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Architektur-Studentinnen der BTU gewinnen Diesing-Preis

Cottbus. Aleksandra Czaj und Kinga Krawczyk aus dem Masterstudiengang Architektur der BTU Cottbus–Senftenberg sind erfolgreich im AIV-Schinkelwettbewerb 2019 „brigde2future – Das neue Wissensquartier am Halleschen Tor“. Sie wurden jetzt in der Staatsbibliothek zu Berlin mit dem 1. Diesing-Preis ausgezeichnet, teilt die BTU mit.

Der mit 3.000 Euro dotierte Diesing-Preis – gestiftet von Heinz Diesing über die Karl-Friedrich-Schinkel-Stiftung des AIV zu Berlin ­– ist nach dem Schinkelpreis die zweitwichtigste Kategorie in diesem namhaften, zum 164. Mal ausgetragenen Wettbewerb des AIV (Architekten- und Ingenieur-Verein zu Berlin e.V.). Aleksandra Czaj und Kinga Krawczyk wurden damit für ihren Wettbewerbsbeitrag „Neue Kreuzberger Wiese“ geehrt.

Neue Perspektiven

„Die ’Neue Kreuzberger Wiese‘ überzeugt durch die Verknüpfung der öffentlichen Bibliothek mit dem öffentlichen Raum. Die Vorstellungen zur Nutzung des Außenraumes werden in die Nutzung des Innenraumes übertragen. Die Terrasse eröffnet den Berlinern neue Perspektiven und lässt eine neue urbane Landschaft mit einer ganzheitlichen Nutzung entstehen“, vermerkt Yvonne Corinna Paul, Mitglied des Preisgerichtes, bezüglich der preisgekrönten Arbeit der BTU-Studentinnen in der Dokumentation zum Schinkelwettbewerb. Ergänzend fügt die Vorsitzende des Schinkel-Ausschusses Eva Krapf hinzu, „dass diese Arbeit ein gelungenes Beispiel dafür ist, wie der Raum des Blücherparks, der durch die enormen Baumassen überbaut wird, als öffentliche Dachlandschaft an die Bevölkerung zurück gegeben werden kann.“

Aleksandra Czaj und Kinga Krawczyk studieren im dritten Semester des Masterstudiengangs Architektur der BTU. Beide kommen aus dem Nachbarland Polen und haben einander an der Universität in Cottbus kennengelernt.

Nutzer-Vorstellung herausragend erfüllt

Große Freude über ihren Erfolg herrscht auch am Lehrstuhl Entwerfen und Energieeffizientes Bauen der BTU, der unter Leitung von Zeynep-Ayse Hicsasmaz-Heitele und Henry Ripke steht. Unter Federführung von Henry Ripke nahmen die Studentinnen hier an dem Masterseminar „bridge2future" teil.

„Grundlage des Seminars bildete die Aufgabenstellung des Schinkelwettbewerbs 2019. Im Rahmen dieses Seminars haben wir die Teilnahme an dem Wettbewerb unterstützt und vorbereitet“, informiert er. Eine weitere Arbeit aus diesem Seminar wird in der Dokumentation des AIV zum Schinkelwettbewerb als Beispiel einer Arbeit, die die Vorstellungen des Nutzers herausragend erfüllt, veröffentlicht. Sie stammt von Philipp Goelsdorf, Masterstudent der Architektur, ebenfalls im dritten Semester. Der zentrale Schwerpunkt seiner Arbeit ist ein komplett öffentliches Gründach, das als Kompensation für die Bebauung einer bestehenden Grünanlage dient.

Das war die Aufgabe

 

Aufgabe des AIV-Schinkelwettbewerbs 2019 war die Erweiterung der Amerika-Gedenkbibliothek in Berlin zur Zentral- und Landesbibliothek (ZLB). Ziel des Wettbewerbs war laut AIV der Entwurf von zukunftsweisenden Beiträgen für die Entwicklung eines faszinierenden, dichten, urbanen Stadtquartiers, einerseits geprägt vom historischem Erbe und andererseits von neuen – heute bereits erkennbaren - Anforderungen an die wachsende Stadt des 21. Jahrhunderts mit der ZLB als Anker dieses urbanen Hot Spots. Mit den Entwurfsaufgaben beschäftigten sich 357 Teilnehmende aus Deutschland, der Russischen Föderation, Österreich, Frankreich, Ägypten, Polen und der Schweiz.

Prämierte Beiträge sind ausgestellt

In diesem Jahr wurden im Ergebnis des AIV-Schinkelwettbewerbs insgesamt zwölf Arbeiten von 28 Teilnehmenden in den Fachsparten Architektur, Städtebau, Landschaftsarchitektur, Konstruktiver Ingenieurbau sowie Freie Kunst. Preisgelder in Höhe von 26.700 Euro wurden vergeben. Die prämierten Beiträge sind bis zum 30. März 2019 in der Quergalerie der Universität der Künste Berlin, Hardenbergstraße 33, 10623 Berlin ausgestellt und können montags bis freitags von 9 bis 21 Uhr sowie samstags von 11 bis 19 Uhr besichtigt werden.

Der AIV-Schinkelwettbewerb ist ein Förder- und Ideenwettbewerb, der sich bereits seit 1855 jährlich an junge Planerinnen und Planer richtet. Ziel ist es, deren Kreativität für die Lösung zukunftsorientierter Planungsaufgaben herauszufordern. Der Wettbewerb soll neben der Förderung des technisch-wissenschaftlichen Nachwuchses einen Dialog zwischen Stadtöffentlichkeit, Fachleuten, Verwaltung und Politik initiieren. Der Schinkel-Ausschuss des AIV zu Berlin – ein ehrenamtliches Gremium aus 45 Fachleuten der Fachsparten Architektur, Landschaftsarchitektur, Städtebau, Konstruktiver Ingenieurbau, Verkehrsplanung, Denkmalpflege, Nachhaltigkeit und Freie Kunst – realisiert die Konzeption und Durchführung des Wettbewerbs.

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