Daniel Förster / André Schramm

Pirna und die Tauben: Draufgeschi....?

Pirna. Die Postfiliale in der Gartenstraße hat ein Problem mit der Sauberkeit. Seit Wochen häufen sich ringsum die Hinterlassenschaften von Tauben. Zuständig fühlt sich offenbar niemand.

»Das können Sie keinem mehr anbieten«, schimpft Anwohnerin Barbara Müller. Grund für ihren Unmut ist der Zustand des Außenbereiches der Postfiliale / Postbankfiliale auf der Gartenstraße in Pirna. »Überall Taubendreck. Seit Wochen sieht das so aus und niemand kümmert sich darum«, erzählt Frau Müller weiter. Dass es ihr nicht egal sei, wie die Stadt aussehe, sagt sie auch. In der Tat traut man sich bei dem Anblick kaum noch, einen Brief im Postbriefkasten aufzugeben. Obendrauf türmt sich Vogelkot. Der Briefmarkenautomat daneben sieht nicht viel besser aus. Der Boden ringsum ist von Federn gesäumt. Insgesamt kein schöner Anblick, weder für die Kundschaft noch für die Passanten.
»Ehrlich gesagt verstehe ich nicht, dass die Post hier nichts unternimmt«, sagte Stadtrat André Liebscher (Pirna kann mehr) gegenüber WochenKurier. Auch die Stadtverwaltung kenne das Problem, so Liebscher weiter. Passiert sei bisher aber nichts. »Lediglich, wenn es regnet, ist es für kurze Zeit etwas sauberer«, so der Stadtrat weiter.  

Was sagt die Post dazu?

»Die Briefkästen werden regelmäßig gereinigt. Sofern Bedarf besteht, wird auch kurzfristig ein Dienstleister mit der Reinigung beauftragt«, teilte die Pressestelle mit. Gegen die Tauben an der Stelle könne man nichts machen, außer eben regelmäßig reinigen, hieß es weiter.  Nach Angaben der Post sei erst diese Woche das letzte Mal gereinigt worden. Der Boden ringsum dürfte in die Kategorie »Anliegerpflicht« fallen, also Sache des Immobilieneigentümers sein.

Maxim-Gorki-Straße

Häuslich eingerichtet haben sich die Tauben auch in den beiden leestehenden Mehrfamilienhäusern auf Maxim-Gorki-Straße. Die offenstehenden Dächer sowie der abgehangene Balkon bieten einen idealen Unterschlupf. Das Resultat ist weiter unten zu sehen. Haufenweise Taubenkot samt Federn und Tierkadavern sammeln sich auf dem Gehweg. Betroffen sind Fußgänger, Radfahrer und Autofahrer, die tagtäglich die Straße zwischen Feldschlösschen Kreuzung und Bahnhof bzw. Busbahnhof und Stadtbrücke passieren.
Sobald es regnet, werden die Hinterlassenschaften der Tauben zu einer schmierigen Angelegenheit. Zahlreiche Beschwerden von Mietern aus der Nachbarschaft sollen schon an die Stadt gegangen sein.

Nicht ganz unproblematisch

Aus gesundheitlicher Sicht ist die Situation nicht ganz unproblematisch. »Der Kot kann z.B. Bakterien wie Salmonella ssp., Chlamydien und Campylobacter enthalten. Der Mensch kann sich durch das Einatmen von kontaminiertem Staub, aber auch nach direktem Kontakt mit infizierten Tieren bzw. deren Ausscheidungen infizieren«, sagt Dr. Cornelia Mix vom Gesundheitsamt. Dazu sei jedoch ein sehr intensiver Kontakt zu den Tauben notwendig. Die aufgenommenen Erreger können dann beim Menschen z.B. Durchfall, aber auch Entzündungen verschiedener Organe (z.B. der Lunge) verursachen, hieß es weiter. »Kleinkinder sind grundsätzlich von Tierkot fernzuhalten«, sagte die Amtsärztin. Ihrer Ansicht nach sollten Hauseigentümer bzw. Ordnungsamt Maßnahmen einleiten, um die Tauben zu vergrämen. Möglicherweise sei dazu die Klärung zivilrechtlicher Fragen notwendig.

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Schulsporthallen bleiben geschlossen

Senftenberg. Die Stadt Senftenberg musste sich entscheiden, die Schulsporthallen und schulischen Außensportanlagen vor Beginn der Schulferien am 24. Juni nicht wieder für die Vereinsnutzung zu öffnen. Darüber informierten Bürgermeister Andreas Fredrich und Amtsleiter Falk Peschel am Mittwoch im Ausschuss Soziales Bildung, Kultur und Sport. Hintergrund dieser Entscheidung ist der Umstand, dass für die Nutzung der insgesamt sechs Schulsporthallen durch die Stadt Reinigungs- und Hygienekonzepte festgeschrieben werden müssten, für deren Umsetzung die Stadt in der Verantwortung steht. Vor jedem Nutzerwechsel müssten demzufolge die Hallen gereinigt werden, unabhängig davon, wie lange dort Sport getrieben wurde, also auch nach einer Nutzung von beispielsweise nur einer Stunde. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Stadt wären in der Pflicht dies zu überwachen. Aufgrund der Nutzungszeiten bis zum Teil 22 Uhr kann dies nicht gewährleistet werden. Zudem wäre ohnehin nur die Ausübung so genannter kontaktloser Sportarten zulässig, beispielsweise Tischtennis. Darüber hinaus würden die Schulsporthallen mit Beginn der Schulferien am 24. Juni ohnehin wieder geschlossen. Es handelt sich also lediglich um einen Zeitraum von dreieinhalb Wochen, in dem die Schulsportanlagen durch Dritte genutzt werden könnten. Laut einer neuen Fassung der Verordnung zur Eindämmung der Corona-Pandemie wäre die Nutzung durch Dritte beziehungsweise durch Vereine theoretisch wieder möglich. Die Stadt Senftenberg hofft vor diesem Hintergrund auf Verständnis in der Bevölkerung und insbesondere bei den betroffenen Vereinen. »Der Gesundheitsschutz hat stets höchste Priorität«, erklärt Bürgermeister Andreas Fredrich. Bei der Entscheidung gehe es zudem darum, die Verhältnismäßigkeit von Nutzen, Zeit und Aufwand zu berücksichtigen. Aufgrund der nicht in Anspruch genommenen Nutzungstage seit dem 17. März 2020 bis zum 24. Juni 2020 (Schuljahresende) werden die Nutzungsgebühren neu berechnet und gegebenenfalls bereits gezahlte Nutzungsgebühren zurückerstattet. Dies soll spätestens nach Schuljahresende erfolgen.Die Stadt Senftenberg musste sich entscheiden, die Schulsporthallen und schulischen Außensportanlagen vor Beginn der Schulferien am 24. Juni nicht wieder für die Vereinsnutzung zu öffnen. Darüber informierten Bürgermeister Andreas Fredrich und…

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