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Tote Wasservögel am Quitzdorfer Stausee

Am Uferbereich des Quitzdorfer Stausees sind in den vergangenen Tagen mehrere tote Wasservögel gefunden worden. Deshalb bittet das Lebensmittelüberwachungs- und Veterinäramt des Landkreises Görlitz dringend den Uferbereich des Stausees zu meiden. Hintergrund ist die aktuell in hoher Zahl in Deutschland nachgewiesene Geflügelpest in den Wildvogelbeständen. „Jegliches tot aufgefundene Wassergeflügel sollte grundsätzlich nicht angefasst werden“, teilt das Landratsamt mit. Wer selbst tote Tiere entdeckt, sollte diese dem Veterinäramt unter veterinaeramt@kreis-gr.de melden.

Bereits am 15. Januar waren teile des Landkreises per Allgemeinverfügung zum Risikogebiet der Geflügelpest erklärt worden. In den betroffenen Gebieten muss Geflügel aufgestallt werden.  Seit September vergangenen Jahres sind in Deutschland über 500 Fälle von Geflügelpest (HPAI-hochpathogener aviärer Influenza) aufgetreten. Über 300000 Tiere aus Nutzgeflügelbeständen mussten seitdem bereits getötet werden. Mitte November wurde in Torgau der erste Fall in Sachsen bei Wildenten nachgewiesen, wenig später, am 24. Dezember kam es zu einem Ausbruch in einer Gänsehaltung bei Grimma. Vier Tage später wurde ein weiterer Ausbruch in einer Hühner-Haltung bei Grimma festgestellt.

Das Friedrich-Loeffler-Institut, Bundesforschungsinstitut für Tiergesundheit (FLI), hatte bereits im Oktober eine erhöhte Wachsamkeit gegenüber Wildvogel-Totfunden und eine Überprüfung der Biosicherheitsmaßnahmen in den Geflügelhaltungen empfohlen. „Vorbeugen ist immer besser, als später Tierseuchenbekämpfung durchführen zu müssen“, so der Präsident des FLI, Prof. Thomas C. Mettenleiter, damals.

Gefahr für den Menschen?

„Geflügelpest ist für Hausgeflügel hochansteckend und verläuft mit schweren allgemeinen Krankheitszeichen. HPAIV, aber auch einige LPAIV können bei Exposition gegenüber einer hohen Infektionsdosis auch auf den Menschen übertragen werden und dort tödlich verlaufende Erkrankungen auslösen“, schreibt das FLI aus seiner Website. Allerdings ist eine Übertragung nach derzeitigen Erkenntnissen nur bei „engem Kontakt mit erkrankten oder verendeten Vögeln sowie deren Produkten oder Ausscheidungen“ möglich, schreibt das Robert Koch-Institut. In Deutschland sind laut RKI bisher keine Erkrankungen beim Menschen nachgewiesen worden. Trotzdem nochmals der Hinweis: Sollten Sie tote Wasservögel finden, fassen Sie diese nicht an. Melden Sie den Fundort dem Veterinäramt: veterinaeramt@kreis-gr.de.

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Meißen überschreitet 200-Inzidenz

Meißen. Gegenüber gestern sind im Landkreis Meißen weitere 120 positiv auf das SARS-CoV-2-Virus getestete Personen hinzugekommen. Damit gibt es bislang insgesamt 14.991 positiv getestete Personen. Von diesen befinden sich gegenwärtig 753 Personen in behördlich angeordneter Quarantäne. Zudem sind 546 Kontaktpersonen von positiven Fällen in behördlich angeordneter Quarantäne zu verzeichnen. Unabhängig vom Status der Quarantäne sind aktuell 62 Einwohnerinnen und Einwohner des Landkreises Meißen als stationär aufgenommen erfasst. Davon werden zehn auf der Intensivstation behandelt. Weiterhin unverändert beläuft sich die Zahl der Verstorbenen auf bislang insgesamt 572 Personen. Der 7-Tage-Inzidenzwert des RKI für den Landkreis Meißen beträgt heute 215,5. Damit wurde die Marke von 200 erstmals seit 22. Januar 2021 wieder überschritten. Auswirkungen auf die derzeit geltenden Regelungen hat dies vorerst nicht. So wären bspw. bei einer fünf Tagen andauernden Überschreitung des Inzidenzwertes von 200 Versammlungen auf eine Teilnehmerzahl von maximal 200 Personen begrenzt. Die durch den Landkreis Meißen entsprechend der Sächsischen Corona-Schutz-Verordnung am 6. April 2021 ermöglichten Öffnungsschritte sind erst aufzuheben, wenn das festgelegte Maximum von 1.300 mit an COVID-19 Erkrankten belegten Krankenhausbetten auf der Normalstation im Freistaat Sachsen überschritten wird. Mit Stand 13. April betrug die Bettenauslastung laut offizieller Website des Freistaates Sachsen 1.205, jedoch mit steigender Tendenz. Im Landkreis Meißen haben nunmehr vier weitere Testzentren eröffnet: Im Testzentrum Markthalle Staucha (Thomas-Müntzer-Platz 2) werden von Montag bis Freitag jeweils von 6 bis 9 Uhr und von 15 bis 17 Uhr kostenlose Schnelltests durchgeführt. Das Testzentrum in Lommatzsch (Oschatzer Straße 2) hat von Montag bis Freitag von 8 bis 18 Uhr und am Samstag von 9 bis 14 Uhr geöffnet. Zwei weitere Testzentren bieten auch in der Stadt Meißen kostenlose Schnelltestmöglichkeiten an: Sowohl das Testzentrum Meißen Markt (Markt 3) als auch das Testzentrum Meißen Filmpalast (Theaterplatz 14) haben von Montag bis Samstag von 9 bis 18 Uhr geöffnet. Die Adressen, Kontaktmöglichkeiten und Öffnungszeiten aller nunmehr 22 Testzentren im Landkreis finden Interessierte auf der Website des Landkreises Meißen www.kreis-meissen.de unter Landratsamt – Gesundheitsamt – Coronavirus. Gegenüber gestern sind im Landkreis Meißen weitere 120 positiv auf das SARS-CoV-2-Virus getestete Personen hinzugekommen. Damit gibt es bislang insgesamt 14.991 positiv getestete Personen. Von diesen befinden sich gegenwärtig 753 Personen in…

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