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Cyberzentrum Freital: "Gekommen, um zu bleiben"

Freital. Freital bekommt ein Zentrum für Cybersicherheit. Bis zu 200 Arbeitsplätze sollen entstehen. Die Standortsuche läuft. Dienstbeginn ist voraussichtlich noch in diesem Jahr.

Das waren gute Nachrichten, die Bundesinnenminister Horst Seehofer in Freital verkündete. In der Großen Kreisstadt soll ein zweiter Standort des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) entstehen. "Die Bundesrepublik unternimmt große Anstrengungen, um die Cybersicherheit für die Menschen, die Wirtschaft und die Behörden zu gewährleisten. Es ist ein großes Thema der Gegenwart und ein noch größeres für die Zukunft", sagte der Bundesinnenminister. Die Exzellenzbehörde in Freital anzusiedeln sei zudem wesentlicher Beitrag zur Strukturpolitik, so Seehofer bei der Unterzeichnung einer entsprechenden Absichtserklärung.

Dass ausgerechnet Freital den Zuschlag bekommt, geht dem Vernehmen nach auf das Engagement der sächsischen Staatsregierung zurück. Innenminister Prof. Dr. Roland Wöller (CDU), der auch seinen Wahlkreis in Freital hat, habe sich stark dafür gemacht, hieß es. "Unsere Region ist hervorragend geeignet, die Informationstechnik und Cybersicherheit zu bedienen. Das Sillicon Valley sowie die Frauenhofer- und Max-Planck-Institute bilden einen einzigartigen Humus an Wissen. Der BSI-Standort ist nun der Edelstein in einer Krone", sagte Sachsens Innenminister. Er hofft auf Synergieeffekte und die Ansiedlung weiterer Unternehmen und Start-ups der Branche.

Das BSI ist u.a. für die Sicherheit der Regierungsnetze zuständig, zertifiziert digitale Dienstleistungen und informiert die Öffentlichkeit über sicherheitsrelevante Themen im Internet. "Weltweit gibt es gegenwärtig 800 Millionen Schadprogramme", sagte der BSI-Präsident Arne Schönbohm. Zudem würden täglich Angriffe auf die Bundesbehörden registriert. Das neue Cyberzentrum in Freital wird sich hauptsächlich um die Sicherheit im neuen 5G-Übertragungsstandart und den digitalen Verbraucherschutz kümmern. Eine weitere Aufgabe ist die beschleunigte Sicherheitszertifizierung digitaler Anwendungen. Ein Penetrationstester soll in Freital ebenfalls installiert werden. Mit dem Verfahren können Netzwerke auf ihre Sicherheit überprüft werden. "Wir sind gekommen, um zu bleiben", versprach Schönbohm.

Der Zeitplan für die neue Außenstelle der Bonner Behörde ist ambitioniert. Schon dieses Jahr sollen 100 Mitarbeiter am Standort Freital ihre Arbeit aufnehmen, weitere 100 im nächsten Jahr. Nach den Worten von Seehofer solle niemand gegen seinen Willen von Bonn nach Freital beordert werden. Gegenwärtig würden die Ausschreibungen hier in der Region vorbereitet. Wo genau das Cyberzentrum eingerichtet werden soll, ist noch nicht bekannt. Mit der Standortsuche wurde die BImA (Bundesanstalt für Immobilienaufgaben) beauftragt.  

Oberbürgermeister Uwe Rumberg freute sich über die Entscheidung. "Freital empfängt Sie mit offenen Armen", sagte das Stadtoberhaupt. Er hofft, dass örtliche Handwerker bei dem Aufbau des Cyberzentrums zum Zug kommen. 

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Erster Todesfall in Dahme-Spreewald bestätigt

Dahme-Spreewald. Das Gesundheitsamt Dahme-Spreewald bestätigt den ersten Todesfall im Zusammenhang mit dem neuartigen Coronavirus (SARS-CoV-2) im Landkreis. Ein 81 Jahre alter Mann ist am Mittwoch, 01. April 2020, im Achenbach-Krankenhaus in Königs Wusterhausen verstorben. Der Covid-19-Erkankte war seit Längerem intensivmedizinisch behandelt worden und hatte schwere Vorerkrankungen. Dahme-Spreewalds Landrat Stephan Loge: „Wir sind tief betroffen, dass die Pandemie nun auch in unserem Landkreis ein erstes Todesopfer gefordert hat. Unser aufrichtiges Mitgefühl gilt den Angehörigen des Verstorbenen. Im Landratsamt und unserem Krisenstab sind wir weiter in höchster Alarmbereitschaft und versuchen alles zu tun, um unsere medizinischen Einrichtungen bestmöglich zu unterstützen“. Der Krisenstab des Landkreises Dahme-Spreewald hat sich gestern zuvorderst mit der tagesaktuellen Gesundheitslage hinsichtlich der Ausbreitung der Atemwegserkrankung Covid-19 befasst. Vom Labor bestätigt wurden insgesamt 99 positive Fälle der Corona-Infektion im Kreisgebiet: in Königs Wusterhausen (31), Lübben (14), Zeuthen (14), Mittenwalde (9), Schönefeld (6), Wildau (6), Gemeinde Heidesee (6), Amt Schenkenländchen (5), Amt Unterspreewald (4), Eichwalde (1), Gemeinde Heideblick (1), Gemeinde Märkische Heide (1) und Gemeinde Schulzendorf (1). Acht der nachgewiesenen Covid-19-Erkrankten sind zwischenzeitlich genesen. Momentan befinden sich ebenfalls acht Personen in stationärer Behandlung, die übrigen in häuslicher Isolation. Derzeit sind 293 Quarantänen verhängt und 261 als Verdachtsfall eingestufte Personen warten auf ein Testergebnis. Kontaktbeschränkungen verlängert Schwerpunkthema, neben dem Beschaffungsmanagement von Persönlicher Schutzausrüstung (PSA) für medizinische Bedarfe im Landkreis, war in der gestrigen Krisenstabssitzung auch die landesweite Verlängerung der umfangreichen Kontaktbeschränkungen zur Eindämmung der Corona-Pandemie. Seit dem 23. März 2020 gilt in Brandenburg die neue „SARS-CoV-2-Eindämmungsverordnung“ bereits. Grundsätzlich ist damit jeder im öffentlichen Raum verpflichtet, die physischen und sozialen Kontakte zu anderen Menschen außerhalb der Angehörigen des eigenen Hausstands auf ein absolut nötiges Minimum zu reduzieren. Die Kontaktbeschränkungen sind nun durch die Landesregierung nochmals bis zum 19. April 2020 verlängert worden. Zur Durchsetzung dieser Festlegungen ist ein Bußgeldkatalog erlassen worden. Dieser sieht Strafen für wiederholte Verstöße gegen die Regeln von bis zu 25.000 Euro vor. Die Kreisverwaltungsspitze wird sich an diesem Freitag im Rahmen einer Sonderberatung mit den Bürgermeistern und Amtsdirektoren der Dahme-Spreewald-Kommunen zu den Möglichkeiten des Vollzugs von Bußgeldbescheiden im Rahmen der Kontrollen durch die örtlichen Ordnungsämter final abstimmen. „Grundsätzlich beweist die jüngste Lageentwicklung rund um das lebensbedrohliche Coronavirus an sich die Notwendigkeit der verlängerten Kontaktbeschränkungen. Wir erwarten daher, dass sich die Einwohnerinnen und Einwohner strikt an Festlegungen der Eindämmungsverordnung halten. Bei Verstößen wird von der Bußgeldverhängung auch reger Gebrauch gemacht“, sagt Dahme-Spreewalds Gesundheitsdezernent Carsten Saß. Informationen für Bürger und Unternehmer Aktuelle Informationen für Bürger zur neuartigen Coronavirus-Thematik gibt es im Internetauftritt des Landkreises Dahme-Spreewald unter www.dahme-spreewald.info/de/coronavirus . Der Landkreis Dahme-Spreewald hat weiterhin ein Bürgertelefon eingerichtet, das täglich von 8 bis 16 Uhr unter der Rufnummer 03375 26-2146 zu erreichen ist. Relevante Informationen zu Unterstützungsangeboten für Betriebe im Landkreis hat Wirtschaftsförderungsgesellschaft Dahme-Spreewald (WFG) auf ihrer Homepage www.wfg-lds.de zusammengestellt. Für grundlegende Fragen steht den Unternehmern das Team der WFG telefonisch von Montag bis Freitag in der Zeit von 8 bis 16 Uhr unter der Rufnummer 03375 5238-0 zur Verfügung. Für Gefahrenmeldungen zur Corona-Lage ist auch die kostenfreie KATWARN-App zu nutzen, weitere Infos zum Download sind auf der Internetseite www.katwarn.de abrufbar.Das Gesundheitsamt Dahme-Spreewald bestätigt den ersten Todesfall im Zusammenhang mit dem neuartigen Coronavirus (SARS-CoV-2) im Landkreis. Ein 81 Jahre alter Mann ist am Mittwoch, 01. April 2020, im Achenbach-Krankenhaus in Königs Wusterhausen…

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