sst

Rund zwei Millionen Euro für Pirna

Gleich drei Fördermittelbescheide aus den Bund-Länder-Programmen der Städtebauförderung übergab Innenminister Markus Ulbig jetzt an die Stadt Pirna. Wie das Sächsische Staatsministerium des Innern informiert, handelt es sich dabei um einen Bescheid aus dem Programm „Soziale Stadt“ sowie zwei Bescheide aus dem Programm „Aktive Stadt- und Ortsteilzentren“.
Bilder
Foto: Archiv

Foto: Archiv

Innenminister Markus Ulbig: „Pirna kann mit Unterstützung aus der Städtebauförderung die positive Entwicklung der Stadt weiter vorantreiben. Quartiere profitieren von gezielten sozialen und kulturellen Projekten. Das Ergebnis sind eine höhere Lebensqualität und ein schöneres Erscheinungsbild.“ Pirna sei neu mit dem Gebiet „Sonnenstein“ im Städtebauförderprogramm „Soziale Stadt“ vertreten. Im Vergleich zur Gesamtstadt zeichne sich der Bereich durch eine soziale Heterogenität aus. Sanierungen und Modernisierungen von Wohnungen sollen Leerstand verhindern und die unterschiedlichen Nutzerbedürfnisse berücksichtigen. Hinzu komme die Neugestaltung von freien Flächen im Umfeld von Wohnungen und von Spielplätzen. Geplant seien außerdem die Sanierung der Gauß-Turnhalle sowie die Erweiterung beziehungsweise Neugestaltung der Außenbereiche der Kindertagesstätten „Knirpsenland“ und „Sonnenstein“. Darüber hinaus soll die Fuß- und Radwegeverbindung barrierefrei verbessert werden. Aus dem Bund-Länder-Programm bekomme die Stadt 1.022.000 Euro. Im Bund-Länder-Programm „Aktive Stadt- und Ortsteilzentren“ werden bereits die Gebiete „Copitz“ und „Alter Bahnhof“ gefördert, heißt es. Beide würden nun mit 424.000 Euro beziehungsweise 558.000 Euro eine Fortsetzung der Förderung bekommen. Im Stadtteil „Copitz“ gehe es seit der Aufnahme ins Programm im Jahre 2008 darum, das Zentrum als Mittelpunkt des Quartierslebens wieder zu beleben. Dafür werde der Spiel- und Freizeitbereich auf der Festwiese hergerichtet und der Burglehnpfad instand gesetzt. Die Hauptstraße soll wieder eine attraktive Geschäftsstraße werden. Zudem erfolgt die umfassende Sanierung der Pestalozzi-Oberschule. Die Bund-Länder-Finanzhilfen für dieses Gebiet würden im Programmjahr bei 424.000 Euro liegen. Von 2008 bis 2015 bekam der Stadtteil rund 6,2 Millionen Euro Finanzhilfen von Bund und Ländern, von denen bisher rund 3,6 Millionen ausgezahlt und für städtebauliche Maßnahmen umgesetzt wurden, heißt es. Ziele des Fördergebiets „Alter Bahnhof“ seien neben einer vielfältigen Nutzung des Bahnhofs durch Gewerbetreibende die Stärkung und Attraktivitätssteigerung des Stadtteils für seine Bewohner und ortsansässigen Akteure. Im nah am Elbradweg gelegenen Klosterhof biete unter anderem ein neues „Fahrradmotel“ Radtouristen neben einem gastronomischen Service eine Übernachtungsmöglichkeit und bei Bedarf Fahrradreparaturen an. Der Stadtteil soll zudem durch gezielte Gebäudesanierungen und den Rückbau einiger Hinterhäuser und Altgaragen sowie eine neue Park- und Stellplatzkonzeption mit Parkhaus gestärkt werden. Die Bund-Länder-Finanzhilfen für dieses Gebiet würden im Programmjahr bei 558.000 Euro liegen. In den Programmjahren 2014 bis 2015 gab es 884.000 Euro an Finanzhilfen, heißt es. Bund-Länder-Programm „Soziale Stadt“: Das Förderprogramm „Soziale Stadt“ unterstütze sächsische Städte bei der Planung und Durchführung städtebaulicher Maßnahmen zur Stabilisierung und Aufwertung von Stadtquartieren, deren Bewohner wirtschaftlich und sozial benachteiligt sind. Es verfolge einen integrierten Ansatz, der Bewohner und lokale Akteure einbezieht. Darüber hinaus sei neben den investiven Maßnahmen eine Bündelung begleitender Maßnahmen mit Förderungen aus anderen Fachbereichen gewünscht. Diese soll zu einer Nachhaltigkeit und Verstetigung der Investitionen beitragen. Bund-Länder-Programm „Aktive Stadt- und Ortsteilzentren“: Dieses Förderprogramm biete Städten und Gemeinden die Chance, ihre Stadt- und Ortsteilzentren in deren städtischen Funktionen nachhaltig zu stärken. Es gehe darum, die Zentren als Orte zum Wohnen, Arbeiten und Leben sowie als Standorte für Wirtschaft und Kultur zu erhalten, weiterzuentwickeln und attraktiver zu gestalten.