Daniel Förster

Elberadweg: Freie Fahrt in Pirna

Sächsische Schweiz-Osterzgebirge. In Pirna heißt es für Radfahrer endlich wieder freie Fahrt auf dem Elberadweg. In Heidenau werden Radler hingegen noch bis Jahresende auf eine harte Probe gestellt.

Als letzter Baustein nach der Juni-Flut 2013 wurde nach mehr als elf Monaten Bauzeit die knapp 63 Meter lange Geh- und Radwegbrücke über die Mündung der Gottleuba fertig gestellt und freigegeben. Das Hochwasser vor fünf Jahren hatte das Bauwerk vollständig überflutet. Angeschwemmtes Treibgut hatte den Überbau, samt Widerlager und Pfeilern beschädigt. Der Ersatzneubau bringe einige Vorteile. So steht er mit seinen Widerlagern wesentlich höher über dem Flussbett. Auch dadurch, dass er keinen Mittelpfeiler hat, sollen die Fluten bei Hochwasser so viel Freiraum haben, das sie ungehindert durch die Neukonstruktion fließen können. In Ausnahmefällen kann die Brücke auch von größeren Fahrzeugen genutzt werden. Während der Bauarbeiten an der Gottleuba-Brücke ließ die Stadt Pirna außerdem alle Markierungen am Elberadweg im Stadtgebiet auffrischen.

Zwei Wochen eher fertig

Die (gefühlt) lange Bauzeit von knapp einem Jahr hätte sich zwangsweise vor allem wegen winterlichen Temperaturen, Niederschlägen und hohen Wasserstände der Elbe ergeben, teilt die Stadtverwaltung Pirna auf Anfrage mit. So mussten Ende Januar auf Grund des hohen Wasserstandes der Elbe die Arbeiten unterbrochen werden. Des Weiteren hätte die Fischschonzeit vom 1. Oktober bis zum 15. Juni im Bauablauf berücksichtigt werden müssen. Trotzdem sei man froh, dass der am 14. August 2017 begonnen Bau zwei Wochen vor dem offiziellen Fertigstellungstermin beendet worden ist, so Stadtsprecher Thomas Gockel.

Sperrung in Heidenau: Warum?

Anders die Situation in Heidenau: Obwohl der Radweg zwischen "Villa Else" und "Beach-Bar Heidenau" augenscheinlich nicht direkt von den Arbeiten an der Hochwasserschutzlinie betroffen ist, bleibt er voraussichtlich bis Jahresende noch gesperrt. Grund sei der Baustellenverkehr, teilte die zuständige Landestalsperrenverwaltung (LTV) mit. "Eine Teilöffnung des Radweges ist nicht möglich, da die einzige Zufahrt Hafenstraße von der Baumaßnahme betroffen ist", hieß es weiter. Im April war die Strecke bereits kurz geöffnet, wegen des Oberelbe-Marathons. Das sei abgestimmt und langfristig geplant gewesen, so die LTV. Die Bauarbeiten konzentrieren sich derzeit auf das Gebiet zwischen Papierfabrik (Glatfelder) und Müglitzmündung.

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