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Mängel melden leicht gemacht

Görlitz. Sie haben eine Dreckecke entdeckt? In Ihrer Straße funktioniert eine Laterne nicht? Der Fahrradweg ist mit Sperrmüll zugestellt? Mit einem neuen Service kann das jetzt noch einfacher gemeldet werden.

Die Stadt Görlitz hat am 19. Juli einen neuen Service gestartet. Über den Mängelmelder können via Smartphone oder am Computer illegal abgelegter Müll, Schlaglöcher, beschädigte Verkehrszeichen oder kaputte Straßenlaternen gemeldet werden. „Die Möglichkeit gab es schon vorher über ein Kontaktformular“, erklärt Silvia Queck-Hänel, Leiterin des Amts für öffentliche Ordnung. Mit dem neuen Mängelmelder, der in Zusammenarbeit mit der wer denkt was GmbH entstanden ist, soll das jetzt noch einfacher gehen. Außerdem werden die Nutzer jetzt (auf Wunsch) bei jedem Bearbeitungsschritt per Mail informiert, so dass Sie besser nachvollziehen können, was sich seit der Meldung des Mangels getan hat.

Den Mängelmelder gibt’s als Website und als App fürs Smartphone. Die Nutzung ist kostenfrei und unkompliziert. Einfach Foto schießen (am besten so, dass der Ort gut zu erkennen ist), eigenen Namen und E-Mail-Adresse angeben (die Daten dienen der Kommunikation mit der Stadtverwaltung und werden nicht veröffentlicht) und los geht’s. Wer das GPS-Tracking am Smartphone deaktiviert hat oder den Melder am PC nutzt, muss natürlich noch den Standort des Problems angeben. Dazu kann man die Adresse eingeben oder den Ort auf einer Karte anklicken.

 

Status: rot, gelb und grün

Nach der Mängelmeldung gehen die Daten zunächst ans Bürgerbüro und werden dort geprüft. Wichtig ist, dass man keine personenbezogenen Daten angibt. Man sollte also zum Beispiel beim Foto darauf achten, dass keine Personen auf dem Bild sind. Auf Kfz-Kennzeichen sollten nicht zu erkennen sein. „Die Mitarbeiter prüfen das und geben es frei. Sollte auf dem Bild doch mal eine Person zu erkennen sein, dann wird es nicht veröffentlich“, sagt Silvia Queck-Hänel.

Passt alles, wird der gemeldete Mangel online veröffentlich und mit einem Status versehen. Rot bedeutet, dass das Problem noch nicht bearbeitet wurde, gelb, dass die Bearbeitung läuft und grün, dass das Problem behoben wurde. Erscheint auf der Karte ein gelb-grünes Symbol, ist der Mangel ungelöst abgeschlossen. Das heißt aber nicht, dass dort nichts passiert. „Es gibt Probleme, bei denen wir als Stadt nichts machen können, weil wir nicht zuständig sind. Dann leiten wir das Problem natürlich an die zuständige Stelle weiter“, erklärt die Ordnungsamtsleiterin.

 

Der Mängelmelder kann für iOS und Android kostenlos heruntergeladen werden.

Wer Mängel lieber via PC melden möchte, findet den Service auf https://goerlitz.maengelmelder.de.

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Kommentar von Stephan B
In Dresden ist diese App/Internetseite nutzlos. Hier passiert Jahre nix. Es sind fast nur rote Meldungen von 2012, 2013 auf der Karte. Schade

Üben am Baumbiegesimulator

Hagenwerder. Nach einem Sturm sind entwurzelte Bäume, die Straßen blockieren oder Gebäude versperren, keine Seltenheit. Oftmals steht das Holz aufgrund seines Eigengewichts dabei unter enormer Spannung und stellt Rettungskräfte vor ganz besondere Herausforderungen. Um gut für diesen Ernstfall gewappnet zu sein, übten Kameraden der Freiwilligen Feuerwehren am vergangen Samstag (9. Februar) nach mehrjähriger Pause erstmalig wieder an einem Baumbiegesimulator. „Hier können alle Spannungen, Zug und Druck im Stamm simuliert werden“, erklärt der erste Stellvertreter des Kreisbrandmeisters, Peter Seeliger, der als Hilfsausbilder bei der Schulung anwesend war. „Die Kameraden lernen in der Ausbildung, worauf sie unter diesen Umständen achten müssen und erlernen besondere Schnitttechniken.“ Damit die Schulung den neuen Vorgaben der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (DGUV) entspricht, hat der Landkreis Görlitz eigens einen Baumbiegesimulator beschafft. Dieser war am Samstag erstmalig im Einsatz. Er ist auf einem Anhänger montiert und wird zukünftig bei der Ausbildung der Freiwilligen Feuerwehren eingesetzt. Das Gerät steht fortan flächendeckend im gesamten Landkreis für Schulungen zur Verfügung. Bereits im Mai wird es einen weiteren Motorsägenlehrgang in Zittau geben. Insgesamt plant der Landkreis vier bis fünf Lehrgänge für jeweils zwölf Teilnehmer pro Jahr, um peu à peu dazu beizutragen, dass die vom Gesetzgeber vorgeschriebene Schulung für alle Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehren ermöglicht werden kann. An der jüngsten Schulung in Hagenwerder, die durch Christian Hanzig von der Berufsfeuerwehr Görlitz durchgeführt wurde, nahmen zwölf Feuerwehrleute teil. Die Ausbildung wird durch den Landkreis für die Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehren durchgeführt, damit diese bei Sturmschäden oder sonstigen Hilfeleistungen sowie auch bei Bränden die Motorkettensäge einsetzen dürfen. Neben den Übungen am Baumsimulator standen auch Baumfällungen und Entästungen auf dem Schulungsprogramm.Nach einem Sturm sind entwurzelte Bäume, die Straßen blockieren oder Gebäude versperren, keine Seltenheit. Oftmals steht das Holz aufgrund seines Eigengewichts dabei unter enormer Spannung und stellt Rettungskräfte vor ganz besondere…

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