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Staphylokokken im Nudelsalat waren Schuld

Zittau. Nachdem vergangene Woche mehrere Schüler und Betreuer nach einem gemeinsamen Essen an einer Zittauer Schule über Übelkeit und Erbrechen klagten, ist die Ursache jetzt gefunden. In einem gemeinsam zubereiteten Nudelsalat wurden Staphylokokken entdeckt.

Im Rahmen eines Projekttages hatten am 4. Juli mehrere Schüler und Erwachsene in der Lisa-Tetzner-Schule in Zittau über Übelkeit und Erbrechen geklagt. Da alle gemeinsam gegessen hatten, lag der Verdacht nahe, dass die Ursache der Erkrankung in Essen zu finden ist. Mitarbeiter des Gesundheitsamtes des Landkreises Görlitz versuchten am Wochenende, mit allen Teilnehmern des Projekttages telefonisch Kontakt aufzunehmen. Das Lebensmittelüberwachungs- und Veterinäramt (LÜVA) werte die eingehenden Befunde sowie Gespräche mit den Beteiligten anschließend aus.

Dabei konnte ermittelt werden, dass zum jetzigen Zeitpunkt (Stand: 9.7.) insgesamt 21 Kinder und vier Erwachsene im zeitlichen Zusammenhang mit dieser Veranstaltung akut mit den Symptomen Erbrechen, Übelkeit, Bauchschmerz und Durchfall erkrankt waren. Neun Kinder mussten zur Behandlung und Überwachung ins Krankenhaus.

Das LÜVA hatte Proben der bei der Veranstaltung angebotenen Speisen genommen und zur Diagnostik an die Landesuntersuchungsanstalt für das Gesundheits- und Veterinärwesen Sachsen eingeschickt. Wie das Landratsamt heute mitteilte, wurde eine bakterielle Kontamination eines gemeinschaftlich in der Vorbereitung hergestellten Nudelsalates festgestellt. Jetzt soll analysiert werden, ob bei der Herstellung Fehler gemacht wurden. Die gemeinschaftliche Herstellung von Speisen ist Inhalt des Lehrkonzeptes der Lisa-Tetzner-Schule. Die übrigen untersuchten Lebensmittel - Bratwurst und Eis - zeigten keine relevanten Auffälligkeiten.

Für die im Nudelsalat gefundenen Krankheitserreger - Staphylokokken - ist es typisch, dass die Inkubationszeit zwischen Aufnahme des Erregers und ersten Krankheitssymptomen nur wenige Stunden betragen kann. Staphylokokken konnten auch in der Stuhlprobe eines erkrankten, stationär behandelten Kindes nachgewiesen werden. Alle Kinder sind zum jetzigen Zeitpunkt aus der stationären Betreuung entlassen. Den Eltern wird durch die Schulleitung eine gemeinsame Auswertung des Geschehens mit den beiden beteiligten Ämtern angeboten.

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