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Fahrraddiebe im Visier

Pirna. Seit Anfang Juli widmet sich das Polizeirevier Pirna verstärkt der Bekämpfung von Fahrraddiebstählen in der Region. Die Kontrollen durch die Beamten förderten bislang drei geklaute Bikes zu Tage.

Aufgrund einer Häufung von Diebstählen im laufenden Jahr und dem dadurch entstandenen Schaden richtete das Polizeirevier Pirna eine Ermittlungsgruppe ein. In Zusammenarbeit mit der sächsischen Bereitschaftspolizei und der Bundespolizeiinspektion Berggießhübel führten die Beamten verstärkte Kontrollen durch.

Im Fokus standen dabei Örtlichkeiten, an denen zuletzt Fahrräder abhandenkamen. Dies betraf vorrangig die Stadtgebiete von Pirna und Heidenau sowie Campingplätze oder Radparkplätze in der Sächsischen Schweiz. Zusätzlich wurden mögliche Verbringungswege, so unter anderem die BAB 17, die S-Bahnlinien sowie der Elberadweg, verstärkt bestreift.

Allein bei einer Kontrolle am 18. Juli prüften 45 Einsatzkräfte insgesamt 175 Personen und 114 Fahrräder. Dabei wurde ein gesuchtes Fahrrad festgestellt.

Seit Beginn des Einsatzes am 8. Juli konnten drei gestohlene Fahrräder sichergestellt werden. Zudem wurden 23 polizeibekannte Personen und deren Fahrräder in diesem Zusammenhang kontrolliert.

2018 verschwanden im Landkreis Sächsische Schweiz - Osterzgebirge 387 Bikes (2017: 244 Fahrräder). In Dresden wurden 2018 im Durchschnitt täglich neun gestohlene Fahrräder gemeldet.

Die Maßnahmen werden voraussichtlich noch bis zum 12. August fortgesetzt, teilte die Polizeidirektion mit. 

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Auf dem Moped durch die Oberlausitz

Spree. „Wer Bock hat, heute wieder Moped-Ausfahrt.“ So fängt die WhattsApp-Nachricht an, die fast jeden Sonntag durchklingelt, wenn es wieder heißt: die „alten“ Simson-Mopeds aus der Garage rauszuholen und auf Tour zu gehen. Seit dem 3. Mai 2020 brausen S50, Schwalbe, Sr2 und Krause Duo von Spree aus durch die schöne Oberlausitz. Zwei Stunden auf Strecken zwischen 35 und 65 Kilometern zum Sonntagnachmittag zu bekannten oder zu verborgenen Orten in der Heimat. Die Touren werden vom Organisator unter ein Motto gestellt, so dass die Teilnehmer auch vor und während der Fahrt rätseln können: „Wo geht es heute hin?“ Zum Beispiel: „Besichtigung einer in Europa geographischen Seltenheit“. Es geht zur Wasserscheide nach Geheege. Oder „Heute geht es hoch hinaus“. Es geht zum Monumentenberg nach Groß Radisch. Die Teilnehmerzahlen variieren zwischen drei und 15 Personen. Aber was festzuhalten ist, die DDR-Mopeds erfreuen jedes Alter. Der jüngste Mitfahrer ist gerade mal sechs Jahre alt und der älteste Fahrer feierte erst sein 66. Geburtstag. Am 13. September konnte die MAS (MopedAusfahrtSpree) so schon die 13. Ausfahrt in diesem Jahr durchführen. Bis Mitte Oktober soll in diesem Jahr mindestens noch jeden Sontag gefahren werden, sofern das Wetter mitspielt. Treffpunkt für die Touren ist immer sonntags um 13 Uhr an der Klotzholzscheune in Spree (Hähnichen).„Wer Bock hat, heute wieder Moped-Ausfahrt.“ So fängt die WhattsApp-Nachricht an, die fast jeden Sonntag durchklingelt, wenn es wieder heißt: die „alten“ Simson-Mopeds aus der Garage rauszuholen und auf Tour zu gehen. Seit dem 3. Mai 2020 brausen…

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Parkgebühren: Nötig oder Frechheit?

Dresden. Die erwartbaren Reaktionen auf die neue Parkgebührenordnung, die im Stadtrat erst noch beschlossen werden muss und frühestens Anfang 2021 in Kraft treten könnte, ließen nicht lange auf sich warten. Stadtrat Tilo Wirtz, Linke: »Es darf nicht zu einer ‚grünen Gentrifizierung der öffentlichen Parkplätze‘ kommen. Entweder sollen alle auf öffentliche Einrichtungen Zugriff haben oder niemand. Die Fahrt in die Stadt mit dem Auto darf nicht zum teuren Privileg werden, welches Wohlhabenden per Bezahlschranke reserviert wird und andere ausgrenzt.« Grundsätzlich ist eine Erhöhung der Parkgebühren in Dresden auf Grund der lange Zeit stabilen Preise gerechtfertigt, allerdings sollte der Bogen nicht überspannt und die Akzeptanz eines vernünftigen Wandels im Mobilitätsverhalten auf‘s Spiel gesetzt werden. FDP-Chef Holger Zastrow: »Moderate Erhöhung, ja, Abzocke, nein. Parken darf nicht zum Luxus werden.« Der vorgelegte Entwurf sei eine Frechheit, der Autofahrer würde wieder mal  zur Melkkuh. Jens Genschmar, Freie Wähler, meint dazu: »Gerade in Corona-Zeiten finde ich es unpassend, mit diesen exorbitanten Erhöhungen den stationären Einzelhandel  in der Innenstadt weiter zu belasten. Diese Erhöhung wird noch mehr Menschen in den Online–Handel treiben.« Veith Böhm, CDU, verkehrspolitischer Sprecher: »Ich gehe davon aus, dass eine Gebührenerhöhung in der vorgeschlagenen Höhe nicht zustimmungsfähig ist. Problematisch ist für uns, dass es keinen Tagesparkschein und keine Erleichterungen für Berufspendler sowie Handwerker und Pflegedienste gibt.« Stimmen aus den sozialen Netzwerken: »Ich bin entsetzt. Schwarzparken wird dadurch billiger. Das verleitet mich eher dazu, noch mehr im Internet zu kaufen« (Falk). »Wir wohnen außerhalb von Dresden, aber wollen ja auch mal zum Shoppen in die Stadt fahren, oder auch mal Kultur genießen. Mit dem Bus geht das kaum, weil der am späten Abend nicht mehr fährt« (Volkmar). »Absoluter Unsinn. So vertreibt man die Kundschaft aus den Läden« (Madlen). »Ob das im Sinne der Gewerbetätigen in der Stadt ist?« (Conny)Die erwartbaren Reaktionen auf die neue Parkgebührenordnung, die im Stadtrat erst noch beschlossen werden…

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