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23. Heimkinderausfahrt

Sächsische Schweiz-Osterzgebirge. 742 Biker engagieren sich für strahlende Kinderaugen.

 Darauf haben nicht nur die Bewohner von Bad Gottleuba-Berggießhübel 365 Tage gewartet. Die 23. Heimkinderausfahrt der Motorradfreunde Beinhart e.V. ging am vergangenen Wochenende (9./10. Juni) in ihre nächste Auflage und bescherte den zahlreich angereisten Gästen und Kindern aus allen Herren Ländern erneut ein unvergessliches Erlebnis.

742 Biker, darunter 89 Ordner, motorisierte Polizisten, Johanniter, DRK und Bundespolizisten sorgten für eine beeindruckend anzuschauende Motorrad-Kolonne, die sich von Berggießhübel aus langsam den Weg durch die Sächsische Schweiz bahnte. 503 Kinder aus ca. 50 Kindereinrichtungen nahmen an der diesjährigen Ausfahrt teil und fanden auf Bikes, Trikes, Quads, in Beiwagen, auf klassischen und modernen Maschinen eine Mitfahrgelegenheit.

„Entstanden ist die Heimkinderausfahrt 6 km weiter in einem Kinderheim des Landkreises, welches 2004 geschlossen wurde. Damals fand die Ausfahrt noch in einem wesentlich kleineren Rahmen statt und die Jungs suchten nach neuen Möglichkeiten, “ schilderte Thomas Mutze (amtierender Bürgermeister von Bad Gottleuba-Berggießhübel) die Anfänge. „Seit ca. 5 Jahren bin ich nun ebenfalls Vereinsmitglied, sowohl als Privatperson wie auch als Bürgermeister liegt mir das Projekt sehr am Herzen! Den Kindern einen schönen Tag zu bereiten, da muss vieles zusammenspielen und auch in diesem Jahr war es wieder ein toller Tag, dank aller Helfer und Unterstützer, die alles mit vorbereitet und durchgeführt haben.“

Knapp 80 Helfer machten so diese überwiegend ehrenamtlich organisierte Veranstaltung auch in diesem Jahr wieder möglich. Von der Anmeldung bis zu den frisch gelieferten Brötchen für den Rosterstand und die Gulaschkanonen, bis hin zu den selbst gebackenen Kuchen, die aufgebauten Spielgeräte und den in den Himmel aufsteigenden bunten Luftballongrüßen, hinter den Kulissen ging alles Hand in Hand, auch dank des kleinen Sponsorenstammes, der sich über all die Jahre aufgebaut hat. „Die strahlenden Kinderaugen sind alle Mühen wert!“, fasste Mutze den Tag zusammen.

„Mittlerweile ist die Ausfahrt auch ein tolles Aushängeschild für unseren Ort geworden, zu der die Leute von überall her anreisen um teilnehmen zu können und wo entlang der Strecke zahlreiche Zuschauer dabei sind, um die Kolonne vorbei fahren zu sehen.“ Von Berggießhübel führte die diesjährige Tour über verschlungene idyllische Landstraßen bis nach Schmiedeberg, wo kulinarische Köstlichkeiten sowie Programm für die großen und kleinen Mitfahrer warteten. Einzig das Wetter macht der Ausfahrt an diesem Tag einen kleinen Strich durch die Rechnung, denn zur Mittagspause zog Unwetter über das Osterzgebirge und so entschied sich der Veranstalter aus Verantwortung gegenüber den Kindern, Fahrern und Teilnehmen die Ausfahrt einzukürzen und direkt zur anschließenden Party ins Billybad in Berggießhübel zurückzukehren, wo bereits die „Slowly Riders“ und die „Partypiloten“ auf alle Teilnehmer warteten um den Tag musikalisch ausklingen zu lassen.

Doch wie heißt es so schön nach der Heimkinderausfahrt ist vor der Heimkinderausfahrt und so rauchen auch jetzt bereits die Köpfe des Orga-Teams rund um Thomas „Zetti“ Zeligmann für die nächste Veranstaltung im kommenden Jahr!

Mehr Informationen über die Motorradfreunde Beinhart e.V. finden Biker, Motorsportfreunde und potenzielle Unterstützer unter www.motorradfreunde-pirna.de.

Autor: Doreen Müller-Uhlig

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Anti-Drogen-Zug macht Station in Hradek

Zittau. Ein tschechisch-deutsches INTERREG Projekt hat es möglich gemacht, dass der Anti-Drogen-Zug „Revolution-Train“ aus Prag vom 21. bis 23. Juni nach erfolgreichen Tourneen in den Vorjahren in die Euroregion kommt. Leider ist es auf Grund der Bauarbeiten nicht gelungen, den Zug auf dem Bahnhof Zittau zu stationieren, so dass für die deutschen Besucher der Weg nach Hradek erforderlich wird. Der gesamte Vormittag und frühe Nachmittag ist für die Schüler der Zittauer Oberschulen reserviert. Ab 16.10 bis 17.50 Uhr werden im 20-Minuten-Rhythmus deutschsprachige Gruppenführungen für die Öffentlichkeit angeboten. Der Eintritt ist dank der Förderung kostenfrei. Der „Revolution Train“ ist ein multimedialer Ausstellungszug, der in interaktiver und neuartiger Form eine primärere Prävention ermöglicht. Durch die Aktivierung aller menschlichen Sinne mit der 5D-Methode ist es möglich, die Besucher sehr emotional anzusprechen und dessen Sicht auf legale und illegale Suchtmittel zu beeinflussen. Der Zug besteht aus sechs Wagons, vier davon werden vollständig für das Programm genutzt. Jeder der vier Wagen ist unterteilt in drei Bereiche: 1. Kinosaal mit Filmprojektion, 2. Diskussion mit Fachleuten, 3. Ausstellungsraum. Die Wagons wurden im Inneren zu multimedialen interaktiven Räumen umgebaut, in denen sich jeweils in dramatischer Form eine Geschichte über die Ursprünge, Entwicklung und Folgen einer Drogensucht abspielt. Die Besucher werden durch die interaktiven Technologien unmittelbar an der Geschichte beteiligt. Die Bereiche des Zuges stellen Szenen und Räume, wie Drogennest, Gefängnis, Untersuchungsraum einer Polizeistation, Entzugsanstalt und die Stätte eines Autounfalls dar, mit denen man im normalen Leben kaum konfrontiert wird. In diesen Räumen, die sich visuell, durch Geräuschkulisse, Temperatur oder Gerüche unterscheiden, spielt sich auf mehreren Ebenen eine Geschichte über die Ursprünge, Entwicklung und Folgen einer Drogensucht ab.  Ein tschechisch-deutsches INTERREG Projekt hat es möglich gemacht, dass der Anti-Drogen-Zug „Revolution-Train“ aus Prag vom 21. bis 23. Juni nach erfolgreichen Tourneen in den Vorjahren in die Euroregion kommt. Leider ist es auf Grund der Bauarbeiten…

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