Carola Pönisch

Schlachthofinsel bekommt Ostra-Dome und Ostra-Studios

Dresden. Im Areal zwischen Messe Dresden, Ostrapark und dem Gelände von Dynamo Dresden entsteht ein neues Event-Areal, dessen Mieter Mirco Meinel heißt und der jetzt seine Pläne vorstellte. Schon im Sommer soll alles fertig sein.

Jetzt geht alles ganz schnell auf der Schlachthofinsel: Wo das Außengelände derzeit einer Mondlandschaft gleicht und die Bausubstanz kurz vor dem Verfall steht, soll bereits im Sommer getanzt, gefeiert und getagt werden. Die ehemaligen "Schlachthofhallen für Auslandsvieh" und die angrenzenden Flächen des früheren Amtsschlachthofes, beides von Investor Thomas Bohn Ende 2018 für erworben, werden derzeit für rund drei Millionen Euro in ein 20.000 qm großes Event-Areal umgewandelt. Mieter und Betreiber wird Mirco Meinel mit seiner First Class Concept GmbH sein.

"Ich freue mich sehr, dass sich ein Investor gefunden hat, der das Areal weiterentwickeln möchte", so  Meinel. "Die Schlachthofinsel hat auf dem Event- Markt ein sehr großes Potential. Immer mehr Firmen und Agenturen aus dem In- und Ausland entdecken die perfekte Lage und den Charme der Erlweinbauten für ihre Veranstaltungen. Allerdings übersteigt die Nachfrage zunehmend die Kapazitäten der Locations. So  ist in diesem Jahr im Ostrapark der gesamte Eventbereich von Juni bis August komplett ausgebucht."

Meinel hat mit seiner First Class Concept GmbH bereits seit mehr als 15 Jahren Erfahrung, wenn es um Veranstaltungen geht. Vor allem exklusive Firmenevents an besonderen Orten wie dem ehemaligen Stromwerk im Kraftwerk Mitte, im Kurländer Palais und im Ostrapark  sind das Markenzeichen der Firma.

Eine strahlende Lotusblüte und eine Bühne über Wasser schwebend

Mittelpunkt des Ganzen ist der künftige Ostra-Dome – eine Event-Arena, deren Äußeres an eine Lotusblüte erinnert, die sich durch Illumination in allen denkbaren Farben immer neu verwandeln kann. Der temporäre Bau ist eine Sonderkonstruktion, deren Architektur ohne störende Säulen im Inneren auskommt. Sie wird mit Hilfe von 24 jeweils 14 Meter hohen Masten errichtet und mit einer ähnlichen Membran verkleidet wie auf dem Dach des Dresdner Hauptbahnhofs. Hier sollen Konzerte, Dinnershows, Galaveranstaltungen, Sport-Events oder Kundenempfänge stattfinden können, aber auch ein Plenarsaal für über 1.000 Personen unterkommen.

Die alten Schlachthofhallen für Auslandsvieh (1.500 qm) werden zum Logistikbereich für den Ostra-Dome umgebaut. Hier sind u.a. Cateringbereich, Künstlergarderoben und ein großzügiger Sanitärbereich für die Gäste geplant. Im Erdgeschoss entsteht die Event-Location Ostra-Studios mit Festsaal (450 qm) für bis zu 400 Personen. »Der Saal kann bei Bedarf innerhalb weniger Minuten in vier variable Räume für Workshops, Tagungen oder Seminare geteilt werden«, erklärt Mirco Meinel. Ostra-Dome und Ostra-Studios werden durch einen großflächig verglasten Übergang miteinander verbunden, der sich bei Bedarf öffnen lässt.

Eine weitläufige Gartenanlage mit eingebetteten Wasserflächen und -bühnen ergänzt Dome und Studios. »Hier entsteht ein hochmodernes Event-Areal, das aktuelle Trends bedient. Die Nachfrage danach ist jetzt schon groß«, weiß Meinel, der insgesamt einen größeren sechsstelligen Betrag in die technische Ausstattung des neuen Areals investieren will.

Schon Ende Juni sollen erste Veranstaltungen stattfinden können.

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Neues Rekordjahr im Görlitzer Tourismus

Görlitz. Nach einem Dämpfer im Jahr 2018 war Görlitz 2019 als Reiseziel so beliebt wie noch nie: 158.038 Touristen buchten im vergangenen Jahr insgesamt 327.529 Übernachtungen in der Neißestadt. Das teilt die EGZ mit. Das entspricht im Vergleich zum Vorjahr einem kräftigen Plus von 16,4 Prozent bei den Ankünften und 17,9 Prozent bei den Übernachtungen. Die Aufenthaltsdauer liegt bei 2,1 Tagen. Die Zahlen übertreffen auch das bisherige Spitzenjahr 2017 deutlich. Im Vergleich zur Region sind die die Übernachtungszahlen sind ebenfalls überdurchschnittlich gestiegen. Die Oberlausitz konnte ein Plus von 6,3 Prozent verzeichnen, in Sachsen waren es 3,3 Prozent mehr. Der Zuwachs ist laut den Zahlen des Statistischen Landesamtes Sachsen, das gewerbliche Beherbergungsbetriebe ab 10 Betten erfasst, konstant in allen Monaten zu verzeichnen. Übernachtungsstärkster Monat ist erstmals der August (39.424 Übernachtungen). „Wir freuen uns sehr über dieses Top-Ergebnis und danken allen, die dazu beigetragen haben“, kommentiert Andrea Behr, Geschäftsführerin der Europastadt GörlitzZgorzelec GmbH (EGZ). „Sie zeigen, dass Görlitz besonders in der Kombination Stadtkultur und Naturerlebnis am See als Reiseziel attraktiv und außerdem ein guter Startpunkt für Ausflüge in die Region ist.“ Hauptmarkt bleibt Deutschland Als Grund für die gestiegenen Zahlen sieht die EGZ die „kontinuierlichen touristischen Weiter- und Neuentwicklungen“, wie beispielsweise das Hotel „Insel der Sinne“ am Berzdorfer See, der Campingplatz am Kühlhaus und die Appartementanlage „VIA’s“ in der Innenstadt. Zahlreiche kulturelle Angebote und zusätzliche Höhepunkte wie z.B. die Open-Air Konzerte im Landskron-Jubiläumsjahr generierten weitere Zuwächse, ebenso wie die Filmdrehs von „Fabian“ und „Wolfsland“. „Darüber hinaus wächst die Bekanntheit von Görlitz kontinuierlich und erreichte in den Medien und vor allem in den sozialen Netzwerken eine hohe Präsenz, zu der wir als Stadtmarketing-Gesellschaft aktiv beigetragen haben – auch international“, so Andrea Behr weiter. Der wichtigste Quellmarkt für den Görlitzer Tourismus bleibt Deutschland (94% der Übernachtungen). Aber auch bei den Übernachtungen aus dem Ausland gibt es mit + 5,2% einen Zuwachs. Die Top 5 Märkte sind dabei unverändert: Polen (2701 Übernachtungen), Schweizer (2693 Übernachtungen), Österreicher (1985 Übernachtungen), Niederländer (1686 Übernachtungen) und Tschechen (1389 Übernachtungen) reisen besonders gerne nach Görlitz. Nach einem Dämpfer im Jahr 2018 war Görlitz 2019 als Reiseziel so beliebt wie noch nie: 158.038 Touristen buchten im vergangenen Jahr insgesamt 327.529 Übernachtungen in der Neißestadt. Das teilt die EGZ mit. Das entspricht im Vergleich zum Vorjahr…

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