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Ostritz feiert das siebte Friedensfest

Ostritz. Das Ostritzer Friedensfest geht am Wochenende in die siebte Runde. Einer der Höhepunkte ist der Auftritt der Band Keimzeit am Samstag. Auch Dota Kehr und Felix Meyer treten auf.

„Die Ostritzer setzen damit ein Zeichen für Demokratie, Weltoffenheit, Toleranz und Frieden", sagt Michael Schlitt über das Friedensfest. Er ist Vorstandsvorsitzender des Veranstalters, dem  IBZ St. Marienthal. Die siebte Ausgabe des Festes, die am 25. und 26. September gefeiert wird, ist in ihrer Form geprägt von der AHA-Regel: Abstand halten, Hygieneregeln einhalten, Alltagsmasken tragen. „Um sicherzustellen, dass die Mindestabstände eingehalten werden, wird der Markt in Themen-Viertel unterteilt, zu denen immer nur eine bestimmte Besucherzahl Zugang hat", erklärt Georg Salditt vom Organisationsteam. Die Hygiene-Maßnahmen wurden im Vorfeld mit der Stadt Ostritz und dem Landkreis Görlitz abgestimmt. 

Das Fest ist eine Reaktion auf ein regelmäßig in Ostritz stattfindendes Rechtsrockfestival. Es wird vom Thüringer NPD-Funktionär Thorsten Heise organisiert und sollte 2020 zunächst im Juni stattfinden, wurde dann auf September verschoben und schließlich abgesagt. Es soll aber im kommenden Jahr nachgeholt werden, wie Heise auf der Festival-Website schreibt.

Ostritz will das geplante Friedensfest trotzdem feiern. Bürgermeisterin Marion Prange hatte bereits im August auf einer Online-Pressekonferenz gesagt, dass die Bürger von Ostritz erneut ein klares Statement dafür setzten wollen, „dass bei uns kein Platz ist für extremistische, rassistische oder fremdenfeindliche Ideen“.

Höhepunkt des zweitägigen Friedensfestes auf dem Ostritzer Markt sind die Konzerte am Samstagabend. Zum Auftakt spielt die Singer-Songwriterin Dota Kehr, die vielen auch unter dem Namen Kleingeldprinzessin bekannt sein dürfte. Anschließend bilden die Besucher die inzwischen traditionelle Lichterkette um den Ostritzer Marktplatz - unter den Bedingungen der Corona-Pandemie allerdings mit ausreichendem Abstand. Anschließend spielt der Liedermacher Felix Meyer, bevor um 22 Uhr der Auftritt der Rockband Keimzeit beginnt. Neben Liedern vom neuen Album „Das Schloss“ können Fans auch mit Klassikern wie „Singapur“, „Windstill“ und „Kling Klang“ rechnen.

Alle Künstler treten kostenlos auf. Eine Band wie Keimzeit hat allerdings einen größeren Produktionsaufwand, deswegen wurde eine Crowdfunding-Kampagne initiiert, um die rund 1.700 Euro zusammenzubekommen, die für Ton, Licht und Bühnenbau benötigt werden. Mit Erfolg. Da Künstler in den vergangenen Monaten wegen ausgefallener Konzerte mit am stärksten unter den wirtschaftlichen Auswirkungen der Corona-Pandemie zu leiden hatten, wollen die Ostritzer außerdem ein „Corona-Schwein“ als Sammeldose aufstellen, deren Einnahmen in voller Höhe an die auftretenden Künstler gehen.

Das gesamte Programm des Friedensfestes finden Sie unter http://ostritzer-friedensfest.de/programm/

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