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Drei regionale Versorger arbeiten zusammen

Weißwasser. Mit dem Fernwärmebezug aus der Braunkohleverstromung ist 2038 Schluss. Die Versorger müssen sich deshalb etwas Neues einfallen lassen. Um Lösungen zu finden, haben sich Unternehmen aus Hoyerswerda, Spremberg und Weißwasser jetzt zusammengetan.

Am 3. Juli 2020 hat die Bundesregierung das Kohleausstiegs- und Strukturstärkungsgesetz beschlossen. Spätestens 2038 werden die Kohlekraftwerke der LEAG in Schwarze Pumpe und Boxberg vom Netz genommen. Die Versorgungsunternehmen aus Hoyerswerda, Spremberg und Weißwasser stehen vor der Aufgabe, ihren Fernwärmebezug neu aufzustellen. Das heißt den aktuellen Fernwärmebezug aus der Braunkohleverstromung durch klimaneutrale und wirtschaftliche Lösungen zu ersetzen.

Unter dem Slogan „Wir sorgen für ein WohLig warmes zu Hause“ haben die Stadtwerke Weißwasser (SWW), die Versorgungsbetriebe Hoyerswerda (VHB) und die Städtischen Werke Spremberg eine Interessengemeinschaft gegründet. In ihr sollen die Interessen, Kompetenzen und Ressourcen der drei Versorgungsunternehmen gebündelt werden. Ziel ist die Ermittlung und Umsetzung langfristiger Energie- und Wärmeversorgungslösungen für die Region. Im Mittelpunkt stehen Versorgungssicherheit, Bezahlbarkeit und Wirtschaftlichkeit, Nachhaltigkeit und Teilhabe an der Wertschöpfung für die Menschen, Städte und Unternehmen in der Lausitz. Die Bürgermeister der Städte Hoyerswerda und Weißwasser und die Bürgermeisterin von Spremberg unterstützen das Projekt und sehen darin die aktive Mitgestaltung des Strukturwandels in der Lausitz, der durch die Mittel aus dem Strukturstärkungsgesetz auf Länder- und Bundesebene flankiert werden muss.

Die Arbeit der Interessengemeinschaft ist zunächst bis zum Jahr 2022 fixiert. Geplant sind regelmäßige Arbeitsrunden mit Wissens- und Ressourcentransfer. Die Erweiterung der Partnerschaft um weitere regionale Energieversorger, Kooperationen mit Forschung und Wissenschaft sowie die Prüfung gemeinsamer Teilnahme an Förderprojekten sind weitere Aufgabenfelder. Mit der Interessengemeinschaft wollen die drei Versorger eine Plattform schaffen, um gemeinsam für die Interessen der Lausitzer Energieversorgung in der Öffentlichkeit, Politik und Verwaltung sowie auf Länder- und Bundesebene zu werben.

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Ärzte musizieren gegen Corona

Dresden. Die 21-jährige Medizinstudentin und Hobby-Trompeterin Hanna Schneider kann es kaum erwarten: Monatelang waren alle Auftrittsmöglichkeiten ausgefallen, Proben mussten lange aussetzen. Deshalb freut sich Hanna nun umso mehr auf das Benefizkonzert der Bundesärztephilharmonie, das am 27. September, 18 Uhr, im Dresdner Kulturpalast stattfindet. Musik als Medizin in der Krise Die Bundesärztephilharmonie ist ein Projektorchester aus Medizinern, das sich einmal im Jahr zusammenfindet, um vor allem seltener gespielte Werke für große Orchesterbesetzungen einzustudieren. Bisher trat das Orchester immer in Hamburg auf, für dieses Jahr war erstmals ein großes Konzert im Dresdner Kulturpalast geplant. Corona machte dem einen Strich durch die Rechnung. Aber einfach verschieben, das kam für Dr. Michael Scheele, den Gründer der Bundesärztephilharmonie, nicht in Frage. »Mir ist es wichtig zu zeigen, dass Kultur und Musik auch in einer schweren Krise wichtig sind, um die Menschen aufzubauen. Als Mediziner sind wir zwar alle auch gerade an vielen anderen Stellen gefragt, aber um professionell arbeiten zu können, braucht es auch immer einen Ausgleich – deshalb spielen wir trotz Corona dieses Konzert«, so Dr. Scheele, der über viele Jahre als Gynäkologe in leitender Position in einem Hamburger Krankenhaus tätig war. Streng nach Corona-Regeln Kurzerhand wurde das Programm von einer großen auf eine kleinere Orchesterbesetzung zusammengestutzt, um den aktuellen Hygieneauflagen gerecht zu werden. Auf der Bühne finden knapp 50 Menschen Platz, im Publikum 800. Für Hanna Schneider ist diese kleine Besetzung mit großem Sicherheitsabstand zwischen den Musikern eine ganz besondere Herausforderung. »Da man vor allem über die Körpersprache kommuniziert und gemeinsam atmet, wird das Zusammenspiel deutlich schwerer«, erklärt sie. Neben Mozart, Milhaud, Ives und Beethoven steht an diesem Abend aber vor allem auch der Benefizgedanke im Vordergrund. Denn sämtliche Einnahmen des Konzertes kommen der weltweiten Corona-Nothilfe von arche noVa zu Gute. Tickets für das Benefizkonzert gibt es natürlich auch beim WochenKurier. Die 21-jährige Medizinstudentin und Hobby-Trompeterin Hanna Schneider kann es kaum erwarten: Monatelang waren alle Auftrittsmöglichkeiten ausgefallen, Proben mussten lange aussetzen. Deshalb freut sich Hanna nun umso mehr auf das Benefizkonzert der…

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