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»Weg zur Wildnis«

Bad Schandau. Von der Borkenkäferfläche zum starken Mischwald: Ein neuer Erlebnispfad im Nationalpark zeigt Besuchern die erstaunlichen Selbstheilungskräfte der Natur.

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Umweltminister Wolfram Günther eröffnet den »Weg zur Wildnis« zusammen mit Brit Jakob-Hahnewald (1. Beigeordnete des Landratsamtes Sächsische Schweiz), Bad Schandaus Bürgermeister Thomas Kunack und Nationalparkleiter Ulf Zimmermann.

Umweltminister Wolfram Günther eröffnet den »Weg zur Wildnis« zusammen mit Brit Jakob-Hahnewald (1. Beigeordnete des Landratsamtes Sächsische Schweiz), Bad Schandaus Bürgermeister Thomas Kunack und Nationalparkleiter Ulf Zimmermann.

Foto: Marko Förster

Vergangene Woche eröffnete der Staatsminister für Energie, Klimaschutz, Umwelt und Landwirtschaft, Wolfram Günther, mit Gästen aus der Region den Naturerlebnispfad »Weg zur Wildnis«, der auf einer ehemaligen Borkenkäferfläche im Nationalpark Sächsische Schweiz die erstaunliche Waldentwicklung erlebnisreich aufbereitet. Besonders überraschend wird für viele Besucher die Vielfalt und Geschwindigkeit sein, mit der sich nach nur 15 Jahren nach dem früheren reinen Fichtenforst unterschiedliche Baumarten wie Buche, Eiche und Birke von alleine angesiedelt haben. Stellenweise sind diese bereits zu zehn Meter hohen Bäumen gewachsen.

Der 250 Meter lange Pfad wurde am Reitsteig installiert, der den Großen Winterberg mit den Schrammsteinen verbindet. Der viel begangene Weg liegt in unmittelbarer Nähe eines der fünf Brandherde, die im August im Nationalpark entflammt waren. Deshalb war es für den Umweltminister wichtig, den Feuerwehren und Einsatzkräften zu danken. Hier, am Brandherd »Frienstein«, war es in erster Linie die Freiwillige Feuerwehr Stolpen, die ein Übergreifen des Feuers auf die andere Seite des Reitsteigs und somit in den Bereich des Erlebnisweges verhindert hat.

»Der Weg zur Wildnis zeigt direkt erlebbar die Selbstheilungskräfte der Natur«, so Günther. »Hier, auf einer früheren Borkenkäferfläche, wächst der Wald der Zukunft, mit verschiedenen Baumarten und angepasst an die Lebensbedingungen des Standortes. Im Nationalpark werden sich sowohl Borkenkäferflächen, als auch die aktuellen Brandflächen in einen starken Mischwald verwandeln – und das ohne menschliches Zutun.«

Der Naturerlebnispfad sei zugleich auch ein Stück ganz besondere Infrastruktur für den nachhaltigen Tourismus. Die Selbstheilung der Natur an einem Ort ganz plastisch erleben zu können, werde für die Besucher des Nationalparks und die in der Region lebenden Menschen einen Ort von hoher Anziehungskraft schaffen.


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