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Wilhelm Busch jetzt in Zuschendorf?

Zuschendorf. XVI. Deutsche Kamelienblütenschau öffnet in Pirna ihre Tore

Zur „Deutschen Kamelienblütenschau“ vom 2. bis 10. März werden wieder um die 1.000 auserwählte Blüten aus ganz Deutschland erwartet und in besonderen Gefäßen in den Festräumen des Landschlosses Pirna-Zuschendorf präsentiert.

„Und sicher haben die Mitglieder der Mitteldeutschen Kameliengesellschaft manchen Ratschlag für die Besucher zur Kamelienpflege parat“, ist Matthias Riedel vom Landschloss Zuschendorf überzeugt. In den letzten Jahren haben sich die Ausstellungen sehr ernsthaft, manchmal fast schon wissenschaftlich, mit Themen rund um die Kamelie beschäftigt. Das soll diesmal anders sein. Etwas lockerer, auch heiter, den Lebenslaunen, denen früher und auch heute keiner entkommt, soll nachgespürt werden. „Wie kann man das besser als mit Wilhelm Busch. Als er seine Geschichten schrieb und illustrierte, war in Europa die hohe Zeit der Kamelienmode. Grund genug, prächtige Kamelien in verschiedene szenisch dargestellte Geschichten einzuschmuggeln“, schmunzelt Matthias Riedel.  Unter dem Motto „Blütenzier und Lebenslaune“ wird der Meister Wilhelm Busch selbst gleich eingangs im Saal bei der Arbeit zugegen sein. Just in dem Moment  entwirft er die Geschichten um den frechen Affen Fips. 

Im Festsaal steht die Kutsche bereit, mit der Fritz der Forstadjunkt und sein Julchen zuerst zum Traualtar und später die Hochzeitsreise antreten wollen. Wäre da nicht Ferdinand Mickefett, der verstoßene Liebhaber, welcher gerade einen bösen Streich ausheckt. Geheiratet wird trotzdem und natürlich mit einem großen Strauß Kamelien.

Undenkbar ist alles natürlich ohne die bösen Buben Max und Moritz. Beide sitzen auf dem Dach und angeln durch den Kamin nach Witwe Boltes knusprigen Hühnchen, während diese ihre Kamelien gießt. Und auch andere Figuren Wilhelm Buschs werden in den Schlossräumen inmitten von Kamelien lebendig.

„Die Gestalterin Bea Berthold wird alle Ideen gemeinsam mit den Zuschendorfer Mitarbeitern zur Freude unserer Besucher in die Tat umsetzen“, so Riedel. Die Kamelienschau in der Schlossanlage Zuschendorf beginnt am 1. März und dauert bis 7. April. In diesen Wochen ist in den Glashäusern  die Sächsische  (Seidelsche) Kameliensammlung mit einer Vielzahl historischer Sorten v.a. des 19. Jahrhunderts auf 1.500 Quadratmetern Schauglasfläche zu erleben. Die Hauptblüte ist Ende März zu erwarten.

Vom 2. bis 10. März findet die XVI. deutsche Kamelienblütenschau im Landschoss statt, bei der die Besucher die schönste Blüte küren. Und vom 12. März bis 7. April schließt sich die XVI. Sächsische Kamelienblütenschau an. Kaum sind die stolzen Kamelien verblüht, werden ab 13. April auch schon die Hortensien in das Schloss einziehen.

Geöffnet: Dienstag bis Sonntag/Feiertag 10 bis 17 Uhr, nur im März auch Montag 10 bis 16 Uhr.

www.kamelienschloss.de

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Sachsenbahn rollt ab 19. August wieder

Sachsen. Pünktlich zu Schulbeginn in Sachsen werden ab Montag, 19. August, zwei Linien der Städtebahn Sachsen GmbH wieder fahren. Die Strecken von Dresden nach Kamenz (RB 34) und von Heidenau nach Altenberg (RB 72) mit planmäßiger Verstärkerleistung bis zum Dresdener Hauptbahnhof werden am Montag wieder planmäßig bedient. Hierfür sind acht Züge im Einsatz. Parallel dazu rollen zunächst die vom Verkehrsverbund Oberelbe (VVO) organsierten Ersatzbusse weiter. Über die mögliche Einstellung des Busverkehrs informiert der Verbund im Verlauf der kommenden Woche.  Dr. Stephan Laubereau von der Kanzlei PLUTA erklärt: „Der Fahrplan auf diesen Linien entspricht dem Angebot vor dem Insolvenzantrag. Die Kunden können also mit einer normalen Beförderung ohne Einschränkungen rechnen.“ Neue Website In den nächsten Tagen wird das Unternehmen die neue Website in Betrieb nehmen. Dort   finden die Kunden alle wichtigen Infos zu den Strecken und Fahrplänen. Der vorläufige Insolvenzverwalter hat derweil einen neuen Eisenbahnbetriebsleiter bestellt, der für die Sicherstellung des Bahnbetriebs verantwortlich ist. Er war bereits früher bei der Städtebahn Sachsen beschäftigt und kennt damit alle Abläufe bestens. Zugleich wurden die Gehälter der rund 90 Mitarbeiter pünktlich zum 15. August ausgezahlt. Hintergrund Seit Ende Juli befindet sich die Städtebahn Sachsen GmbH in einem Insolvenzverfahren. Das Amtsgericht Aschaffenburg ordnete am 29. Juli 2019 das vorläufige Verfahren an und bestellte Dr. Stephan Laubereau von der PLUTA Rechtsanwalts GmbH zum vorläufigen Insolvenzverwalter. Mit Beschluss vom 7. August 2019 bestellte das Gericht den PLUTA-Rechtsanwalt zum vorläufigen Insolvenzverwalter mit Verfügungsbefugnis. Damit hat Dr. Laubereau die Aufgaben des Geschäftsführers übernommen. Die Städtebahn Sachsen GmbH ist ein Eisenbahnunternehmen mit Sitz in Niedernberg in der Nähe von Aschaffenburg und seit 2010 für ein regionales Liniennetz um die sächsische Landeshauptstadt Dresden verantwortlich. Im Auftrag des Verkehrsverbundes Oberelbe (VVO) betreibt die Gesellschaft die Strecken von Dresden nach Königsbrück (RB 33), Kamenz (RB 34), Heidenau und den Kurort Altenberg (RB 72 und RE 19) sowie die Verbindung von Pirna nach Neustadt und Sebnitz (RB 71). Hierfür sind insgesamt 16 Triebwagen im Einsatz, die fast ausschließlich von Alpha Trains geleast sind.  Die Strecke von Dresden nach Königsbrück (RB 33) sowie die Verbindung von Pirna nach Neustadt und Sebnitz (RB 71) sollen ebenfalls in Kürze wieder von der Städtebahn Sachsen bedient werden. Hierzu laufen die Vorbereitungen auf Hochtouren. Details dazu wird der vorläufige Insolvenzverwalter in der kommenden Woche bekanntgeben. Pünktlich zu Schulbeginn in Sachsen werden ab Montag, 19. August, zwei Linien der Städtebahn Sachsen GmbH wieder fahren. Die Strecken von Dresden nach Kamenz (RB 34) und von Heidenau nach Altenberg (RB 72) mit planmäßiger Verstärkerleistung bis zum…

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Filmnächte Schwarzkollm noch bis 1. September

Schwarzkollm. Seit 1. August gibt es in der KRABAT-Mühle Schwarzkollm wieder Open-Air-Kino. Die historische und vielfach in der Literatur beschriebene „Schwarze Mühle“ ist ein einzigartiges Kulturangebot in der Lausitz. Die KRABAT-Mühle Schwarzkollm verzaubert mit Erlebnisführungen, einer historischen Mühle, mit Kulturdenkmälern, sorbischen Bräuchen und dem traditionellen Handwerk, mit Familienangeboten, einer Erlebnis-Gastronomie mit regionalen Produkten und vielfältigen Veranstaltungen in der zweisprachigen Region! Erstmals fanden 2012 die KRABAT Festspiele in der herrlichen Naturkulisse, auf dem historischen Boden des Mühlenhofes zu Schwarzkollm, statt. Die Schwarze Mühle wird jährlich von 45.000 Gästen besucht. Ausgelöst von dem Kinofilm KRABAT fand 2009 das erste Open Air-Kinoerlebnis statt. Programm der Filmnächte an der Krabat-Mühle Schwarzkollm 18. August, 21 Uhr: 25 km/h (Deutschland 2018) 22. August, 20.30 Uhr: Die Lausitzer Kurzfilmnacht 23. August, 20.30 Uhr: Yesterday (GB 2019) 24. August, 20.30 Uhr: Die große Dirty Dancing Nacht (USA 1987) Film + Party 25. August, 20.30 Uhr: ...verdammt, ich bin erwachsen (DDR 1976) 29. August, 20 Uhr: 100 Dinge (Deutschland 2018) 30. August, 20 Uhr: A Star Is Born (USA 2018) 31. August, 20 Uhr: Krabat (Deutschland 2008) 1. September, 20 Uhr: Ballon (Deutschland 2018) Eintrittskarten für die Filmnächte an der KRABAT-Mühle sind im Vorverkauf u.a. beim WochenKurier erhältlich. Seit 1. August gibt es in der KRABAT-Mühle Schwarzkollm wieder Open-Air-Kino. Die historische und vielfach in der Literatur beschriebene „Schwarze Mühle“ ist ein einzigartiges Kulturangebot in der Lausitz. Die KRABAT-Mühle Schwarzkollm verzaubert…

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