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Suchtprävention im Kino

Görlitz. Vergangene Woche hieß es für einige Schüler des Landkreises: Kino statt Klassenzimmer. Im Rahmen der „JugendFilmTage“ befassten sich die Schüler im Görlitzer Kino mit den Themen Nikotin und Alkohol.

Die aktuellen Studien der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) zum Suchtmittelkonsum belegen den Erfolg einer kontinuierlichen Präventionsarbeit. „Mit einer Raucherquote von 7,4 Prozent bei den 12- bis 17-Jährigen im Jahr 2016 liegt der Anteil der rauchenden Jugendlichen auf einem historischen Tiefstand“, betont Dr. Heidrun Thaiss, Leiterin der BZgA. „Auch beim Alkoholkonsum Jugendlicher zeigt sich eine positive Gesamtentwicklung. Mehr als ein Drittel der 12- bis 17-Jährigen trinken keinen Alkohol. Entwarnung kann jedoch nicht gegeben werden. Denn immerhin 10 Prozent der Jugendlichen trinken regelmäßig Alkohol. Deshalb ist es zur Förderung einer kritischen Haltung gegenüber Suchtmitteln unverzichtbar, die Jugendlichen gemeinsam mit Ländern und Kommunen in ihrer Lebenswelt mit Informationen und Angeboten der Suchtprävention – wie den JugendFilmTagen – zu erreichen.“

Die Idee der Jugendfilmtage ist folgende: Filme können wichtige emotionale Impulse setzen, damit sich Jugendliche mit dem Thema Alltagsdrogen auseinandersetzen. Dies gilt vor allem dann, wenn die Filminhalte im Schulunterricht vor- und nachbereitet werden. Zur Eröffnung der JugendFilmTage zeigten die Veranstalter den Spielfilm „LOL – Laughing Out Loud“. Weiterhin sind die Filme „Tschick“, „Das Lächeln der Tiefseefische“, „The Spectacular Now“, „Thank You For Smoking!“ und „Nick & Norah“ zu sehen. Vor den Filmvorführungen können die Schüler ihr Wissen über Nikotin und Alkohol unter anderem bei dem Quiz „Weißt du Bescheid?“ oder dem Fragenduell „Denk mit und zeig, was du drauf hast“ testen. Beim „Bauplatz – Was hält dein Leben zusammen?“ bauen die Jugendlichen eine Lebensmauer aus Bausteinen, die zu einem glücklichen Leben gehören und beantworten sich die Frage, was passiert, wenn einer der Steine wegfällt: sind Alkohol und Nikotin eine Alternative? Für begleitende Lehrkräfte wird an den Kinotagen ein Informationsangebot bereitgestellt.

Die JugendFilmTage des BZgA werden mit Unterstützung des Verbandes der Privaten Krankenversicherung e.V. (PKV) durchgeführt und sind Teil der bundesweiten Jugendkampagnen „rauchfrei!“, „Null Alkohol - Voll Power“ und „Alkohol? Kenn dein Limit.“ der BZgA. Rund 250 Jugendliche im Alter von 12 bis 19 Jahren nahmen gemeinsam mit ihren Lehrkräften am 7. und 8. Juni an der Aktion im Filmpalast-Theater Görlitz teil.

Folgende Institutionen beteiligten sich an der Aktion: Filmpalast-Theater Görlitz; CJD Jugendhilfebüro Löbau, Erz. Kinder-und Jugendschutz im LK Görlitz; Landkreis Görlitz, Jugendamt; Landkreis Görlitz, Gesundheitsamt; Landkreis Görlitz, Schul- und Sportamt; Landkreis Görlitz, Kriminalpräventiver Rat; Fach- und Koordinierungsstelle für Suchtprävention in Sachsen; PsBB Sucht- und Beratungsstelle Görlitz Sozialteam; KINDERLAND Sachsen e.V., KJFZ Oberland; CVJM Löbau e.V.; BBZ Bautzen, Schulsozialarbeit Pestalozzi-OS Löbau; Internationaler Bund – IB, Jugendberatung Ebersbach.

 

Die Jugendfilmtage werden in 21 Regionen Deutschlands, darunter der Landkreis Görlitz, durchgeführt.

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Erfolgreicher Schlag gegen Rauschgifthändler

Sachsen. In einem von der Staatsanwaltschaft Dresden, dem Zollfahndungsamt Dresden und der Polizeidirektion Dresden geführten Verfahren wurden am 10. Januar zwei Wohnungen, eine Pension sowie eine Werkstatthalle im Bereich Südbrandenburg durchsucht. Dabei gelang es, rund 160 Gramm Kokain, 800 Ecstasy-Tabletten, 8 Gramm Crystal sowie 170.000 Euro Bargeld sicherzustellen. Der Schwarzmarktpreis der sichergestellten Betäubungsmittel beläuft sich auf circa 20.000 Euro. Ein 30 Jahre alter deutscher Beschuldigter wurde von Spezialkräften der Sächsischen Polizei in einer Ferienwohnung bei Finsterwalde festgenommen. Auf Antrag der Staatsanwaltschaft Dresden erließ das Amtsgericht Dresden am 11. Januar Haftbefehl gegen den Mann und ordnete die Untersuchungshaft an. Der Festgenommene steht im Verdacht, seit mindestens Herbst 2017 Handel mit Betäubungsmitteln – insbesondere mit der gefährlichen Droge Crystal – getrieben und sich damit seinen Lebensunterhalt verdient zu haben. Den Durchsuchungsmaßnahmen gingen umfangreiche Ermittlungen der beteiligten Behörden voraus. Diese ermittelten seit November gegen eine deutschstämmige Tätergruppierung aus dem Raum Dresden, welche im Verdacht stand, Betäubungsmittel nach Deutschland einzuschmuggeln sowie selbst herzustellen und anschließend gewinnbringend weiterzuverkaufen. Bei dem festgenommenen Mann soll es sich nach Erkenntnissen der Ermittler um einen der Großabnehmer dieser Tätergruppierung handeln. Bereits im Januar 2018 fanden mehrere Durchsuchungen im Raum Dresden statt, bei welchen vier Kilogramm Crystal, 1.650 Ecstasy-Tabletten, 500 Gramm Marihuana, ein professionell eingerichtetes Labor sowie Chemikalien, mit welchen Crystal und Ecstasy hergestellt hätte werden können, drei vollautomatische und schussfähige Maschinenpistolen, eine Pistole, 125.000 Euro Bargeld sowie diverse Wertgegenstände sichergestellt wurden. Damals wurde auf Antrag der Staatsanwaltschaft Dresden vom Amtsgericht Dresden Haftbefehl gegen zwei Männer erlassen und die Untersuchungshaft angeordnet. (pm)In einem von der Staatsanwaltschaft Dresden, dem Zollfahndungsamt Dresden und der Polizeidirektion Dresden geführten Verfahren wurden am 10. Januar zwei Wohnungen, eine Pension sowie eine Werkstatthalle im Bereich Südbrandenburg durchsucht. Dabei…

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