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Kalligrafie-Schau zeichnet Theodor Fontanes Ansichten nach

Lübben. Zum Fontanejahr 2019 hat Hobbykalligraf Ingo Schiege insgesamt 30 ernste, humorvolle aber auch philosophisch tiefgreifende Zitate und Gedichte des Schriftstellers Theodor Fontane (1819-1889) mit kalligrafischem Feingefühl gestaltet. Diese sind in einer Ausstellung bis 27. September im Lübbener Landratsamt zu besichtigen.

Schon die Vernissage stieß auf reges Interesse der Besucher. Kulturdezernent Carsten Saß aus dem Landkreis Dahme-Spreewald hatte die Ausstellungseröffnung in der „Horizontalen Galerie“ in Lübben begleitet. Die Gäste waren sichtlich angetan vom Einblick des Künstlers in die Ideenwelt Fontanes und die draus geschaffenen Kalligrafie-Kunstwerke.

Für seine „Fontane“-Ausstellung hat sich der Kalligraf Ingo Schiege durch das umfassende Werk des Dichters gearbeitet. Für die kalligrafische Umsetzung der auserwählten Aphorismen interessierte sich neben den zahlreichen Besuchern und Wegbegleitern des Lübbenauers unter anderem eine 99-jährige Dame aus Königs Wusterhausen.

Hobbykalligraf Ingo Schiege erläutert im Künstlertalk mit Carsten Saß: „Es war ein langer Entwicklungsprozess vom Vermessungstechniker über den Stabzeichner bei der NVA bis hin zum Kalligrafen. Durch meinen beruflichen Werdegang habe ich mir die Genauigkeit im Detail und das Geschick mit der Feder zu arbeiten angeeignet“.

Und das der Zauber eben im Detail steckt, lehrt auch eines der Fontane zitierenden Ausstellungsbilder, die nun die Wände der Kreisverwaltung in der Reutergasse zieren.

Der 55-jährige Künstler ist in der Region tief verwurzelt. Schiege beschäftigt sich seit mehr als 30 Jahren mit der Kunst des Schönschreibens. In vielen Ausstellungen hat er sein Können unter Beweis gestellt und gibt sein Wissen in Kursen weiter.

Der Spreewälder kalligrafiert zumeist Künstlerzitate. Oder er gestaltet kleine Aufträge, wie Einladungen, Kalender, Hochzeitskarten oder auch das Goldene Buch der Stadt Senftenberg. Er wurde geprägt vom renommierten Schriftkünstler Prof. Werner Eigel und ist Mitglied der Kalligrafie-Vereinigungen ars scribendi und Calligraphy Masters.

Während der Arbeit kann er sich wunderbar entspannen.

„Geht man mit Unruhe an die Sache passieren viele Missgeschicke. Ich weiß zum Beispiel nicht, wie viele Tintenfässchen ich schon umgeworfen habe“, plaudert Ingo Schiege aus dem Nähkästchen.

Bevor er präzise arbeitet, schreibt er unzählige Entwürfe auf einen Notizblock. Erst wenn er mit den Entwürfen zufrieden ist, beginnt er mit der finalen Kalligrafie – die im Schnitt vier bis fünf Stunden dauert.

Am Samstag und Sonntag, 17. und 18. August, bietet Ingo Schiege einen weiteren Kurs im „Schönen Schreiben“ an. Anmeldungen und weitere Informationen sind auf der Homepage des Künstlers unter www.ingo-schiege.de zu finden.

Ausstellung in Lübben

Die Werke sind noch bis zum 27. September in der „Horizontalen Galerie“ des Landratsamtes, Reutergasse 12, in Lübben ausgestellt. Sie können von Montag bis Donnerstag, von 8 bis 18 Uhr, sowie am Freitag, 8 bis 16 Uhr, besichtigt werden.

(PM/Landkreis Dahme-Spreewald)

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