sst

Kostenschätzung: 6,5 Millionen Euro für Schul- und Hortumbau

Lübben. Die sportbetonte Friedrich-Ludwig-Jahn-Grundschule mit Hort im Lübbener Dreilindenweg benötigt mehr Platz. 1.213 Quadratmeter zusätzliche Nutzungsfläche sollen es ein. Das Gebäude soll dementsprechend erweitert und umgebaut werden. Architekt Carl Schagemann von der Architekturcontor Schagemann Schulte GmbH hat jetzt eine erste grobe Kostenschätzung für eine mögliche Lösung auf den Tisch gelegt: 6,5 Millionen Euro.

Fünf Varianten stellte Schagemann jetzt in der gemeinsamen Sitzung des Bildungs- und des Bauausschusses vor. Sie gehen in drei Richtungen: Hort- und Schulgebäude erhalten jeweils einen Anbau mit einer Aula als Bindeglied zwischen den beiden Bereichen, zweitens besteht die Möglichkeit, den Hort auszulagern und ein spezielles Gebäude für ihn zu bauen und drittens wäre eine Aufstockung auf den vorhandenen Gebäuden denkbar.

Freiflächen vorerst nicht bebauen

Laut Carl Schagemann haben sie die Variante 1 mit den beiden Anbauten und der Aula weiterverfolgt. Nicht zuletzt auch aufgrund der angelegten Bewertungskriterien, die zuvor während eines Workshops mit allen Betroffenen ermittelt wurden. „Positiv an dieser Variante ist vor allem auch, dass die umliegenden Freiflächen nicht bebaut werden und frei bleiben für andere Ideen. So könnten neben dem Schulhof eine Laufbahn und eine Sprunggrube entstehen, im Südbereich aus Richtung Gubener Tor vielleicht eine Art Elternvorfahrt mit Stellplätzen“, erzählt Schagemann.

Zwischen 580 Quadratmeter und 690 Quadratmeter verbauter Fläche würde mit den Varianten mittels Anbauten einhergehen. Bei der Auslagerung des Hortes wären es zwischen 1140 Quadratmeter und 1170 Quadratmeter verbauter Fläche. Mit 350 Quadratmeter verbauter Fläche hätte die Aufstockung zwar den niedrigsten Wert, jedoch müssten laut Schagemann die Fundamente ertüchtigt werden, da sie nicht verstärkt sind.

Bestand weitestgehend erhalten

In der favorisierten Variante hätten Hort und Schule zwei getrennte Eingänge. Zudem soll laut Schagemann wenig in die Grundsubstanz des Schulgebäudes eingegriffen werden, da sie in einem guten Zustand ist: „Es war angedacht, alle Klassenräume auf 70 Quadratmeter zu erweitern, aber davon sind wir jetzt abgewichen. Es werden nur acht Räume diese Fläche haben, die restlichen Räume sollen so bleiben, wie sie im Bestand sind.“ Laut Schagemann sollen beim Schul-Gebäude 85 Prozent Bestand erhalten bleiben, beim Hort-Gebäude 65 Prozent.

Behörden: Positive Signale

Die mögliche Variante für die Umgestaltung des Hortgebäudes ist, wie Schagemann berichtet, bereits auch mit dem Ministerium für Bildung, Jugend und Sport (MBJS) Brandenburg abgestimmt. Die zuständige Mitarbeiterin Susann Schmalle habe Schagemann informiert, dass die Planungen so für 214 Hortkinder realisiert werden könnten.

Im Zuge der Umbaumaßnahmen könnte das Schulgebäude auch einen zweiter baulichen Rettungsweg erhalten. Er würde im Anbau realisiert werden können. Der Hortanbau soll ebenfalls einen solchen Rettungsweg erhalten. Der kreiseigene Brandschutz hätte dafür auch positive Signale gegeben.

Mensa mit 132 Plätzen

In der angestrebten Variante würde eine Mensa beziehungsweise eine Aula mit 132 Plätzen das Bindeglied zwischen Hort und Schule sein. Von beiden Seiten wäre sie gut erreichbar. Doch auch eine externe Nutzung - etwa durch Bürger oder Vereinen - wäre denkbar. Auch ein Musikraum soll direkt neben der Aula für Hort- und Schulkinder von beiden Seiten gut erreichbar sein.

„Es ist gut, dass uns hier heute verschiedene Varianten einer möglichen Umsetzung vorgestellt worden sind. Jetzt wird allerdings die Stunde der Illusion die Stunde der Pragmatik weichen. Wir müssen prüfen, was wir uns leisten können“, sagt der Stadtverordnete Peter Rogalla (Die Linke). Wie er sagt, wäre die Umsetzung nur in Jahresscheiben möglich: „Zudem müssen wir bedenken, in wie fern sich die Baumaßnahme auf die Elternbeiträge auswirken kann.“

Laut Carl Schagemann ist eine Umsetzung in Jahresscheiben technisch machbar: „Welche das sein können muss dann mit dem Nutzer abgestimmt werden.“

Etappenbauweise als Idee

Wie Schulleiter Jürgen Scheinpflug sagt, werden 6,5 Millionen Euro nicht mit einem Mal auf den Tisch liegen: „Eine Umsetzung in Etappen wäre eine gute Variante. Ich würde mit dem Mensabereich beginnen, weil wir da die größten Platzprobleme haben. Und wenn der neue Essensbereich vorhanden ist, dann steht der ehemalige Mensabereich dem Hort ja zur Verfügung.“

Laut dem Schulleiter darf jetzt nicht mehr lange gezögert werden: „Für extra Förder- und Teilunterricht fehlen uns heute die Räume, da die bestehenden Möglichkeiten zu hellhörig sind. Im Gegenzug haben wir jetzt vom Schulamt 25 bis 30 Stunden dafür erhalten, die wir jetzt aber nicht nutzen können, weil wir keine Räume dafür haben.“

Für den Stadtverordneten Andreas Rieger (CDU) sind die 6,5 Millionen Euro eine zu allgemeine Aussage. Er regte an, zu schauen, wo Einsparungspotentiale vorhanden sein könnten.

Keine neue Schule bauen

Für die Stadtverordnete Sabine Minetzke (Pro Lübben) stellt die Variante 1 eine gute Lösung dar. „Doch anfangs stand eine Summe von 2,4 Millionen Euro im Raum, jetzt sind wir bei 6,5 Millionen Euro. Wäre es nicht besser, gleich eine völlig neue Schule zu bauen?“, fragt sie.

Laut Carl Schagemann würde ein Schulneubau mit den angestrebten Ergebnissen aus dem Workshop rund 13 Millionen Euro kosten. „Dass wir an der Stelle auf den vorhandenen Bestand aufbauen können kommt dem Projekt finanziell sehr entgegen“, erzählt er.

Verwaltung prüft Umsetzungsmöglichkeiten

Wie Bauamtsleiter Frank Neumann berichtet, hatte man bei den ersten Kostenschätzungen auf die Erfahrungswerte vergangener Baumaßnahmen zurückgegriffen: „Wir hatten uns hier an den Kosten für die Baumaßnahme an der Liuba-Grundschule orientiert. Dort wurden allerdings nur 550 Quadratmeter umgebaut. An der Friedrich-Ludwig-Jahn-Grundschule haben wir das drei- bis vierfache an Fläche.“

Wie Neumann informiert, werde die Verwaltung jetzt schauen, in wie fern eine Realisierung der Baumaßnahmen an der Friedrich-Ludwig-Jahn-Grundschule in Abschnitten möglich wäre.

(Stefan Staindl)

Artikel kommentieren

Bisher gibt es noch keinen Kommentar zu diesem Artikel.

Regionaler Zugewinn

Drebkau.  Anlässlich des ersten Bauabschnittes fand am 15. Oktober im Schlosspark Drebkau-Raa­kow die Grundsteinlegung bei bestem Wetter mit zahlreich geladenen Gäs­ten statt. Das Großprojekt umfasst drei Mehrfami­lienhäuser mit jeweils 21 Mietwohnungen. Vergeben werden Ein- bis Vierraumwohnungen, die barrierefrei zu errei­chen sind und in der jede Altersgruppe ein modernes Zuhause zum Wohlfühlen findet. Die Wohnungen sind in bester Lage, umgeben von einer wunderschönen Naturkulisse und bieten neben einem Balkon, Dach­terrasse bzw. Terrasse, eine moderne Einbauküche und ausreichend Parkmöglich­keiten vor Ort. Der potenzielle Mieter darf seine Wohnung in Ab­sprache mit dem Bauherrn individuell bemustern und gestalten, was die Farbge­bung der Wände, der Ein­bauküche und die Auswahl der verschiedenen Boden­beläge betrifft. Das erste Haus soll bis Ende nächsten Jahres bezugsfertig sein. Bei der Grundsteinle­gung spielte das Wetter mit und die zahlreich gelade­nen Gäste hörten gespannt den Verantwortlichen zu. So sprach Olaf Lalk, Vize­landrat des Spree-Neiße Kreises, begeistert und er­wähnte explizit, dass sich hier ein regionaler Unter­nehmer einem Immobilien Großprojekt gewidmet und sehr viel finanzielle Mittel in die Region investiert hat. Feierlich wurde dieser Moment für die Zukunft mit einer Zeitkapsel fest­gehalten und ein Segen für das Grundstück ausgespro­chen. Insgesamt ist dieses Projekt ein Gewinn für die ländliche Region und ein weiterer Schritt diese auch attraktiv zu gestalten.   Anlässlich des ersten Bauabschnittes fand am 15. Oktober im Schlosspark Drebkau-Raa­kow die Grundsteinlegung bei bestem Wetter mit zahlreich geladenen Gäs­ten statt. Das Großprojekt umfasst drei Mehrfami­lienhäuser mit jeweils 21 Mietwohnungen. …

weiterlesen