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Dresdner Frühling öffnet im Palais

Dresden. Vom 28. Februar bis 8. März lockt der 8. Dresdner Frühling ins Palais Großer Garten.

Gärtner, Floristen sowie Licht- und Klangdesigner hatten in den letzten Tagen viel zu tun. 40.000 Pflanzen und Blumen mussten buchstäblich ins rechte Licht gesetzt werden, damit die bedeutendste Frühlingsblumenausstellung Deutschlands in zwei Tagen pünktlich ihre Pforten im Palais im Großen Garten öffnen kann.

Etwa 30 sächsische Gartenbaubetriebe sind mit ihren Produkten präsent. »Wir spannen den Bogen von der Blütezeit der Klostergärten im 12. Jahrhundert über die Renaissance und das Goldene Zeitalter der Niederlande Anfang des 17. Jahrhunderts mit der Tulpomanie, weiter über den sächsischen Hochbarock bis zur großen Zeit der Postkutschen im frühen 19. Jahrhundert, die Ära des modernen Tanzes in den 1920er Jahren bis in unsere Gegenwart mit neuen Gartenkonzepten. Auch einen Blick in die ferne Zukunft wagen wir«, sagt Designerin Bea Berthold, die das Gestaltungskonzept für den Dresdner Frühling im Palais 2020 entwickelte.

Dresden war einst Europäisches Zentrum der Gartenkunst

Mit dem »Dresdner Frühling im Palais« haben die Fördergesellschaft Gartenbau Sachsen und das Schlösserland Sachsen 2006 eine große Tradition wiederbelebt, deren Wurzeln bis ins 19. Jahrhundert zurückreicht. Dresden mit seiner Kunstakademie und der malerischen Umgebung galt als kreativer Schmelztiegel der neuen Empfindsamkeit. Caspar David Friedrich, Richard Wagner und viele weitere bedeutende Maler, Musiker und Literaten aus halb Europa streiften auf der Suche nach Motiven durchs Elbsandsteingebirge. Botanische Raritäten und Pflanzen aus fernen Ländern erfreuten sich höchster Beliebtheit, 1820 wurde der Botanische Garten eröffnet.

Im Oktober 1828 veranstaltet Flora, die Gesellschaft für Botanik und Gartenbau, die »Erste öffentliche Ausstellung seltener Früchte und Gewächse« im Palais Großer Garten. Ein halbes Jahr später folgt die erste größere Ausstellung blühender Pflanzen. Bis 1848 kamen 13 weitere öffentliche Frucht- und Pflanzenausstellungen mit enormem Besucherinteresse hinzu. Das Palais galt als Ort spektakulärer Blüten-, Pflanzen- und Früchteschauen.  Im Frühjahr 1887 fand schließlich  im Großen Garten die 1. Internationale Gartenbauausstellung Dresden statt.

1926 folgt der nächste »Knaller«: Zum 100-jährigen Bestehen der »Flora« gibt es eine Gartenbau-Ausstellung, die ein halbes Jahr dauert, 32 Hektar Ausstellungsfläche umfasst, über 1.000 Aussteller und  zigtausend Besucher zählt. 1936 später folgt die 1. Reichsgartenschau Dresden mit über drei Millionen Besuchern. Ab 1952 werden aller zwei Jahre in der Stadthalle (heute Militärhistorisches Museum)  Frühjahrs-Blumenschauen veranstaltet  und von 1971 bis 1989 am Fucikplatz (heute Straßburger) der Dresdner Blumenfrühling, wo vor allem die Blumenbindekunst der Floristen im Mittelpunkt stand.

Ausstellung

  • Geöffnet täglich von 9 bis 20 Uhr, letzter Einlass 19 Uhr
  • Eintritt: 11,50 Euro, ermäßigt 6,50 Euro
  • Veranstalter: Fördergesellschaft Gartenbau Sachsen GmbH

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