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Inklusiver Spielplatz im Branitzer Park

Cottbus. Am Montag stellten bei einem Kick-off die beiden Projektpartner Fröbel-Gruppe und die Stiftung Fürst-Pückler-Museum Park und Schloss Branitz ihr gemeinsames Projekt für einen ersten inklusiven Spielplatz Südbrandenburgs vor.

In der Gutsökonomie von Branitz entsteht ein Spielpatz für Kinder mit und ohne Handicap mit aktiver Beteiligung von Kindern aus elf Fröbel-Kindergärten der Stadt Cottbus, die sich dafür in den vergangenen Wochen an Projekttagen im Branitzer Park mit der Parklandschaft, dem Spielplatzareal und inklusiven Spielplatzbedingungen vertraut gemacht und Ideen für die Spielplatzgestaltung entworfen haben. Die Zeichnungen der Kinder wurden bei der Auftaktveranstaltung präsentiert. Der Schirmherr dieses Projekts Jürgen Dusel, Beauftragter der Bundesregierung für die Belange von Menschen mit Behinderungen, erklärte: »Ich freue mich sehr, dass ich den Auftakt zur Gestaltung eines inklusiven Spielplatzes geben kann. In Deutschland gibt es zu wenig inklusive Spielplätze, auf denen Kinder mit und ohne Behinderungen gemeinsam Spaß haben können. Und das ist ungemein wichtig. Denn nur, wenn Kinder mit und ohne Behinderungen unbeschwert gemeinsam spielen und groß werden können, ist echte Inklusion möglich. Dass dieses Vorzeigeprojekt nun gerade in Cottbus geplant wird - der Stadt, in der ich seit langem lebe - freut mich natürlich besonders.«

Die Vorbildwirkung dieses Projekts für Cottbus und Südbrandenburg betont auch Maren Dieckmann, Dezernentin und Leiterin des Geschäftsbereiches Jugend, Kultur und Soziales der Stadt Cottbus: »Leider sind in Deutschland nur ein Bruchteil der Spielplätze inklusiv ausgerichtet. So freue ich mich sehr, dass es in Cottbus bald einen Spielplatz für Kinder mit und ohne Handicap geben wird.«

Stefan Spieker, Geschäftsführer von FRÖBEL sagt: »Friedrich Fröbel und Fürst Pückler waren mit ihren Ideen ihrer Zeit voraus und sind in ihrem Denken und Handeln ungewöhnliche Wege gegangen. Wir können nur die Kinder motivieren, neue Ideen und Vorstellungen zu entwickeln, ihre eigenen Vorstellungen zu entwickeln und ihre Bedürfnisse für gemeinsames Spielen in der Natur zum Ausdruck zu bringen.« Der Schöpfer des Branitzer Parks, Fürst Pückler, und der Erfinder des Kindergartens, der Pädagoge Friedrich Fröbel, kannten und schätzten sich. Stefan Körner, Vorstand der Stiftung Fürst-Pückler-Museum schildert: »Der Pflanzengärtner und der Kindergärtner hatten die Zukunft der Gesellschaft fest im Blick, denn sie gestalteten ihre Gärten als Freiräume für Gleichberechtigung und Wertschätzung sowie Liberalität und Spielfreude. Die Branitzer Stiftung lebt diesen Gedanken indem sie mit einer aktiven Kinder- und Jugendarbeit Geschichte lebendig macht und indem seit 20 Jahren Mitarbeiter mit Handicap mit den Parkgärtnern zusammenarbeiten.«

In seiner Parkplanung hatte Pückler auch Kinder bedacht. So gab es im Bereich des Schlosses ein von Weißbuchen eng umstandenes Rasenareal mit Hanglagen, das Kinder als großen, naturnahen Tobe-Spielplatz nutzen konnten. Dabei liebte der Fürst die Geräuschkulisse. Dieser außergewöhnliche Ort ist heute verloren. Dafür entsteht in der Branitzer Gutsökonomie ein neuer Spielplatz.«

Nachdem die Ideen der Kinder nun gesammelt sind, wird zusammen mit der Fröbel-Gruppe und mit finanzieller Unterstützung des Länderfonds »Demokratie und Wahlen des Landes Brandenburg« sowie einem Planer ein Wettbewerb ausgelobt.

Die Erneuerung des Spielplatzes wurde durch eine Spendenübergabe des Cottbuser Ferienspaßpasses angestoßen. So kann durch die Teilnahme am Crowdfunding-Projekt der VR Bank Lausitz und zusätzliche Spenden der Kirchengemeinde St. Nikolai ein erstes inklusives Spielgerät bereits finanziert werden. Aber auch weitere Spenden sind willkommen.

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Allgemeinverfügung im Landkreis

Sächsische Schweiz-Osterzgebirge. Zur Eindämmung des Infektionsgeschehens ist das Landratsamt verpflichtet Maßnahmen zu ergreifen, wenn die Neuinfektionen innerhalb von sieben Tagen 50 Fälle bezogen auf 100.000 Einwohner überschreiten. Der Inzidenzwert liegt aktuell im Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge über dieser Schwelle. Aus diesem Grund erlässt der Landkreis eine neue Allgemeinverfügung. Die neue Allgemeinverfügung des Landkreises basiert in ihrem Regelungsinhalt auf der überarbeiteten Corona-Schutz-Verordnung des Freistaates Sachsen. Insofern war es angezeigt, zunächst das  Vorgehen des Freistaates Sachsen abzuwarten, um ein weitestgehend einheitliches Vorgehen zu gewährleisten. Die Allgemeinverfügung ist auf der Homepage des Landratsamtes veröffentlicht. Bitte entnehmen Sie dieser die konkreten Regelungsinhalte. Die Allgemeinverfügung beinhaltet u. a. folgende Regelungsinhalte: Tragepflicht einer Mund-Nasenbedeckung in allen öffentlich zugänglichen Räumlichkeiten mit regelmäßigem Publikumsverkehr.Pflicht zur Datenerfassung zur Kontaktnachverfolgung in bestimmten Einrichtungen.Vorgaben zur maximalen Personenanzahl bei privaten und öffentlichen Zusammenkünften, Veranstaltungen und Feierlichkeiten. Für das kommende Wochenende wurde dabei eine Übergangsregelung ermöglicht.Schank- und Speisewirtschaften sind von 22 Uhr bis 5 Uhr des Folgetages zu schließen.Die Abgabe von Alkoholika und alkoholhaltigen Getränken ist im Zeitraum von 22 Uhr bis 5 Uhr des Folgetages untersagt. Dies gilt für alle Einrichtungen, insbesondere Schank- und Speisewirtschafen, Gastronomie, Einrichtungen des Einzelhandels und Tankstellen.Vorgaben zur Durchführung von Großveranstaltungen und Sportveranstaltungen.Vorgaben zum Besuch von Einrichtungen des Gesundheits- und Sozialwesens (u. a. Alten und Pflegeheime, Krankenhäuser) aus privaten Gründen.Zur Eindämmung des Infektionsgeschehens ist das Landratsamt verpflichtet Maßnahmen zu ergreifen, wenn die Neuinfektionen innerhalb von sieben Tagen 50 Fälle bezogen auf 100.000 Einwohner überschreiten. Der Inzidenzwert liegt aktuell im Landkreis…

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