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Erster Spatenstich für Mühlroser Dorfgemeinschaftshaus

Schleife. Die Arbeiten am neuen Dorfmittelpunkt haben begonnen: Am Dienstag wurde der erste Spatenstich für das Mühlroser Dorfgemeinschaftshaus gesetzt.

Mit dem Dorfgemeinschaftshaus bekommt der Ansiedlungsstandort von Mühlrose seinen neuen Dorfmittelpunkt. Am 16. November nahmen der Mühlroser Ortschaftsratsvorsitzende Detlef Rölke, der Schleifer Bürgermeister Jörg Funda, der Abteilungsleiter Bergbau-Infrastruktur bei der LEAG Martin Klausch sowie Sten Kowalick vom Umsiedlungsbeirat und Johannes Pätzold vom Planungsbüro Schubert + Horst den Spaten in die Hand.

Mühlrose, bislang ein Ortsteil der Gemeinde Trebendorf, wird für den heranrückenden Tagebau Nochten umgesiedelt. Eine Mehrheit der etwa 200 Mühlroser hatte sich unter mehreren Optionen dafür entschieden, dass ihr neues Zuhause in der Nachbargemeinde Schleife entstehen soll.  Im Mühlrose-Vertrag vom März 2019 hat sich die Lausitz Energie Bergbau AG (LEAG) unter anderem zum Neubau des Dorfgemeinschaftshauses am Ansiedlungsstandort in Schleife verpflichtet. Im Jahr 2020 fand hierzu ein Ideenwettbewerb statt, in dem das Dresdner Architekturbüro Schubert + Horst mit seinem Entwurf überzeugte. Die Entscheidung traf eine Jury aus Vertretern des Beirates Umsiedlung und des Ortschaftsrates Mühlrose, der Gemeinde Schleife und der LEAG.

Adresse: Jagdschlossweg 15

Daraufhin wurde das Architekturbüro Schubert + Horst mit der weiterführenden Objekt- und Fachplanung aller Gewerke beauftragt. Im Rahmen der Erarbeitung der Entwurfsplanung einigten alle am Prozess Beteiligten zur Lage des Gebäudekomplexes in der neuen Dorfmitte, zum Grundriss, zu den Raumzuschnitten, der technischen Ausstattung sowie zur Fassadengestaltung als Putz- und Holz-Kombination.  Das neue Dorfgemeinschaftshaus mit der Adresse Jagdschlossweg 15 umfasst ein Haupt- und ein Nebengebäude. Das Hauptgebäude besteht aus einem eingeschossigen Baukörper mit verschiedenen Nutzungsbereichen für Veranstaltungen, für Musik-, Kultur- und Sportvereine sowie einer Kegelbahn. Es wird in nachhaltiger, ökologischer Bauweise als Holzrahmenkonstruktion in Holzständerbauweise errichtet. Die vorgehängten Fassaden nutzen mit ihren Holzschalungen ein traditionelles und „warmes“ Material. Zur Oberflächenentwässerung der Pultdachflächen und als klimatische Ausgleichsfunktion werden alle Dächer nachhaltig extensiv begrünt. Das Nebengebäude mit Unterstellmöglichkeiten und kleinem Werkstattbereich wird als offene, ungedämmte Holzkonstruktion ebenfalls mit extensiver Dachbegrünung errichtet. 

Auf Basis der Baugenehmigung, die im September 2021 vom Landkreis Görlitz erteilt worden ist, erfolgt gegenwärtig durch die LEAG ein beschränktes Ausschreibungsverfahren für die Bauleistungen in mehreren aufeinander folgenden Baulosen.

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Kreis Görlitz: Neuer Busfahrplan verschoben

Görlitz. Der Kreis Görlitz hat die Einführung des neu getakteten Busnetzes im nördlichen Teil des Landkreises um ein Jahr verschoben. Eigentlich sollte der neue Busfahrplan, in dem auch der Schülerverkehr integriert ist, zum 1. Januar 2022 starten. Jetzt wird der 1. Januar 2023 angepeilt. Die Kreisverwaltung nennt als Grund für die Verschiebung, dass die Genehmigung seitens des Landesamts für Straßenbau und Verkehr (LASuV) nicht rechtzeitig kommt. Wegen dieser Verzögerung im Genehmigungsverfahren müsse der Landkreis die „Notbremse“ ziehen. Kritik an dem neuen Busfahrplan gibt es schon länger. Eltern aus vielen Kommunen hatten sich zu Wort gemeldet und die Pläne für den Schülerverkehr mit langen Wartezeiten und Umstiegen kritisiert. „Trotz vorheriger Abstimmung mit den von den Änderungen betroffenen Städten, Gemeinden und Schulen gab es im Rahmen des Genehmigungsverfahrens eine Vielzahl von Einwendungen der kommunalen Ebene zu dem geplanten Netz. Die zumeist kleinen und insgesamt lösbaren Problemlagen werden in den nächsten Monaten geklärt“, teilt die Kreisverwaltung dazu mit. Dass der neue Busfahrplan erst durch die Probleme im Genehmigungsverfahren verschoben wird, nimmt Die Linke als Anlass zur Kritik. „Wir freuen uns, dass die Wünsche der Eltern Gehör gefunden haben und die Probleme bei der Umstellung des Schüler*innentransportes im nördlichen Landkreis nun erst geklärt werden und dann die Umstellung erfolgt. Das dies nicht durch Einsicht, sondern erst durch die faktische Nichteinführbarkeit wegen Genehmigungsverfahren passiert und bis zur letzten Minute der Landrat an der Einführung festhalten wollte, ist ein bitterer Beigeschmack ändert aber nichts daran, dass der Erfolg der Elterninitiativen zeigt, dass Beteiligung und die Suche nach Lösungen mit den direkt Betroffenen, immer besser ist“, heißt es in einer Mitteilung der Kreistagfraktion. Welcher Fahrplan gilt ab Januar 2022? Trotz Verschiebung des neuen Bustaktes müssen ÖPNV und Schülerverkehr natürlich auch 2022 sichergestellt werden. Deswegen wird der Fahrplan aus dem Jahr 2021 weitergefahren. Zudem werden die Verbindungen mit dem Landkreis Bautzen überprüft und Linienführungen und Anschlüsse angepasst, damit ab 3. Januar alle Schülerinnern und Schüler auf den bereits miteinander vereinbarten Wegen in die Schule kommen. Dabei können temporäre Änderungen im Minutenbereich entstehen. Größere Korrekturen am Fahrplan sind dann erst nach den Winterferien möglich.Der Kreis Görlitz hat die Einführung des neu getakteten Busnetzes im nördlichen Teil des Landkreises um ein Jahr verschoben. Eigentlich sollte der neue Busfahrplan, in dem auch der Schülerverkehr integriert ist, zum 1. Januar 2022 starten. Jetzt wird…

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