as

Sternwarten-Geburtstag: Ein Wunsch zum 40.

Graupa. Den Sternfreunden in Pirna-Graupa stehen dieses Jahr noch zwei wichtige Ereignisse ins Haus, ein irdisches und ein astronomisches.

 Ende der 70er Jahre wurde in der DDR eine Bildungsoffensive gestartet. Überall in der Republik wuchsen Sternwarten empor, auch in Graupa – gleich neben der Schule. Die Eröffnung der damaligen Schulsternwarte ist auf das Jahr 1979 datiert, jährt sich also nun zum 40. Mal. Dass das gefeiert werden kann, ist auch ein Verdienst der 15 Ehrenamtlichen, die sich unter dem Dach des »Pro Graupa e.V.« seit 2015 um die Anlage kümmern.

Merkur gucken am Faschingsauftakt

»Uns tat das ehrlichgesagt weh, wie die Sternwarte zum Schluss vor sich hindümpelte. Sogar über Abriss wurde damals gesprochen«, erinnert sich der Sternwarten-Chef Ralf Müller. Seither herrscht wieder regelmäßig Betrieb in dem Flachbau und der Kuppel obendrüber. »Wir versuchen einmal monatlich eine Veranstaltung zu organisieren. Meistens gibt es einen Fachvortrag mit anschließender Himmelsbeobachtung«, sagt er. Kommt es zu besonderen Ereignissen am Himmelsgestirn, wird auch schon mal zum »totalen Mondfrühstück« eigeladen, wie im Januar 2019. Das nächste Highlight lässt – zumindest für astronomische Verhältnisse – nicht lange auf sich warten. »Am 11.11 findet der Merkur-Transit statt. Dabei wandert der kleine Planet vor der Sonne entlang«, sagt der Hobby-Astronom.

Erweiterungspläne

In Graupa schaut man nicht nur in den Himmel, sondern auch in die Zukunft. Geplant ist, die Sternwarte zu erweitern. »Wir haben kein fließendes Wasser hier, brauchen dringend einen Sanitärbereich«, sagt Müller. Auf dem Papier gibt es auch schon eine Ansicht, wie der Erweiterungsbau aussehen könnte. Ungeklärt ist allerdings noch die Finanzierung. »Wir wollen versuchen, mit dem Projekt in den Doppelhaushalt 2021/2022 hinein zu kommen«, so Müller weiter. Ziel sei es, die Einrichtung zu einem modernen populärwissenschaftlichen Vortragszentrum auszubauen. Dazu soll auch der Schulungsraum modernisiert werden.  »Astronomie gehört leider nicht mehr zum Lehrplan. Insofern haben wir auch einen Bildungsauftrag«, erzählt Müller. Zuletzt konnte sich die Sternwarten-Abteilung über einen Förderbescheid für ein neues Teleskop freuen.

Das runde Jubiläum soll am 28. September gefeiert werden. An diesem Tag stehen u.a. Vorträge, Himmelsbeobachtungen u.v.m. auf dem Programm. Das alte Schulfernrohr aus den ersten Tagen ist übrigens heute immer noch in Betrieb. »Gute alte Zeiss-Technik«, lacht der Sternwartenleiter.

Artikel kommentieren

Bisher gibt es noch keinen Kommentar zu diesem Artikel.