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Grüne Kreuze als stiller Protest

Südbrandenburg. In ganz Deutschland stellen in letzter Zeit Landwirte Grüne Kreuze auf ihren Feldern auf. Sie mahnen damit gegen steigende Auflagen, Dumpingpreise und unfaire Handelspraktiken. Auch in Südbrandenburg beteiligen sich Landwirtschaftsbetriebe an der Aktion, teilt der Bauernverband Südbrandenburg e.V. mit.

Das neue Agrarpaket von Bundeslandwirtschafts- und Bundesumweltministerium habe bei Landwirten landesweit das Fass zum Überlaufen gebracht. Grüne Kreuze auf den Feldern seien ihre stille Antwort auf drohende Bewirtschaftungsauflagen. Auch auf Äckern rund um Langengrassau, Kemlitz, Kasel-Golzig und Drahnsdorf haben Betriebe bereits erste Grüne Kreuze aufgestellt. Die Aktion soll Mahnung und Protest zugleich sein und die Ratlosigkeit vieler Landwirte verdeutlichen.

„Wenn dieses Paket umgesetzt wird, befürchten vor allem Betriebe in Schutzgebieten, dass sie ihre Flächen nicht mehr effektiv bewirtschaften können“, erklärt Carmen Lorenz, Geschäftsführerin des Bauernverbandes Südbrandenburg.

 

Allein in Brandenburg wären knapp ein Drittel aller landwirtschaftlichen Flächen von dem geplanten großflächigen Verbot von Pflanzenschutzmaßnahmen betroffen.

„Es stellt sich die Frage nach der Verhältnismäßigkeit. Ein verantwortungsvoller Insektenschutz kann nicht bedeuten, Krankheiten und Schädlingen freie Bahn zu lassen. Insekten- und Klimaschutz liegen im ureigenen Interesse der Landwirtschaft und müssen deshalb mit ihr und nicht gegen sie betrieben werden“, sagt Carmen Lorenz.

 

Auch der anhaltende Preisdruck des Handels mache die Situation nicht leichter. Während steigende Umweltauflagen die Produktion in den Betrieben verteuerten, bleibe der heimische Landwirt auf einem Großteil seiner Mehrkosten sitzen.

„Wir müssen uns ehrlich fragen, was wir wollen. Günstige Importprodukte mit geringeren Umweltstandards oder verantwortungsvoll produzierte Lebensmittel aus Deutschland“, sagt Lorenz.

 

Die stetig wachsenden Forderungen der Gesellschaft an die Landwirtschaft seien angesichts der gegenwärtigen Marktbedingungen und stagnierender Preise kaum zu erfüllen

„Bei der wichtigen Diskussion um Umwelt und Klima dürfen wir nicht vergessen, was die Hauptaufgabe der Landwirtschaft ist: Unsere Bevölkerung mit hochwertigen Lebensmitteln zu fairen Preisen zu versorgen. Das sollte auch in Zukunft noch möglich sein“, warnt Lorenz.

Erste Grüne Kreuze haben aktuell folgende Landwirtschaftsbetriebe aufgestellt. Weitere werden folgen.

  • Agrar GmbH Langengrassau (an der B 87)
  • AWO Reha-Gut Kemlitz (an der B 102 am Siebschen Berg)
  • Agrargenossenschaft Drahnsdorf (von Golßen kommend vor OT Falkenhain)
  • Knösels Gemüseerzeugung GmbH & Co. KG (an der B 96)

(PM/Bauernverband Südbrandenburg e.V.)

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