach Corona vorbereiten und haben auch schon angefangen mit eigenen Songs zu experimentieren. Derzeit singen und spielen wir aber mit sehr viel Freude bei jenen Menschen, die ihre Domizile noch immer nicht frei verlassen können, vor Pflegeinrichtungen und  Altenheimen auf offener und kleiner Bühne.«

Übrigens, ihre kleine Schwester Sophie (10) spielt auch schon Gitarre, und wer weiß, vielleicht wird aus dem Duo schon bald ein Trio.

Kontakte

Das Duo »Fayyt« erreicht man unter der Telefonnummer 0152/ 244 684 25 oder fayyt@gmx.de

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Landrat und Bürgermeister durch Verfassungsschutz informiert

Bautzen. Um die Städte und Gemeinden zu den Plänen für ein rechtsextremes Siedlungsprojekt und  Jugendzentrums zu informieren, hat Landrat Michael Harig am Mittwoch, 1. Juli 2020, zu einer Beratung in das Landratsamt eingeladen. Zu der kurzfristig anberaumten Veranstaltung waren Vertreter des Landesamtes für Verfassungsschutz, Landeskriminalamt, Polizei und Innenministerium vor Ort, um über die Hintergründe des im Landkreis Bautzen geplanten Projektes zu informieren und die Vertreter von Städten und Gemeinden zu sensibilisieren. Durch das Landesamt für Verfassungsschutz wurde die Ankündigung des neurechten Musiker Chris Ares für ein Siedlungsprojekt im Landkreis Bautzen als ernstzunehmend bewertet. Ähnliche Projekte fänden sich im gesamten Bundesgebiet und passten in die Strategie der Bewegung. Die gute Vernetzung des Rechtsmusikers mit dem lokalen Ableger der als rechtsextrem geltenden Gruppierung „Identitäre Bewegung“ sei ein weiterer Hinweis. Anhaltspunkte, in welchen Städten und Gemeinden das in sozialen Medien angekündigte Projekt genau realisiert werden soll, liegen bisher jedoch noch nicht vor. Für das geplante „patriotische  Jugendzentrum“ habe man die Ankündigung registriert, dass dies in der Stadt Bischofswerda vorgesehen sei. Landrat Harig: „Die Beratung war ein wichtiger erster Schritt, um ein rechtsextremes Projekt im Landkreis Bautzen zu verhindern. Wir freuen uns eigentlich über jeden Zuzug in unsere Region – für völkische Siedlungsprojekte, patriotische Jugendzentren und dergleichen, gilt dieses Willkommen jedoch ausdrücklich nicht.“Um die Städte und Gemeinden zu den Plänen für ein rechtsextremes Siedlungsprojekt und  Jugendzentrums zu informieren, hat Landrat Michael Harig am Mittwoch, 1. Juli 2020, zu einer Beratung in das Landratsamt eingeladen. Zu der kurzfristig anberaumten…

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