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Landratkegeln 2019?

Lübben ist eigentlich Ausnahmefall

Dahme-Spreewald. Unruhige Zeiten warten auf die Chefs der Kreisverwaltungen von Dahme-Spreewald (LDS) und Teltow-Fläming. Sowohl auf Stephan Loge (SPD), als auch auf Kornelia Wehlan (Die Linke) aus dem Nachbarkreis.

Wehlan sitz übrigens seit dem 14. Oktober 2013 auf dem Posten und hat damals, wir erinnern uns, eine Kampfabstimmung gegen den Quereinsteiger und Bürgermeister von Senftenberg, Andreas Fredrich, für sich entscheiden können. Während Fredrich wieder im sicheren Hafen sitzt, wackeln seit letzter Woche ganz leicht die Landratsstühle in Lübben und Luckenwalde. Spätestens wenn die Fusionspläne der Brandenburgischen Landesregierung 2019 aufgehen, werden wohl zwei obere Kreisbeamte für ein Verwaltungsgebiet nicht mehr benötigt.

Bis dahin dürfte es aber noch zu einigen Scharmützeln zwischen Loge und seinen Parteigenossen im Infrastrukturministerium kommen. Eine erste kleine „Kriegserklärung“ hat der Mann schon mal an die regionalen Medienvertreter verschickt.

„Der Vorschlag kam überraschend und auch unvorbereitet. Aus Sicht des Landkreises Dahme-Spreewald lassen sich keine plausiblen Gründe nennen, die eine Fusion befürworten würden. Da der Landkreis Dahme-Spreewald im Jahr 2030 mindestens 180.000 Einwohner aufweisen wird, erfüllt er sämtliche im Leitbild dargelegte Kriterien, um eigenständig zu bleiben. Unter Zugrundelegung ihres eigenen Leitbildes erwarte ich von der Landesregierung eine ehrliche und nachvollziehbare Begründung“, sagt der LDS-Landrat. 

Laut eben diesem Leitbild der Regierung, müsste bis 2030 eine Regelmindesteinwohnerzahl von 175.000 erreicht werden. Wenn auf einer Fläche von maximal 5.000 Quadratkilometern weniger als 175.000 Menschen leben, soll im Ausnahmefall eine Einwohnerzahl von 150.000 gelten können. Mit derzeit 164.528 Seelen, hätte LDS derzeit die Mindestanforderungen für eine Alleinherrschaft tatsächlich erfüllt.

(wit)

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