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Zweiter Anlauf im neuen Beratungscenter

Zittau. Bei Nestor in Zittau gibt’s eine zweite Eröffnung. Das Beratungscenter gibt es schon seit Oktober, aber Corona hat alles ausgebremst.

Der Süden des Landkreises war für Nestor bis vor kurzem so etwas wie ein Sorgenkind. In Löbau, Görlitz und Weißwasser ist das Bildungsinstitut schon länger vertreten. Wer aus Oybin, Zittau oder Jonsdorf Hilfe bei der beruflichen Weiterbildung brauchte, der musste weite Wege auf sich nehmen. »Wir haben im vergangenen Jahr auch durch Gespräche mit unseren Auftraggebern entschlossen, in Zittau einen neuen Standort zu eröffnen«, erzählt Tina Viel, Standortkoordinatorin für Nestor im Landkreis Görlitz. Auftraggeber sind das Jobcenter und die Agentur für Arbeit. Arbeitssuchende, vor allem Langzeitarbeitslose, werden an Nestor vermittelt und bekommen hier verschiedene Coachings.

Entstanden ist im Sommer ein Beratungscenter auf der Bautzner Straße 6. Ende Oktober öffneten sich die Türen erstmals, im November musste man aber schon wieder schließen. Im Dezember begannen dann einige Coachings, die aber auch unterbrochen werden mussten. Anfang des Jahres sah es nicht viel besser aus. Beratungsgespräche fanden teilweise als Spaziergang oder per Videokonferenz statt. Kurzum, der Start lief coronabedingt nicht nach Plan.

Deswegen gibt es bald einen zweiten Anlauf. Das Beratungscenter in Zittau wird am 1. Juli von 10 bis
18 Uhr nochmal feierlich eröffnet. Wer Interesse hat, kann einfach vorbeischauen und bekommt auf Wunsch auch schon eine erste Beratung. Dazu werden Mitarbeiter aus den verschiedenen Themengebieten vor Ort sein. Danach ist das Center zunächst mittwochs und freitags von 8 bis 13.30 Uhr besetzt. In dieser Zeit kann man einfach vorbeischauen und sich beraten lassen. Wer außerhalb dieser Zeiten ein Beratungsgespräch in Zittau möchte, der muss vorher einen Termin vereinbaren (03583/5179920).

Angeboten werden sieben verschiedene Coachings, beispielsweise zu Themen wie beruflicher Entwicklung, Sprache, Gesundheit, beruflicher Orientierung und Ausbildung und Bewerbung. »Das alles sind Einzelcoachings, bei denen wir gezielt auf unser Klientel eingehen«, sagt Tina Viel. Man muss auch nicht darauf warten, von Jobcenter oder der Agentur für Arbeit vermittelt zu werden, sondern kann sich direkt melden. Das erste Beratungsgespräch ist immer kostenlos. Und normalerweise bleiben die Coachings das auch, werden von Jobcenter und Agentur bezahlt. »Wir unterstützen Teilnehmer die sich auf eigene Initiative bei uns melden auch dabei, eine Förderung zu bekommen«, so Viel.  In den vergangenen Wochen und Monaten seien aber auch vermehrt Anfragen beispielsweise von Menschen in Kurzarbeit und von Selbstständigen gekommen, deswegen will Nestor auch Angebote für Selbstzahler einrichten. Das ist allerdings noch Zukunftsmusik, hier läuft die Planung noch. 

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Glaubitz und Bärnsdorf mit Hilfe von oben

Glaubitz. Die Feuerwehren in Glaubitz und Bärnsorf haben kürzlich eine neue technische Ausstattung übernommen. Künftig können die Kameraden der Wehren auch Drohnen für die Klärung des Einsatzgeschehens aus der Luft einsetzen. Die Übergabe erfolgte im Beisein von Radeburgs Bürgermeisterin Michaela Ritter, des Glaubitzer Bürgermeisters Lutz Thiemig sowie Kameraden der Feuerwehr Glaubitz in Bärnsdorf statt. Bei den technischen Daten ist die neue Drohne selbstredend moderner. Sie fliegt länger und weiter und kann auch bei Regen zum Einsatz kommen. Auch die eingebauten Kameras liefern weitaus bessere Bilder, wovon sich die Kameraden bei Testflügen überzeugen konnten. Einzig bei der Geschwindigkeit von rund 55 km/h nehmen sich beide Modelle nichts. Die Freude über die jeweils neue Drohne war gleichwohl bei den Kameraden der beiden Feuerwehren zu spüren, die das Treffen zum weiteren Erfahrungsaustausch nutzten. Drohnen an zwei Standorten im Landkreis bieten nicht nur die Sicherheit einer Rückfallebene, sondern da sie geografisch gut über den Landkreis verteilt sind auch schnellere Einsatzmöglichkeiten. Grundlage für die örtliche Zuordnung ist die Einhaltung der Hilfeleistungsfrist. Die Stationierung basiert auf dem Drohnenkonzept des Landkreises. So wird die in Bärnsdorf stationierte Drohne vorrangig für das Gebiet, das in etwa dem Altlandkreis Meißen entspricht, eingesetzt. Die Drohne in Glaubitz bedient vorrangig das Gebiet des Altlandkreises Riesa-Großenhain. Mit dem Einsatz von Drohnen zur Unterstützung der Feuerwehren hat sich der Landkreis Meißen seit 2016 beschäftigt, die erste Drohne wurde 2019 angeschafft. Mittlerweile sind mehr als 20 Kameraden in Bärnsdorf und Glaubitz für den Flug einer Drohne ausgebildet. 2020 waren über 60 Einsätze für die Drohnen zu verzeichnen, bei ganz unterschiedlichen Problemlagen – bei Waldbränden wie bei Gebäudebränden.Die Feuerwehren in Glaubitz und Bärnsorf haben kürzlich eine neue technische Ausstattung übernommen. Künftig können die Kameraden der Wehren auch Drohnen für die Klärung des Einsatzgeschehens aus der Luft einsetzen. Die Übergabe erfolgte im Beisein…

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