Carola Pönisch 1 Kommentar

Privattheater: Warum viele nicht sofort öffnen

Dresden. Nach einer gemeinsamen Krisenbesprechung sind sich 13 private Theater einig: Wir können nicht öffnen, weil die geforderte Reduzierung der Zuschauerplätze ein wirtschaftliches Fiasko bedeutet und weil keine Zeit blieb, überhaupt Tickets zu verkaufen.

Paukenschlag in der privaten Dresdner Theaterlandschaft: Überrollt von der plötzlichen Lockdown-Lockerung seitens der Staatsregierung stehen viele kleine, privat geführte Häuser jetzt vor einem riesengroßen Problem. "Wir, die Theaterleitungen von 13 Dresdner Privattheater, haben am Dienstag, den 12. Mai erfahren, dass unsere Theater am Freitag, den 15. Mai wieder öffnen dürfen. Was nach einer guten Nachricht klingt – wir alle würden schließlich nichts lieber tun, als für unser Publikum den Vorhang wieder zu öffnen – erweist sich leider als ein derzeit unmögliches Vorhaben", sag Philipp Schaller, Leiter der Dresdner Herkuleskeule. "Wir alle finanzieren uns ausschließlich durch den Verkauf von Eintrittskarten – davon lebenunsere Schauspieler*innen, Musiker*innen, Techniker*innen, Autor*innen, die Verwaltung, unsere Teams am Einlass, in der Gastronomie und an der Garderobe. Bei dem geforderten Abstandsgebot von 1,5 Metern in alle Richtungen können wir aber teilweise nur noch ein Achtel bis ein Viertel unserer Zuschauer*innen begrüßen, was unsere Theater nicht einmal in die Nähe der Wirtschaftlichkeit bringt."

Nur 44 Plätze

Wie das in der Praxis aussieht, zeigt sich aktuell am Beispiel des Dresdner FriedrichstaTTpalast. Thomas Schuch und Michael Winkler haben sich entschieden, ab 19. Mai mit „Plan B – Ersatzprogramm“ wieder zu öffnen, können aber nur 44 Plätze anbieten. Normalerweise finden 194 Zuschauer Platz im Theater am Wettiner Platz.

Die meisten Privattheater sind sich jedoch einig: "Für die meisten von uns bedeutet dies: Wir würden gerne spielen, aber wir können nicht. Eine Wiedereröffnung ist uns aus wirtschaftlichen, organisatorischen, aber auch künstlerischen Gründen derzeit nicht möglich. Wir sind im Gespräch mit der Landeshauptstadt Dresden, um nach Lösungen zu suchen. Wir hoffen sehr, dass es für die Dresdner Privattheater bald wieder eine Perspektive gibt. Wir bereichern unsere Stadt seit Jahrzehnten mit Komödien, Dramen, politischem Kabarett, modernen Stücken und Klassikern, Puppentheater, internationaler Musik, Tanz, Zauberei und Pantomime. Wir möchten dazu auch in Zukunft noch in der Lage sein.

An der Krisensitzungen nahmen das AugustTheater Dresden, Boulevardtheater, Comödie, Close Up Night, Dresdner Comedy & Theater Club, Herkuleskeule, Hoftheater Dresden-Weißig,  HumorZone, Kammerspiele Dresden, Kleines Welttheater (Alf Mahlo & Henriette Ehrlich), Radeberger Biertheater,  Sommertheater Dresden und Tom Pauls Theater Pirna teil.

 

 

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Kommentar von Jens Döring
Sehr geehrter Herr Schaller,
mit großem Interesse habe ich diesen Artikel in der Presse gelesen und gedacht, es schade ist, dass wir als Theaterruine St. Pauli e.V. nicht beteiligt waren, denn auch wir sind davon betroffen.
Ich würde mich freuen, wenn Sie uns die Möglichkeit einräumen könnten, uns an dem Geschehen zu beteiligen.

Mit freundlichen Grüßen
Jens Döring

Ein Durchhalte-Bonbon zum Tag des Nachbarn

Rothenburg. In den letzten Wochen waren unsere Nachbarn besonders wichtig.  Ob beim Begleiten zum Einkaufen oder Arztbesuch, zum kurzen Gespräch am Gartenzaun oder Fenster - sie waren da für uns, haben Zeit geschenkt und manchmal auch Kraft gespendet. „Durchhalten“ war vor allem für viele ältere Menschen die Devise der vergangenen Wochen.  In der Woche vom 25. bis 29. Mai konnten die Bürger und Besucher in vielen Rothenburger Geschäften, Einkaufsmöglichkeiten und im Mehrgenerationenhaus ein Glückskleeblatt entdecken. Die Menschen wurden bspw. mit den Slogans „Danke sagen“ oder „Glück teilen“ dazu eingeladen, den süßen Bonbon-Gruß an liebe Menschen in ihrer Nachbarschaft zu verschenken oder einfach selbst zu naschen.  Die Koordinierungsstelle für Nachbarschaftshilfe – ansässig im Rothenburger Mehrgenerationenhaus – hat die Aktion gestartet. Man freue sich über jeden, der die Gelegenheit zum Freude machen genutzt hat, so Daniela Teßmer von der Koordinierungsstelle. Die Koordinierungsstellen arbeiten im Auftrag des Landkreis Görlitz und beraten, informieren und vermitteln Pflegebedürftige und Nachbarschaftshelfer. Wer selbst als Nachbarschaftshelfer tätig werden möchte oder auf der Suche nach einem geeigneten Nachbarschaftshelfer im Raum Niesky, Rothenburg und Reichenbach ist, kann sich an das Mehrgenerationenhaus Rothenburg wenden.  In den letzten Wochen waren unsere Nachbarn besonders wichtig.  Ob beim Begleiten zum Einkaufen oder Arztbesuch, zum kurzen Gespräch am Gartenzaun oder Fenster - sie waren da für uns, haben Zeit geschenkt und manchmal auch Kraft gespendet.…

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Seniorin stirbt bei Unfall - Polizei sucht Zeugen

Mittelherwigsdorf. Am Donnerstagnachmittag kam es an der Löbauer Straße in Eckartsberg zu einem tragischen Verkehrsunfall, bei dem eine 86-Jährige ums Leben kam. Die Frau hatte zwischen wartenden Fahrzeugen die Löbauer Straße betreten, wurde dort von einem in Richtung Zittau fahrenden Auto eines 30-Jährigen erfasst. Durch den Aufprall geriet die Frau auf die Gegenfahrbahn, wo sie das Auto eines 73-Jährigen erfasste. Rettungskräfte kamen vor Ort und reanimierten die Seniorin. Sie zog sich bei dem Unfall jedoch derart schwere Verletzungen zu, dass sie noch an der Unfallstelle verstarb. Der 30-jährige Autofahrer verletzte sich leicht und kam zur weiteren Behandlung in ein Krankenhaus. Die Straße musste für mehrere Stunden gesperrt werden. Der Verkehrsunfalldienst nahm seine Arbeit auf und ermittelt nun die Ursachen des Geschehens. In diesem Zusammenhang sind die Ermittler auf Zeugenhinweise angewiesen. Insbesondere suchen sie den Fahrer des Fahrzeuges, hinter dem die ältere Frau hervortrat. Bei diesem Fahrzeug soll es sich möglicherweise um einen grauen Transporter handeln. Hinweise nimmt das Autobahnpolizeirevier Bautzen unter der Rufnummer 03591/3670 oder jede andere Polizeidienststelle entgegen.Am Donnerstagnachmittag kam es an der Löbauer Straße in Eckartsberg zu einem tragischen Verkehrsunfall, bei dem eine 86-Jährige ums Leben kam. Die Frau hatte zwischen wartenden Fahrzeugen die Löbauer Straße betreten, wurde dort von einem in Richtung…

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