Carola Pönisch

Nach Kritik per Facebook: Wolle saniert Lokal

Dresden. "Statt Geld für Feuerwerk auszugeben sollte Wolle lieber sein Lokal auf der Maxstraße sanieren", schrieb eine Userin via Facebook. Das nahm sich der Gastronom umgehend zu Herzen und brachte sein "Sushi&Wein" auf der Maxstraße auf Vordermann. Nebenbei wurde auch gleich noch kräftig im Küchenbereich investiert.

Es bedurfte tatsächlich nur dieses einen kritischen Satzes von Carolin Schröter, jener Facebook-Userin, der Wolle zur Tat schreiten ließ. "Wir hatten wegen Corona sowieso geschlossen und das Ambiente dieses Lokals hier war nach 14 Jahren wirklich in die Jahre gekommen", gibt der Gastronom zu.

Inzwischen präsentiert sich Wolles erste Sushi&Wein-Filiale in neuem Glanz: Nach drei Monaten Bauzeit und 62.000 Euro Investitionen wird das Restaurant am 28. August wieder eröffnet.

Beim Betreten des Restaurants fallen zuerst die fantasievollen Tapeten mit Motiven vonFischen und exotischen Blättern und die passend ausgewählten Lampen ins Auge. Im Untergeschoss dominieren warme Bronze- und Grüntöne, im Obergeschoss die Farben rot und schwarz. Tische, Stühle, Treppenstufen und Handläufe wurden vom Tischler aufgearbeitet, Sitze neu gepolstert, Regale und Leisten ergänzt. Selbst die Toilettenanlagen sind komplett neu.

Corona-sicher und trotzdem schick

Besonders stolz ist Wolle auf sein Konzept zur Einhaltung der Corona-Hygieneregeln. So hat er 17 filigrane, transparente Plexiglaswände mit stabilem Fuß bauen lassen, welche die Tische voneinander trennen, ohne den Raumeindruck zu stören. „Diese Lösung gefällt mir so gut, vielleicht behalte ich sie auch nach der Corona-Krise“, überlegt der Nachtclubkönig. „Denn die Trennung funktioniert auch akustisch. Man kann sich am Tisch unterhalten, ohne dass die Nachbarn alles mitbekommen“.

Investiert in Küchentechnik

Da Wolle mit dem Umbau gut im Zeitplan lag, wurden auch neue Küchenmöbel und Kühlschränke angeschafft. Wie bisher können die Gäste den Sushi-Köchen beim Fertigen der Röllchen und Häppchen zusehen – faszinierende Handarbeit mit hohem personellem Aufwand und generell strengen Hygieneregeln. „Diese Regeln nehmen wir sehr ernst“, so Wolle Förster. “Und wir sind ganz stolz darauf, dass das Protokoll der letzten Hygienekontrolle in unserer Vorbereitungsküche für den Liefer- und Abholservice am 22. Juli nicht einen Mangel nannte!“

Viele Vorbereitungsprozesse von Reis, Fisch und Gemüse laufen nebenan und für den Gast nicht sichtbar ab. Schon in den vergangenen Jahren hat Wolle Förster dort einiges an Technik angeschafft, um die Prozesse effektiver zu gestalten, zum Beispiel Reiswaschmaschine, Reiskocher, Reismixer oder eine Nigiri-Form-Maschine. Jetzt kam eine Fischenthäutungsmaschine dazu, in der die Haut von ganzen Lachshälften schnell und sauber abgezogen wird. Allein in diese Maschine wurden 16.000 Euro investiert.

„Wenn wir die Restaurants und den boomenden Lieferservice parallel betreiben wollen, müssen wir effektiv arbeiten“, so Wolle. „Von 17.30 bis 21 Uhr wollen alle gleichzeitig ihre Sushi essen, ob im Restaurant oder zu Hause, da ist gute Vorbereitung die halbe Miete.“

 

 

 

 

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