Carola Pönisch

Niedrigwasser: Warum die Elbe gefährlich bleibt

Dresden. Wie kann ein zehnjähriges Kind bei einem Pegel von 64 Zentimetern in der Elbe ertrinken? Diese Frage stellen sich seit dem tödlichen Badeunfall am Sonntag, 15. Juli, sicher viele Dresdner. Das Wasser- und Schifffahrtsamt hat darauf Antworten.

Wellenschlag, Sog, Sichtschatten

Die Elbe ist eine internationale Binnenschifffahrtsstraße die von Güterschiffen, Fahrgast- und Hotelschiffen und Sportbooten genutzt wird. Wegen Wellenschlag und Sog müssen Personen von Schiffen und Booten ausreichend Abstand halten. Leere Schiffe können einen Sichtschatten vor dem Bug von bis zu 250 Metern haben. Schwimmer in einem solchen Sichtschatten sind für den Schiffsführer nicht sichtbar.

Strömungen, Strudel, ungleichmäßige Elbsohle

Strömungen, Strudel und ungleichmäßige Strukturen der Elbsohle sowie Anlagen wie zum Beispiel Buhnen, Deckwerke, Brückenpfeiler, Senkrechtufer stellen Gefahren dar. Zudem kann sich die Strömungsgeschwindigkeit je nach Wasserführung schnell ändern.

Fließgeschwindigkeit

Auch am Uferbereich ist die Fließgeschwindigkeit der Elbe zum Teil stark, selbst im knie- oder hüfttiefen Wasser können vor allem Kinder ihr Gleichgewicht schnell verlieren. Gefährlich sind dann noch die glitschigen Steine, auf denen man sich aufgrund des Wasserdrucks nicht mehr selbst aufrichten kann. Für Kinder besteht hier schon die Gefahr des Ertrinkens.

Niedriger Pegel

Der Pegelstand ist nicht gleichbedeutend mit dem Wasserstand. So kann zum Beispiel auch bei einem niedrigen Pegelstand von 70 Zentimetern und weniger die Elbe in einzelnen Bereichen immer noch bis zu zwei Meter tief sein.

Fazit:

Auch wenn die Temperaturen fast tropisch und kein freier Platz mehr im Schwimmbad ist, sollten fließende Gewässer nicht oder nur mit äußerster Vorsicht zum Schwimmen und Baden genutzt werden. Erstens werden sie nicht beaufsichtigt und zweitens ist entsprechend der Binnenschifffahrtsstraßen-Ordnung ist das Baden und Schwimmen aus Sicherheitsgründen in der gesamten Elbe im Bereich bis zu 100 Metern ober- und unterhalb von Brücken, Hafeneinfahrten, Fährverbindungen Anlegestellen  und Liegeplätzen der Schifffahrt verboten.

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Üben am Baumbiegesimulator

Hagenwerder. Nach einem Sturm sind entwurzelte Bäume, die Straßen blockieren oder Gebäude versperren, keine Seltenheit. Oftmals steht das Holz aufgrund seines Eigengewichts dabei unter enormer Spannung und stellt Rettungskräfte vor ganz besondere Herausforderungen. Um gut für diesen Ernstfall gewappnet zu sein, übten Kameraden der Freiwilligen Feuerwehren am vergangen Samstag (9. Februar) nach mehrjähriger Pause erstmalig wieder an einem Baumbiegesimulator. „Hier können alle Spannungen, Zug und Druck im Stamm simuliert werden“, erklärt der erste Stellvertreter des Kreisbrandmeisters, Peter Seeliger, der als Hilfsausbilder bei der Schulung anwesend war. „Die Kameraden lernen in der Ausbildung, worauf sie unter diesen Umständen achten müssen und erlernen besondere Schnitttechniken.“ Damit die Schulung den neuen Vorgaben der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (DGUV) entspricht, hat der Landkreis Görlitz eigens einen Baumbiegesimulator beschafft. Dieser war am Samstag erstmalig im Einsatz. Er ist auf einem Anhänger montiert und wird zukünftig bei der Ausbildung der Freiwilligen Feuerwehren eingesetzt. Das Gerät steht fortan flächendeckend im gesamten Landkreis für Schulungen zur Verfügung. Bereits im Mai wird es einen weiteren Motorsägenlehrgang in Zittau geben. Insgesamt plant der Landkreis vier bis fünf Lehrgänge für jeweils zwölf Teilnehmer pro Jahr, um peu à peu dazu beizutragen, dass die vom Gesetzgeber vorgeschriebene Schulung für alle Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehren ermöglicht werden kann. An der jüngsten Schulung in Hagenwerder, die durch Christian Hanzig von der Berufsfeuerwehr Görlitz durchgeführt wurde, nahmen zwölf Feuerwehrleute teil. Die Ausbildung wird durch den Landkreis für die Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehren durchgeführt, damit diese bei Sturmschäden oder sonstigen Hilfeleistungen sowie auch bei Bränden die Motorkettensäge einsetzen dürfen. Neben den Übungen am Baumsimulator standen auch Baumfällungen und Entästungen auf dem Schulungsprogramm.Nach einem Sturm sind entwurzelte Bäume, die Straßen blockieren oder Gebäude versperren, keine Seltenheit. Oftmals steht das Holz aufgrund seines Eigengewichts dabei unter enormer Spannung und stellt Rettungskräfte vor ganz besondere…

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