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Nach der Sommerpause ran ans Konzept

Weißwasser. Ende Juni wurde im Stadtrat in Weißwasser einstimmig beschlossen, ein neues Wirtschaftsförderkonzept für die Stadt zu erstellen. Jetzt steht die Frage im Raum: Wann geht’s weiter?

Anfang des Jahres hatten sowohl die Linke als auch die AfD Anträge für ein neues Wirtschaftsförderkonzept eingebracht. Die Linke wollte das alte Konzept fortschreiben, die AfD gleich ein neues erstellen. Durch Corona blieben die Anträge zwar bis Juni liegen, dann einigte sich der Stadtrat allerdings darauf, dass für die Glasmacherstadt ein neues Konzept erstellt werden soll. „Am Ende kam ein Kompromiss zustande, der beide Anträge verknüpft“, sagt der AfD-Fraktionsvorsitzend Jens Glasewald. Das habe geklappt, weil sich der Oberbürgermeister dafür eingesetzt habe und alle Parteien mitzogen.

Jetzt gilt es also, wichtige Fragen zu klären. Wie stellt sich Weißwasser für den Strukturwandel auf. Was will die Stadt, wie kann man es finanzieren, welche Flächen stehen für Neuansiedlungen zur Verfügung und wie viele Wirtschaftsförderer werden in Weißwasser arbeiten?

Nur wann geschieht das? Gegründet werden soll eine Arbeitsgruppe unter Vorsitz des Oberbürgermeisters. Mit ins Boot geholt werden sollen die ENO und die ASG Spremberg. Die Spremberger Wirtschaftsförderer sollen dafür sorgen, dass sich die landkreisübergreifende Zusammenarbeit verbessert.

Weiter geht’s nach der Sommerpause

„Wir sind in den Vorbereitungen und haben mit ENO und ASG Kontakt aufgenommen“, erklärt Stadtsprecher Wulf Stibenz. Wenn die Ausschüsse nach der Sommerpause wieder zusammenkommen, werde die Stadt über den Stand informieren. Dann gibt es auch eine Abfrage bei den Stadträten, wer sich in der zu gründenden Arbeitsgruppe engagieren will. 

Neben der Sommerpause gibt es noch einen Grund, der ein jetziges Zusammenkommen der AG verhindert. Noch ist der Haushalt der Stadt nicht genehmigt. Zwar dürfte sich das in Weißwasser nach drei Jahren Nothaushalt ändern, weil die Kreisverwaltung an der Erstellung des Etats beteiligt war, noch ist es aber nicht soweit. „Für das Wirtschaftsförderkonzept müssen wir Geld in die Hand nehmen“, sagt Wulf Stibenz. Das gehe aber erst, wenn der Haushalt genehmigt ist und damit auch der Stellenplan steht.

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Ärzte musizieren gegen Corona

Dresden. Die 21-jährige Medizinstudentin und Hobby-Trompeterin Hanna Schneider kann es kaum erwarten: Monatelang waren alle Auftrittsmöglichkeiten ausgefallen, Proben mussten lange aussetzen. Deshalb freut sich Hanna nun umso mehr auf das Benefizkonzert der Bundesärztephilharmonie, das am 27. September, 18 Uhr, im Dresdner Kulturpalast stattfindet. Musik als Medizin in der Krise Die Bundesärztephilharmonie ist ein Projektorchester aus Medizinern, das sich einmal im Jahr zusammenfindet, um vor allem seltener gespielte Werke für große Orchesterbesetzungen einzustudieren. Bisher trat das Orchester immer in Hamburg auf, für dieses Jahr war erstmals ein großes Konzert im Dresdner Kulturpalast geplant. Corona machte dem einen Strich durch die Rechnung. Aber einfach verschieben, das kam für Dr. Michael Scheele, den Gründer der Bundesärztephilharmonie, nicht in Frage. »Mir ist es wichtig zu zeigen, dass Kultur und Musik auch in einer schweren Krise wichtig sind, um die Menschen aufzubauen. Als Mediziner sind wir zwar alle auch gerade an vielen anderen Stellen gefragt, aber um professionell arbeiten zu können, braucht es auch immer einen Ausgleich – deshalb spielen wir trotz Corona dieses Konzert«, so Dr. Scheele, der über viele Jahre als Gynäkologe in leitender Position in einem Hamburger Krankenhaus tätig war. Streng nach Corona-Regeln Kurzerhand wurde das Programm von einer großen auf eine kleinere Orchesterbesetzung zusammengestutzt, um den aktuellen Hygieneauflagen gerecht zu werden. Auf der Bühne finden knapp 50 Menschen Platz, im Publikum 800. Für Hanna Schneider ist diese kleine Besetzung mit großem Sicherheitsabstand zwischen den Musikern eine ganz besondere Herausforderung. »Da man vor allem über die Körpersprache kommuniziert und gemeinsam atmet, wird das Zusammenspiel deutlich schwerer«, erklärt sie. Neben Mozart, Milhaud, Ives und Beethoven steht an diesem Abend aber vor allem auch der Benefizgedanke im Vordergrund. Denn sämtliche Einnahmen des Konzertes kommen der weltweiten Corona-Nothilfe von arche noVa zu Gute. Tickets für das Benefizkonzert gibt es natürlich auch beim WochenKurier. Die 21-jährige Medizinstudentin und Hobby-Trompeterin Hanna Schneider kann es kaum erwarten: Monatelang waren alle Auftrittsmöglichkeiten ausgefallen, Proben mussten lange aussetzen. Deshalb freut sich Hanna nun umso mehr auf das Benefizkonzert der…

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