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Tierpark Görlitz: Jahreskarte wird zur digitalen Dauerkarte

Pünktlich zur Wiedereröffnung am vergangenen Montag konnte der Tierpark Görlitz gemeinsam mit dem Start-Up zoo2go eine technische Neuerung umsetzen. Ab sofort werden alle Jahreskarten nur noch online als Dauerkarten über zoo-goerlitz.de/online-tickets verkauft.

Direktor Dr. Sven Hammer freut sich über die Neuerung: „Dieser Schritt erleichtert uns erheblich, die aktuellen Auflagen zur Erfassung von Kontaktdaten und Besuchsterminen umzusetzen. Ein kurzer Scan der digitalen Karte ersetzt das aufwändige Sammeln von Formularen. Das ist auch für unsere Besucher wieder ein Zugewinn, schneller kann man kaum in den Tierpark kommen.“ In den ersten zwei Tagen wurden bereits über 100 Dauerkarten verkauft.

Mit der Umstellung fallen gleichzeitig die Familientarife weg, die Jahreskarte für Ermäßigte wird jedoch günstiger (von 19,90 auf 14,90 Euro). Aus Gründen der Nachhaltigkeit ist vorrangig die Speicherung der Karte auf dem eigenen Smartphone vorgesehen, auf Wunsch kann aber zusätzlich eine Chipkarte per Post bestellt werden. Übrigens eignet sich die digitale Karte auch ideal als Geschenk. Einfach online kaufen und anschließend vom Beschenkten innerhalb von 30 Tagen selbst aktivieren lassen.

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Wetter '21 in Dresden: Eigentlich normal

Dresden. Stell dir vor, es ist Klimawandel und keiner merkt‘s. Klingt provokativ, zugegeben. Aber mit Blick auf die meteorologischen Daten, die das vergangene Jahr hinterließ, steht fest: Die große Hitze, die uns die drei vorangegangenen Jahre brachten und auch der große Wassermangel blieben aus. 2021 war wettertechnisch ein ziemlich normales bis unterdurchschnittliches Jahr. Übrigens mit einer  Jahresdurchschnittstemperatur in Dresden von gerademal 9,6 Grad Celsius – nach sieben Jahren wurde damit die 10-Grad-Marke erstmalig wieder unterschritten. Witterung im Detail, Monat für Monat Der Januar startete sehr trüb und bescherte uns nur 26 Stunden Sonne, weniger als halb so viel im Vergleich zum Mittelwert 1991 bis 2020. Es war der trübste Januar seit 1977, als es die Sonne nur auf 24 Stunden brachte. Der Februar kam mit Winter satt: Eine über mehrere Tage geschlossene Schneedecke machte Rodeln und Skifahren im Elbtal möglich. Am 10. Februar sank das Thermometer auf minus 16,2 Grad und brachte damit den kältesten Tag des Jahres 2021. Dann brachte der Februar noch »Blutschnee« (Saharastaub) und am 25. Februar 20 Grad plus dank Hoch »Ilonka« mit sich. Extremer geht‘s kaum. Im März kommt bekanntlich der Frühling ins Land, doch der 2021er war nicht so toll: Er war der drittkälteste der letzten 30 Jahre. Um 1,9 Grad lag die mittlere Frühlingstemperatur unter dem Mittelwert 1991 bis 2020. Besonders der April zeigte uns die kalte Schulter. Mit 6,4 Grad Celsius im Monatsmittel war es der viertkälteste April seit 1961. Die zehn Spätfrosttage, die er uns brachte, gab es statistisch letztmalig 1997. Der Mai schließlich? Durchwachsen, nicht der Rede wert. Was brachte der Sommer? Ganze vier heiße Tage, an denen über 30 Grad erreicht oder überschritten wurden. Das ist die geringste Zahl seit neun Jahren. Allerdings konnte der Juni als zweitwärmster seit 1961 punkten. So kletterte am 19. Juni das Thermometer auf 33,6 Grad, an der Messstation Klotzsche sogar auf 37,3 Grad. Zugleich landete der Juni 2021 als viertnassester Juni seit 1961 in der Statistik. Mit einer Regensumme von 128 Millimetern wurde die doppelte Regenmenge im Vergleich zum Mittelwert der Jahre 1991 bis 2020 gemessen. Der Juli? Brachte überdurchschnittlich viel Regen. Mit einer Monatssumme von 129 Millimetern war er der achtnasseste Juli seit fünzig Jahren. Blicken wir auf den Herbst zurück: »Normal schön« war der September, doch der Oktober kam schon wieder als der vierttrockenste seit 1961 daher. Und er fegte am 21. Oktober mit Herbststurm »Ignatz« und Windstärke 11 über Sachsen. In Klotzsche wurden Orkanböen von 119,2 Stundenkilometern gemessen. Parks und Gärten machten dicht, der Regionalverkehr war eingestellt. Viele Bäume fielen dem Sturm zum Opfer und die Feuerwehr war im Dauereinsatz. An den Winter können wir uns noch gut erinnern, denn wir befinden uns noch in ihm. Der Dezember brachte seit vielen Jahren wieder mal eine Überraschung: Kleine weiße Flocken fielen in der Nacht zum ersten Weihnachtsfeiertag vom Himmel und hüllten alles in eine zarte weiße Decke. Minus 10,4 Grad zeigten die Messeinrichtungen vom 24. zum 25. Dezember an und mit einer Maximumtemperatur von minus 1,1 Grad an einem Tag war es so kalt wie letztmalig 2010. Seinen letzten großen Auftritt hatte der Dezember, wie es sich gehört, am 31.: Hoch »Christine« brachte sehr milde Atlantikluft aus dem Süden und verabschiedete das Jahr mit 16,2 Grad, gemessen in der Messtation am Bahnhof Neustadt. Hinweis: Aufgrund technischer Probleme können gegenwärtig leider keine Fotos angezeigt werde. Wir bitten um Verständnis. Stell dir vor, es ist Klimawandel und keiner merkt‘s. Klingt provokativ, zugegeben. Aber mit Blick auf die meteorologischen Daten, die das vergangene Jahr hinterließ, steht fest: Die große Hitze, die uns die drei vorangegangenen Jahre brachten und…

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