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Sternmarsch gegen das Vergessen

Cottbus. Unter dem Motto »Cottbus ist bunt!« ruft das Bürgerbündnis »Cottbuser Aufbruch«, am 15. Februar, Bürgerinnen und Bürger der Stadt Cottbus auf, der Bombardierung vor 75 Jahren zu gedenken und gegen Rechtsextremismus und Fremdenfeindlichkeit auf die Straße zu gehen.

Vor 75 Jahren, am 15. Februar 1945, erlebte Cottbus aufgrund eines Luftangriffes einen der verheerendsten Tage in der Geschichte der Stadt. Fliegeralarm ertönte um 11.35 Uhr. Um 11.51 Uhr fielen die ersten Bomben in der Gegend um den Cottbuser Bahnhof. Große Teile der Stadt wurden bei dieser schrecklichen Mittagsbombardierung zerstört. Rund 4 000 Sprengbomben wurden vor allem auf das Bahnhofsgelände, Industriebetriebe, sowie auf die östlichen und südlichen Stadtbezirke abgeworfen. Die entsetzliche Bilanz: 1 000 Tote, darunter viele Kinder. Betriebe sowie Hunderte Häuser lagen in Trümmern. Über 3 000 Wohnungen wurden beschädigt und 13 000 Einwohner waren obdachlos. Besonders der Bahnhof, die Lutherkirche und das Krankenhaus wurden damals schwer beschädigt.

Auch die Glocken werden läuten

Zum 75. Jahrestages der Bombardierung, zur Erinnerung und zur Mahnung werden auch diesjährig wieder am 15. Februar um 11.53 Uhr die Glocken der Lutherkirche läuten Um 12 Uhr beginnt die Andacht mit Pfarrerin Dr. Vera von der Osten-Sacken und Superintendent Georg Thimme. Cottbuserinnen und Cottbuser sind eingeladen, die Stille und das Gedenken gemeinsam zu erleben. Um 14.15 Uhr startet dann auch an der Lutherkirche der Sternmarsch zum Berliner Platz, der im Rahmen von »Cottbus ist bunt!« veranstaltet wird.

»So etwas wie damals darf nie wieder geschehen. Wir müssen daran erinnern und dürfen das Leid und den Schrecken, den ein Krieg mit sich bringt, nicht vergessen«, betont Lothar Judith vom »Cottbuser Aufbruch« und sagt weiter: »Weiterhin wollen wir zeigen, dass Cottbus bunt und vielfältig ist.« Der Sternmarsch beginnt in diesem Jahr um 14.15 Uhr gleichzeitig an vier verschiedenen Standorten. Los geht es jeweils von der BTU, dem Staatstheater, dem Wochenmarkt Sandower Hauptstraße und der Lutherkirche zum Berliner Platz an der Stadthalle. Dort wird eine Abschlusskundgebung mit einem Kulturprogramm stattfinden. »Wir würden uns freuen, wenn sich wieder viele Leute am Sternmarsch beteiligen würden«, so Lothar Judith.

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