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Pirnaer Brunnen wird zum Schaumbad

Pirna. Unbekannte haben sich in Pirna offenbar einen Scherz erlaubt und eine seifehaltige Substanz in die Fontänen am Friedenspark geschüttet. Das kommt die Stadt teuer zu stehen.

 Seit gerademal einer Woche sprudeln die Fontänen am Friedenspark wieder. "Wir waren froh, dass sie nach der Winterpause wieder laufen", sagt Sybille Neumann vom Grünflächenamt. Am Montagabend allerdings musste sie die Anlage im Eingangsbereich des Parks nach wenigen Tagen jedoch wieder abstellen. Das aus zwölf Düsen schießende Wasser schäumte beim Auftreffen auf dem Boden. Die Anlage hatte sich in ein Schaumbad verwandelt. 

Kurz nach 17 Uhr war das Passanten und Autofahrern aufgefallen. Sie hatten nicht schlecht gestaunt, als sich ein dichter weißer Teppich zum Fußweg an den nahen Bushaltestellen ausbreitete. Zunächst wurde die Feuerwehr gerufen. Bei einigen Leuten sorgte der Anblick für Schmunzeln. "Das ist unnütze Sauerei", schimpften andere Vorbeigehende. Manch einer hielt das Schaumbad im Brunnen mit dem Handy fest und teilte es auf Facebook.

„Scherzbolde“ haben eine Substanz - wahrscheinlich Waschpulver – in das sprudelnde Wasser gekippt, hieß es vor Ort. Der Verdacht, Seifenmittel in die Fontänen geschüttet zu haben, fällt auf zwei etwa zwölf Jahre alte Mädchen. Eines davon sei aus Copitz, berichten umstehende Kinder. Ob das stimmt, müsse geprüft werden.

Bei der Stadtverwaltung ist man über den Vorfall nicht glücklich. Schließlich handele es sich „keine spaßige Angelegenheit“, so Rathaussprecher Thomas Gockel. Die unterirdische Technik zu reinigen, ist mit erheblichen Kosten und für die Wartungsfirma mit viel Aufwand verbunden. Allein der Behälter unter der Erde fasst fünf Kubikmeter Wasser. „Das Brunnenwasser aus dem Kreislauf muss abgelassen werden, der Schwallbehälter, die Leitungen und Düsen müssen vollständig gespült werden, ehe das Wasserreservoir wieder neu befüllt werden und die Anlage wieder in Betrieb gehen kann", erläutert Sybille Neumann vom Grünflächenamt. Dabei müsse auch geprüft werden, ob die Technik Schaden genommen hat. Das alles werde insgesamt wahrscheinlich mindestens 1000 Euro kosten, heißt es aus dem Rathaus. Am Mittwoch wollen sich Monteure einer Firma aus Dresden GmbH das Malheur anschauen.

Zuletzt hatten sich "Schaumschläger" vor ein paar Jahren den Brunnen vor dem leerstehenden Hotel "Schwarzer Adler" am Dohnaischen Platz auserkoren. Einen öffentlichen Brunnen zum Schäumen zu bringen, ist kein Kavaliersdelikt. Es handelt sich um eine Sachbeschädigung und somit um eine Straftat, die polizeilich geahndet werden muss.

Laut Thomas Gockel hat die Stadtverwaltung bei der Polizei Anzeige gegen Unbekannt erstattet. Spätestens am Sonnabend, 11. Mai, soll das Fontänenfeld wieder laufen und die Wasserstrahlen schaumfrei sprudeln. Dann feiert die Stadt Pirna im gerade in diesen Tagen komplett fertig sanierten Friedenspark den "Tag der Städtebauförderung". An diesem Tag wird die Parkanlage nach seiner mehrjährigen Neugestaltung offiziell eröffnet, so Thomas Gockel. Von 13 bis 17 Uhr hat die Verwaltung ein rundum informatives Angebot rund um die Entwicklung der innerstädtischen grünen Oase, die vor allem in den vergangenen Jahren eine wechselvolle Geschichte der Umgestaltung hinter sich hat, auf die Beine gestellt. "Vom früheren Friedhof vor den Stadtmauern hat sich diese Grünfläche nun zum Park der Entspannung im Herzen der Stadt entwickelt. Verschiedene Führungen und Vorträge für Groß und Klein beleuchten an diesem Nachmittag die wechselvolle Geschichte", so Gockel. Unter anderem gibt es eine Führung speziell für Kinder unter dem Motto "Fledermaus Luci entdeckt den Friedenspark".

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»ehrensache.jetzt – nachtaktiv«

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Mit Fürstin Lucie und Fürst Pückler

Cottbus. Jeweils am Sonntag führen »Fürstin Lucie« (Anne Schierack) und »Fürst Pückler« (Hans Anacker) bis Ende September durch die „Grünen Salons“ des Branitzer Parks. Bei ihren Erlebnisführungen erfährt man mehr über das exzentrische Leben von Fürst Pückler und seiner Frau Lucie, deren Lebensreise sich nicht nur im Schloss, sondern auch im Park widerspiegelt. Dort gestaltetet Fürst Pückler die direkte Umgebung des Schlosses nach englischem Vorbild als Pleasureground, der üppig und prachtvoll ausgestattet war. Wie die Räume im Schloss sollten die einzelnen Sondergärten innerhalb des Pleasureground als »Salons unter freiem Himmel« variieren. Nicht jeder durfte diesen Ort betreten und oft stand man am kleinen Zaun, um einen Blick auf den Besuch des Fürsten zu erhaschen. Was zog preußische Könige und selbst die Königin in diesen »Zauber-Park«? Wo konnte man hier Tennisspielen, das französische Mönche im Mittelalter erfunden haben und im 18. Jahrhundert nur noch dem Adel vorbehalten war? Wieso erinnert Pückler in Branitz an einen preußischen Staatskanzler, obwohl sein Herz sächsisch blieb? Diese Fragen und noch viel mehr erfährt man bei den Erlebnisführungen durch die Grünen Salons von »Schnucke« und »Lou«, wie Pückler und Lucie einander mit Kosenamen nannten. Die einstündigen Führungen finden jeweils um 11:30 Uhr statt. Treffpunkt ist an der Schlosskasse. Die Parkführung kostet 14 Euro pro Person, inklusive freiem Schlosseintritt. Aufgrund begrenzter Teilnehmerzahlt wird um Voranmeldung unter Tel. 0355/ 751 50 oder per E-Mail an service@pueckler-museum.de gebeten.Jeweils am Sonntag führen »Fürstin Lucie« (Anne Schierack) und »Fürst Pückler« (Hans Anacker) bis Ende September durch die „Grünen Salons“ des Branitzer Parks. Bei ihren Erlebnisführungen erfährt man mehr über das exzentrische Leben von Fürst Pückler…

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