gb

WochenKurier-Team beim Frauenlauf dabei

Erste, Zweite, Dritte - die exakte Platzierung spielt beim REWE Frauenlauf Dresden gar nicht die entscheidende Rolle. Wichtiger sind andere Dinge, das ist auch an diesem Samstagnachmittag immer wieder bei den insgesamt 2.334 Teilnehmerinnen zu sehen, die bei besten äußeren Bedingungen rund um das Terrassenufer unterwegs sind. Siegerlächeln, Medaille, Prosecco, und zwar genau in dieser Reihenfolge, dazu eine entspannte, überaus freudbetonte Stimmung - das macht einen Frauenlauf aus. Und das bestätigt auch Olympiastarterin Lisa Hahner, die diesmal eine besondere Aufgabe innehat. Als Tempomacherin ist die 29-Jährige am Start, nicht aber an der Spitze.

Mittendrin im Teilnehmerinnenfeld läuft die sympathische Neu-Berlinerin und erklärte Dresden-Liebhaberin - mit einer Zielzeit von knapp unter 25 Minuten über 5 Kilometer und unter 50 Minuten im 10-km-Lauf danach. "Das war eine superschöne Erfahrung, und das hat richtig viel Spaß gemacht. Ich habe die Stimmung an der Strecke und unterwegs wirklich genießen können", sagt Lisa Hahner im Ziel, ehe sie einmal mehr mit anderen hochzufriedenen Finisherinnen abklatscht, die dank der Tempohilfe von der prominenten Mitläuferin ihre neue Bestzeit erreicht haben. Zum ersten Mal unter 25 oder 50 Minuten - Schallmauer endlich geknackt. Zufrieden sind auch die Organisatoren der Laufszene Events GmbH. "Wir freuen uns, dass Lisa nach Dresden gekommen ist und die kleine Herausforderung angenommen hat", sagt André Egger, und er erklärt: "Einen Tempo-Schnitt von fünf Minuten pro Kilometer läuft sie ja eigentlich ganz locker - und musste sich deshalb sicher ein paar Mal bremsen, nicht zu schnell zu werden. Erst recht, wenn das Wettkampffeeling kommt."

Am Ende habe aber alles gepasst - was natürlich auch für die Frauen ganz vorne an der Spitze gilt. Amy Fry aus Radebeul zum Beispiel, die über 10 Kilometer mit einer Zeit von 36:30 Minuten mit Abstand die Schnellste ist. Dahinter folgen die Sebnitzerin Karoline Clausnitzer (38:13) und Janine Molnar vom Giant Testcenter Dresden (38:23). Den Hattrick macht Sophie Kretschmer mit ihrem dritten Sieg hintereinander über 5 Kilometer perfekt. Mit 18:54 Minuten läuft die junge Frau aus Aschersleben fast exakt die gleiche Zeit wie im Vorjahr. Zweite wird Nadine Stricker aus Leipzig von der SG Motor Gohlis-Nord (19:05), den dritten Platz unter insgesamt rund 1.700 5-km-Läuferinnen belegt Charlotte Linné vom Skiklub Dresden-Niedersedlitz (20:10).

Die Siegerinnen der Herzen kommen einmal mehr vom Frauen- und Mädchengesundheitszentrum MEDEA e.V. in Dresden. Fünf Cent pro gelaufenen Kilometer spendet die Laufszene an den Verein. Macht 747,50 Euro und einen Beitrag, um auch künftig Frauengesundheitsberatungen, Gesprächskreise für Mütter, Seminare und Kurse anzubieten. (pm)

Alle Ergebnisse: www.frauenlauf-dresden.de
 

 

 

Artikel kommentieren

Bisher gibt es noch keinen Kommentar zu diesem Artikel.

Eggerts SachsenWind – Mieses Zeugnis

Sachsen. In Sachsen wird eine neue Regierung gesucht – ein an sich schon ein schwieriges Geschäft. Die Wahl hat die AfD gestärkt, aber mit der will keiner. Also verhandeln nun Leute, die bis vor kurzem kaum bis überhaupt nicht miteinander könnten. Konservative von der CDU und grüne Vorkämpfer und in der engen Mitte die vom bisherigen Regieren verschlissenen Sozis. In diese brodelnde Mischung hat das Verwaltungsgericht Dresden nun ein Urteil geschüttet: Die sogenannten Kopfnoten – Betragen, Fleiß, Ordnung, Mitarbeit – seien rechtswidrig, gehörten also nicht in Zeugnisse. Worauf der zuständige Kultusminister schneidig verlauten ließ, die »Bewertung der sozialen Kompetenzen von Schülern steht für mich nicht zur Disposition« – ganz so, als hätten die Richter mit den Kopfnoten auch die »sozialen Kompetenzen« infrage gestellt. Haben sie aber nicht – sie bemängelten lediglich die gesetzlichen Grundlagen dieser Noten. Was wiederum dem Minister mindestens bei »Fleiß«, »Ordnung« und auch fachlich schlechte Noten einbringt. Schließlich ist er nicht neu im Amt, hätte längst für Gesetzes-Ordnung sorgen können. Nun muss er gezwungenermaßen ran. Sofern seine künftigen Regierungspartner ihn lassen – angesichts seines miesen Zeugnisses. Ihr Hans EggertIn Sachsen wird eine neue Regierung gesucht – ein an sich schon ein schwieriges Geschäft. Die Wahl hat die AfD gestärkt, aber mit der will keiner. Also verhandeln nun Leute, die bis vor kurzem kaum bis überhaupt nicht miteinander könnten.…

weiterlesen