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Modellstadt für Fußgänger

Meißen. Meißen wurde jetzt als Modellstadt für den Fußverkehr ausgewählt und ist damit eine von fünf Modellregionen.

Meißen wird als Modellkommune bei der Entwicklung einer Fußverkehrsstrategie vom Fachverband Fußverkehr Deutschland FUSS e.V. unterstützt.

Das Projekt mit dem Titel »Gut gehen lassen - Bündnis für attraktiven Fußverkehr« soll dazu beitragen, die Sicherheit und Attraktivität des zu Fuß Gehens zu erhöhen sowie Stadtverwaltungen entsprechende Maßnahmen und Empfehlungen dafür an die Hand zu geben. Ausgewählt wurden neben Meißen auch Braunschweig, Erfurt, Flensburg und Wiesbaden.

Bis Anfang 2023 wird es in jeder der fünf Städte strategische Gespräche mit der Stadtverwaltung, einen Workshop, einen Fußverkehrs-Check, eine Aktion auf der Straße und eine Begehung mit der Kommunalpolitik – ein so bezeichnetes »Parteiengespräch auf dem Gehweg« – geben. Zudem werden engagierte Bürger für ihren Stadtteil gesucht, so genannte »Quartiers-Geher«, die vom Fachverband Fußverkehr unter anderem eine Schulung für einen Fußverkehrs-Check erhalten. Sie sollen zum Bindeglied zwischen Zivilgesellschaft und Verwaltung werden und ihren Mitbürgern vermitteln, wie sie mit entsprechenden Materialien und Kenntnissen die Kommunalverwaltung bei der Fußverkehrsförderung unterstützen können.

Das Projekt hat eine Laufzeit von zwei Jahren und wird vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit und vom Umweltbundesamt gefördert. Im Vorfeld hatten sich bundesweit 30 Städte beim FUSS e.V. um die Teilnahme an dem Projekt als Modellstadt beworben. »Mit der Teilnahme an diesem Projekt bietet sich in Meißen eine gute Chance, den Stellenwert des Fußgängerverkehrs und aktiver Mobilität als Teil des Umweltverbunds weiter zu stärken, natürlich auch im Hinblick auf die touristischen Fußgängerströme in unserer Stadt«, erklärt Verkehrsplaner Anatoly Arkhipov vom Meißner Bauverwaltungsamt. »Das Zufußgehen ist von Vielfalt geprägt, bildet die natürlichste und älteste Art der Fortbewegung und steht in erster Linie für die Unabhängigkeit von Verkehrsmitteln«, so Arkhipov weiter. Auch OB Olaf Raschke befürwortet den Ausbau der Möglichkeiten für Fußgänger in Meißen. So soll der Fußverkehr künftig stärker in den Planungen berücksichtigt werden.

www.fussverkehrsstrategie.de

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Forst erhält Plakette »Deutsch-sorbische/wendische Stadt«

Forst. Am vergangenen Mittwoch überreichte der Referent des Landesbeauftragten für Angelegenheiten der Sorben/Wenden im Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kultur des Landes Brandenburg, Meto Nowak, an die Forster Bürgermeisterin, Simone Taubenek, die Plakette »Deutsch-sorbische/wendische Stadt«, die jede Stadt im angestammten Siedlungsgebiet der Sorben/Wenden erhält. Die Bürgermeisterin bedankte sich und versprach, dass diese Plakette einen würdigen Platz im Rathaus finden wird. Die Forster Stadtbibliothek erhielt zudem ein sorbisches/wendisches Medienpaket. Es beinhaltet sorbische/wendische Literatur, Informationen über die sorbische/wendische Geschichte und Kultur sowie Materialien zum Spracherwerb. Darunter zweisprachige Kinderliteratur, Spiele zur Sprachförderung, Sachliteratur zur Brauchtumspflege, Sprachkurse sowie biografische Romane. Initiiert worden ist das Projekt von der sorbischen wissenschaftlichen Gesellschaft Masica Serbska und dem Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kultur des Landes Brandenburg. Die Medien stehen künftig allen Kunden der Stadtbibliothek zum Ausleihen zur Verfügung, betonte die Leiterin der Einrichtung Doreen Sawall. Insgesamt erhalten 16 kommunale Bibliotheken im angestammten Siedlungsgebiet der Sorben/Wenden diese Medienpakete. Hinweis: Aufgrund technischer Probleme können gegenwärtig leider keine Fotos angezeigt werden. Wir bitten um Verständnis.Am vergangenen Mittwoch überreichte der Referent des Landesbeauftragten für Angelegenheiten der Sorben/Wenden im Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kultur des Landes Brandenburg, Meto Nowak, an die Forster Bürgermeisterin, Simone Taubenek,…

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