Carola Pönisch

Tom Wlaschiha moderiert Ball in St. Petersburg

Dresden. Den 1. Dresdner Opernball in der russischen Partnerstadt moderiert ein Sachse/Hollywoodstar.

Noch knapp acht Wochen sind es bis zur ersten legendären deutsch-russischen Sommernacht am 31. August, wenn sich die Welt in der ehemaligen Hauptstadt des Zarenreiches zum ersten Dresdner Opernball in St. Petersburg im weltberühmten Michailowski-Theater und der historischen Philharmonic Hall trifft. Von einem deutsch-russischen Kulturereignis höchsten Ranges ist die Rede …

Hollywoodstar und Schönheitskönigin

Dies ist auch am Moderationsgespann des Abends abzulesen. Von deutscher Seite wird die große Opern- und Ballettgala vom international bekannten Hollywood-Star Tom Wlaschiha moderiert. Der aus Sachsen, unweit von Dresden stammende Schauspieler erlangte seine Berühmtheit unter anderem durch die Rolle des Jaqen H’ghar in der HBO-Erfolgsserie „Game of Thrones". Auch für Wlaschiha ist der Petersburger Sommernachtsball ein besonderes Ereignis. Nachdem er bereits im Februar die Laudatio für Alain Delon beim Dresdner SemeprOpernball gehalten hatte, ist die Rolle als Moderator dieses mit Spannung erwarteten Sommernachts - und Hochkulturereignisses an der Newa für den Neffen des berühmten Bassbaritons Ekkehard Wlaschiha Auftrag und besondere Ehre zugleich. Bereits sein Onkel hatte als Opernsänger an der Semperoper gewirkt und sich zu Lebzeiten als Kulturbotschafter seiner Kunst engagiert.

An Wlaschihas Seite übernimmt die ehemalige Miss Universe Oxana Fedorova den weiblichen Moderationspart. Das russische Multitalent, das zuvor schönste Frau von St. Petersburg und sodann die Schönste Russlands geworden war, ist spätestens seit ihrer Wahl zur Miss Universe 2002 die bekannteste Russin in den USA und gilt wiederum unter den Miss Universe-Titelträgerinnen als eine der Schönsten. Im Anschluss an ihre daraus folgenden Repräsentationsaufgaben startete die weithin beliebte und Charity-Engagierte als Fernsehmoderatorin im russischen Fernsehen. Hier und in ihren weiteren Wirkungskreisen als Sängerin, Schauspielerin und Modedesignerin ist ihr ebenfalls enormer Erfolg beschieden.

MDR überträgt live

Auch medial verspricht der Dresdner Opernball in St. Petersburg ein reichweitenstarkes wenn nicht gar weltweites Ereignis zu werden. Der MDR überträgt die Opernballpremiere als ARD-Anstalt live-on-tape ins deutsche MDR-Fernsehen. Wie vom Dresdner Opernball bekannt, zeigt 3sat die Wiederholung am Folgetag und lässt somit ein europäisches Millionenpublikum in Deutschland, Österreich und der Schweiz von zu Hause aus an den exklusiven Eindrücken teilhaben.

Große Gala mit "Dschingis Khan"

Die Besucher des 1. Dresdner Opernballs in Russlnad dürfen sich auf Auftritte der bekanntesten Sänger der internationalen Klassikszene freuen. Jeden einzelnen von ihnen zu hören wäre bereits eine Reise wert. Neben der russischen Koloratursopranistin Albina Shagimuratova werden die deutsche Opern-, Lied- und Oratoriensängerin Nadja Michael und der Heldentenor mit Bayreuth-Erfahrung, der Amerikaner Stephen Gould zu hören sein. Maestro Massimo Zanetti übernimmt derweil das Dirigat von Orchester und Chor des Michailowsky Theaters.

Mitreissende Stimmung wird der Bühnenauftritt der berühmten deutschen Kultformation „Dschinghis Khan", hervorrufen, die nicht nur auf dem Theaterplatz sondern hier bereits bei der Gala im Michailowski-Theater mit der ihr eigenen Leidenschaft performen werden. Allein ihr Kulthit ‚Moskau Moskau‘ löst in Russland nicht nur unter den unzähligen Fans nach wie vor Begeisterungsstürme aus.

Dresden grüßt mit Debütanten

Ein besonders reizender Gruß aus Dresden dürfte die Entsendung von 14 Dresdner Debütantenpaaren sein, die in diesem Jahr beim 14. SemperOpernball in der Dresdner Semperoper ihr Debüt gegeben haben. Sie treten zum Abschluß des Programms im Michailowski-Theater unter der geübten Führung der Dresdner Tanzschule Lax auf, die seit jeher das Debütantenthema um Choreographie und Coaching verantwortet.

Zur anschließenden großen Balleröffnung in der weltbekannten Philharmonic Hall begeistern 100 russische Tänzerinnen und Tänzer (50 Herren von der Suvorov Military School mit 50 Damen der Petersburger Theaterakademie) in ebenfalls strenger Choreographie die Gäste und der Tanz für Alle kann beginnen. Die russischen Debütantenpaare profitieren in der Vorbereitungsphase ebenfalls von der Expertise und Erfahrung der Dresdner Tanzschule Lax. 

Zwischen Klassik und Jazz

Der zweite Teil des Abends bewegt sich musikalisch zwischen Klassik und Jazz. Die Streichergruppe „Semper Strings", ein Weltklasseprojekt-Orchester, in dem sich Musiker der Sächsischen Staatskapelle Dresden zusammen gefunden haben, spielt nicht nur den Eröffnungswalzer für die Debütanten, sondern lädt im Anschluss alle Gäste zum Walzertanzen ein.

Jazz-Legende Igor Butmann bringt der historisch zelebrierenden Ballgesellschaft dann mit Big Band das komplementäre Sommernachtsgefühl aus Leichtigkeit und Sehnsuchtsgefühl.

Tanz durch die Nacht auf Theaterplatz nach Dresdner Vorbild

Der Theaterplatz selbst wird zu Bühne und Ereignis, werden hier doch St. Petersburger und Gäste aus aller Welt auf Leinwand das Ballgeschehen verfolgen und nach Vorbild des Dresdner Semper Openairballs ein Sommernachtsfest unter freien Himmel feiern.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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Goldschakal tappt in Fotofalle

Görlitz. Zum ersten Mal ist in Sachsen ein Goldschakal nachgewiesen worden. Das teilte das Sächsische Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie (LfULG) heute in Dresden mit. Das Tier war bereits am 30. März auf dem Truppenübungsplatz Oberlausitz im Landkreis Görlitz in eine Fotofalle gegangen. Jetzt liegt die offizielle Bestätigung vor, dass es sich um einen Goldschakal handelt.  Als Goldschakal identifiziert wurde das Tier vom LUPUS Institut, das im Auftrag des LfULG das Wolfsmonitoring in Sachsen durchführt. Durch Vergleichsaufnahmen vom gleichen Kamerastandort sei gut zu erkennen gewesen, dass das fotografierte Tier größer als ein Rotfuchs und kleiner als ein Wolf ist. Von der Gestalt her ist die Zuordnung zum Goldschakal sicher. Seitdem gibt es keine weiteren Hinweise auf die Anwesenheit des Tieres. Die anpassungsfähige Art besiedelt bevorzugt verbuschtes und feuchtes Gelände mit Versteckmöglichkeiten, bewohnt jedoch auch andere Lebensräume. Auf dem „Speisezettel“ des Goldschakals stehen vorwiegend kleinere Säugetiere wie Wühlmäuse und Ratten, aber auch Früchte und Aas. Das scheue Tier stellt keine Gefahr für den Menschen dar, kann jedoch ähnlich wie ein Fuchs auch ungeschützte kleinere Nutztiere töten.  Der Goldschakal ist eine besonders geschützte Tierart und im Anhang V der Europäischen Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie gelistet. Zukünftig sollen Hinweise auf den Goldschakal aufmerksam geprüft und dokumentiert werden. Das Landesumweltamt bittet die Bevölkerung, Aufnahmen aus Wildkameras, die auf den Goldschakal schließen lassen, zur Dokumentation in der Artdatenbank Sachsen zu übermitteln: E-Mail: DB-Arten.LfULG@smul.sachsen.de Homepage: https://www.umwelt.sachsen.de/umwelt/natur/8048.htm Hintergrund Der Goldschakal (Canis aureus) gehört, ebenso wie Fuchs und Wolf, zur Familie der Hundeartigen. Besonders die Unterscheidung vom Wolf bedarf eines geschulten Blickes. Farblich ähnelt er dem Wolf, mit einem Einschlag ins Rötliche und einem deutlichen, hellen Kehlfleck. Insgesamt wirkt das Tier kurzbeiniger als ein Wolf. Die Schnauze ist spitzer und zierlicher als die des Wolfes. Vom Fuchs ist das Tier durch seine gedrungenere Gestalt und einen deutlich kürzeren Schwanz mit schwarzer Spitze zu unterscheiden. In Europa kommt der Goldschakal seit alters auf dem Balkan vor. Dort wurde er verfolgt und fast ausgerottet. Durch Schutzmaßnahmen erholten sich die Bestände allmählich. Besonders seit den 1960er Jahren kam es neben Vorstößen einzelner Tiere auch zu festen Ansiedlungen von Familien bis weit nach Nordwesten. Der Goldschakal siedelte sich von Bulgarien aus in Rumänien und Serbien und später in Italien, Slowenien, Österreich, Ungarn und der Slowakei wieder an. In Tschechien vermehrte sich der Goldschakal im Jahr 2018 erstmals in der Nähe von Prag auf einem ehemaligen Truppenübungsplatz.  In Deutschland wurden seit 1996 einzelne Goldschakale nachgewiesen. Im Süden Brandenburgs hielt sich ein Tier zwischen 1996 und 1998 in der Braunkohlefolgelandschaft auf. Weitere Nachweise liegen aus Bayern, Brandenburg, Hessen, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen und Schleswig-Holstein vor. Einige dieser Tiere haben Sachsen sicherlich unerkannt durchquert. Zum ersten Mal ist in Sachsen ein Goldschakal nachgewiesen worden. Das teilte das Sächsische Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie (LfULG) heute in Dresden mit. Das Tier war bereits am 30. März auf dem Truppenübungsplatz Oberlausitz im…

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