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„Ein Meilenstein für die Region“

Görlitz. Heute wurde am Städtischen Klinikum in Görlitz das neue Frauen-Mutter-Kindzentrum feierlich eröffnet. Es ist das modernste seiner Art in Sachsen. In den Bau wurden 35 Millionen Euro investiert.

Es ist eine der größten Baumaßnahmen am Klinikum in den vergangenen 50 Jahren. 35 Millionen Euro hat das neue Frauen-Mutter-Kindzentrum gekostet, das am 11. September feierlich eröffnet wurde. Eigentlich sollte das schon im März geschehen, doch Corona ließ das nicht zu. In dem neuen, dreigeschossigen Gebäude sind alle medizinischen Leistungen für Frauen, Mütter und Kinder fachübergreifend an einem Ort gebündelt.

In dem neuen Zentrum im Görlitzer Klinikum sind die Kinderklinik, die Frauenklinik, die Klinik für Plastische Chirurgie und das Mammazentrum Ostsachsen untergebracht. Insgesamt stehen auf einer Nutzfläche von über 4.000 Quadratmetern 73 Betten, 63 Patientenzimmer und drei Operationsräume zur Verfügung. Dazu wurde der denkmalgeschützte, u-förmige Altbau (C-Flügel) vollständig saniert und mit einem Neubau als Querriegel geschlossen. Neu- und Altbau sind miteinander verbunden, was für kurze Wege, günstige Arbeitsabläufe und moderne Bedingungen für Personal und Patienten sorgt. „Eine der größten Herausforderungen war es, die Verbindung zwischen alt und neu zu schaffen. Ich denke, das ist toll gelungen“, sagte Geschäftsführerin Ulrike Holtzsch bei der Eröffnung.

Ursprünglich gab es andere Pläne

Dass das neue Zentrum überhaupt gebaut wurde, liegt an einer unglücklichen baulichen Entwicklung. Denn ursprünglich war alles ganz anders geplant. Eigentlich sollte im Haus H die Kinderklinik saniert werden. Dafür waren bereits 4,2 Mio. Euro Förderung bewilligt. Bei Bestandsuntersuchungen zur Sanierungsvorbereitung wurden aber Anfang 2014 Sicherheitsdefizite festgestellt. Die Bauaufsicht entschied, dass das Gebäude nicht weiter betrieben werden darf, weil die Standsicherheit nicht mehr gewährleistet war. Das Klinikum musste innerhalb kürzester Zeit Lösungen finden, um die Sicherheit für Patienten und Mitarbeiter zu gewährleisten, den Verlust von mehr als 5.700 Quadratmetern Nutzfläche zu kompensieren und die Patientenversorgung weiterhin zu sichern.

Also wurde eine neue Idee entwickelt und das Frauen-Mutter-Kindzentrum auf den Weg gebracht. Der Grundstein konnte 2017 gelegt werden. Ursprünglich wurden rund 28 Millionen Euro für den Bau veranschlagt, letztlich mussten 35 Millionen Euro investiert werden, von denen der Freistaat knapp 20 Millionen Euro beisteuerte. Gut investiertes Geld, findet Geschäftsführerin Ulrike Holtzsch: „Hier ist ein Gesundheitszentrum für die nächsten Generationen entstanden. Es ist ein Meilenstein für die Region.

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