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Braune Tonne: Gut für Klima und Gewissen

Elbe-Elster. Vor einem Jahr führte der Abfallentsorgungsverband Schwarze Elster die Biotonne flächendeckend im Verbandsgebiet ein. Wie wird die von Elbe-Elster-Kunden angenommen?

Vorangegangen war ein erfolgreicher Pilotversuch in mehreren Orten. »Etwa 50 Prozent aller Grundstücke haben sich bei der Einführung auf freiwilliger Basis für die Biotonne entschieden. Aktuell wächst der Kreis der Biotonnen-Nutzer täglich weiter an, immer mehr Bürger nutzen diesen Service«, freut sich der AEV-Verbandsvorsteher, Dr. Bernd Dutschmann. Über die Biotonne, die im 14-täglichen Rhythmus entleert wird, können Küchenabfälle wie Essen- und Lebensmittelreste oder verdorbene Lebensmittel ohne Verpackung sowie Gartenabfälle wie Rasenschnitt, Blumen, Laub, Ast- und Baumschnitt entsorgt werden. Und dieser Service wird rege genutzt.

Angefallen: 5.316 Tonnen Bioabfall

2019 wurden insgesamt 5.316 Tonnen Bioabfall im Verbandsgebiet gesammelt, in diesem Jahr sammelte der AEV bis Ende August 4.025 Tonnen an Küchen- und Gartenabfällen ein. »Entgegen dem allgemeinen Trend, dass Bioabfälle mit Fremdstoffen vermischt sind, geben die Biotonnen-Nutzer aus dem AEV-Verbandsgebiet saubere Küchen- und Gartenabfälle ab«, lobt der AEV-Verbandschef das Trennverhalten. Damit sei eine gute und vor allem nachhaltige Verarbeitung des Bioabfalls möglich, die in der Kompostieranlage in Freienhufen erfolgt. Innerhalb von 28 Tagen wird daraus hochwertiger Kompost erzeugt, der anschließend in der Landwirtschaft und im Gartenbau eingesetzt werden kann. Aktuell ist der Kompost auf den AEV-Wertstoffhöfen erhältlich, zudem wird er bereits von Agrargenossenschaften abgenommen und eingesetzt. Neben der Kompostierung der Bioabfälle sollen diese zukünftig in einem vorgelagerten Prozess vergärt werden.

Resultat: Kompost und Biogas

»So wird aus den eingesammelten Küchen- und Gartenabfällen nicht nur hochwertiger Kompost, sondern zudem auch Biogas gewonnen, der zur Stromerzeugung genutzt wird. Damit werden die Bioabfälle nach dem Willen des Gesetzgebers nachhaltig und umweltschonend verwertet«, erklärt Dr. Bernd Dutschmann.

Nachhaltigkeit

Weitere Informationen zur Biotonne sind, neben anderen wichtigen Themen zur Nachhaltigkeit auf der Internetseite des AEV unter www.schwarze-elster.de zu finden.

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Neuartiger Asphalt für Bahn-Unterführung

Cottbus. Eine längere Lebensdauer der Fahrbahn und damit einhergehende eingesparte Reparaturkosten erhofft sich die Stadt Cottbus von einem neuartigen Asphalt an der Nordrampe der Sandower Unterführung. Dieser wasserdurchlässige Asphalt - auch Drainasphalt genannt - soll das Wasser effizienter abfließen lassen. »Es ist ein offenporiger Asphalt mit vielen kleinen Hohlräume. Die ergeben sich durch einen hohen Anteil grober Gesteinskörnung«, erklärt Joachim Kollakowski, Teamleiter Brücken in der Stadtverwaltung. »Probleme verursacht hier am Trog vor allem das Grundwasser. Es drückt durch die Fugen.« Hydrologische Untersuchungen aus dem Jahr 1969 würden laut Kollakowski auf eine alte Wasserader in diesem Gebiet verweisen. »Der Bau aus dem Jahr 1979 ist damals nicht optimal abgedichtet worden. Mit dem neuen Asphalt hoffen wir, dass wir das jetzt für die kommenden zehn bis 15 Jahre in den Griff bekommen.« Wie Kollakowski informiert, soll neben dem neuartigen Asphalt auch eine Kastenrinne am Straßenrand zusätzlich den Wasserablauf erleichtern. »Sie leitet das Wasser nach unten, damit es dann in die Spree gepumpt werden kann. Die Technik dafür läuft seit 1979 gut. Sie wird ständig gewartet«, erklärt Kollakowski. Wie er berichtet, investiert die Stadt Cottbus 180 000 Euro in die aktuelle Maßnahme, die mit dem Abtragen der alten Asphaltschicht Anfang August begonnen hatte. In Zukunft komme man jedoch um ein neues Bauwerk nicht herum. »Es wird seit Jahren beobachtet. Dabei wurde festgestellt, dass das Bauwerk jährlich ein Millimeter nach oben wächst und die Flügel nach außen gedrückt werden. Die Standsicherheit ist jedoch nicht gefährdet«, sagt Joachim Kollakowski und fügt an, dass ein Neubau des Trogbauwerkes auf rund 50 Millionen Euro geschätz wird.Eine längere Lebensdauer der Fahrbahn und damit einhergehende eingesparte Reparaturkosten erhofft sich die Stadt Cottbus von einem neuartigen Asphalt an der Nordrampe der Sandower Unterführung. Dieser wasserdurchlässige Asphalt - auch Drainasphalt…

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