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Lesermeinungen zum Artikel »Gender-Sprech«

Dresden. Nach unserer Titelseiten-Story »Wie halten Sie es mit Gender-Sprech?« erhielten wir zahlreiche Mails mit Meinungen unserer Leser. Wir haben die Lesermeinungen in einem Artikel zusammengefasst...

Dr. Michael Böttger: »Gendern Sie schon?« Nein. Und zwar deshalb, weil ich z.B. die Gleichberechtigung von Mann und Frau und gleiche Löhne für gleiche Arbeit in allen deutschen Bundesländern für viel wichtiger halte. Hier gibt es 100 Jahre nach der Weimarer Verfassung und 30 Jahren deutscher Einheit noch zu viele soziale Ungerechtigkeiten.

Peter Seidel: Ich muss ernsthaft fragen, haben diese Behörden Langeweile, haben die keine andere Probleme???? Löst dieser Blödsinn anstehende Umweltprobleme, Kohleausstieg, Energie usw.? Diese Dinge sind wohl wichtiger als Sprachveränderung, die auch noch viel Geld kosten! Ich finde, noch lächerlicher wird die ganze Angelegenheit, wenn jetzt noch Toiletten gebaut werden sollen für das sogenannte 3. Geschlecht.

Familie Storm: Eine »geschlechtervielfältige« Sprache und Rechtschreibung verunstaltet einen Text regelrecht und verhunzt die deutsche Sprache. Aber das ist leider noch das harmloseste, wenn auch nervtötende, an der ganzen Genderideologie, denn um nichts anderes handelt es sich dabei. Sie wird wieder aller Vernunft einer ganzen Gesellschaft aufgezwungen und dazu noch mit Steuermitteln staatlich gefördert. Um Gender-Mainstreaming immer tiefer im gesellschaftlichen Bewusstsein zu verankern, betreiben in Deutschland mittlerweile weit über 1.000 kommunale Gleichstellungsbüros auf Steuerzahlerkosten entsprechende Propaganda in Bildungs- und Verwaltungseinrichtungen. Lehrstühle für sogenannte Gender Studies sprießen wie Pilze aus dem Boden. Das EU-Parlament hat am 1. März 2018 beschlossen, dass die Schulen der jeweiligen Mitgliedsländer den Sexualkundeunterricht auf Genderbasis durchführen müssen.... Erschreckend!

Edgar Pokoj: Welche links-rot-grün versiffte Institution hat das ins Leben gerufen? Nennen Sie mir Personen, die sich irgendwie mit der normalen herkömmlichen deutschen Schreibweise diskriminiert fühlen! Das ist einfach nur krank!

Christian Franz: Unsere Sprache ist gerecht und eindeutig. Durch die Gender- Ideologie wird sie schwerfällig, missverständlich und falsch. Die hingenuschelten »Kollegen und Kolle…n«, die ständige Aufzählung aller Geschlechter, wenn es z.B. nur um einen Beruf geht, nervt. Ganz schlimm wird es, wenn nach dieser Sprachlogik Protestanten durch Protestierende oder Säugling durch Saugender ersetzt werden. Ich habe den Eindruck, nicht die Sprache ändert sich, sondern Ideologen und Ideologinnen verstümmeln die Sprache.

H. Küchenmeister: Da wir z.Z. in Deutschland keine wichtigeren Probleme haben, finde ich diese Umfrage sehr informativ. Denn wenn es so wäre, dass Kinder- und Rentnerarmut in Deutschland eine Rolle spielen würde, dass Arbeitslosigkeit, Inflation, marodes Schul- und Kindergartensystem, Mietexplosionen und Obdachlosigkeit dem normal denkenden Bürger eher ins Auge stechen würden, würde ich sagen: Es ist der gewollten Verblödung der Gesellschaft zu verdanken, dass sich hochbezahlte Politiker mit solchem Unsinn befassen! Und zeigt eigentlich nur eins, der Mensch ist am Scheitelpunkt angekommen.

Renate Benitz: Sind wir eigentlich noch zu retten oder zählen wir nun endgültig zu den hoffnungslosen Fällen? Gibt es in den einzelnen Bundesländern oder in Deutschland nicht genug Probleme, die man endlich ernsthaft angehen müsste? Warum werde ich das Gefühl nicht los, dass die Schildbürger wieder durch unsere Lande ziehen? Fühlt sich mit diesen künstlich geschaffenen »genderneutralen« Begriffen ernsthaft jemand besser in unserer Gesellschaft angesprochen oder integriert? Es ist wohl endlich an der Zeit, dass all jene, die sich mit der Ausarbeitung und Durchsetzung derartiger Anordnungen beschäftigen, ihre Amtsstuben mal für eine Weile verlassen und zu einem Praktikum an der Basis verpflichtet werden... Spontan fallen mir dazu viele Bereiche ein ... und Pflegende, Handelnde, Servierende, Schaffende könnten sich über eine Entlastung freuen.

Katrin Z.: Werte Mitlesende (ich hoffe das ist politisch korrekt ausgedrückt), haben wir keine anderen essentiellen Probleme, als Menschen zu beschäftigen, die sich Gedanken darüber machen, wie im Amtsdeutsch niemand diskriminiert wird? Da werden Broschüren, Flyer gedruckt und sicher viel Steuergelder »verbraten«, um das Fahrrad wieder einmal neu zu erfinden. Sollten wir uns nicht lieber Gedanken um Bildung, Altersarmut oder Mindestlohn etc. machen? Ich finde es eine Farce! 

I. Sonntag: Natürlich fühle ich mich als Frau nicht diskriminiert, als Leser angesprochen zu werden! Das ist die in vernünftiger Sprachregelung laut Duden übergeordnete Form für alle. »Der Lesende« ist ein zeitlich begrenzter Begriff und besagt nicht dasselbe! Was ist mit »das Lesende«? Mit solchem Blödsinn beschäftigt sich überflüssiges Personal!

Dr. Schmidt: Ich wundere mich immer, dass die über 200 Gender-Professoren nicht mehr zustande bringen. Sprachwissenschaftler Prof. Eisenberg, Konrad-Duden-Preisträger: »Solche Eingriffe in die Sprache sind typisch für autoritäre Regimes, aber nicht für Demokraten«. Ja, ich fühle mich sehr diskriminiert durch jede Genderisierung! Ich hoffe, dass Sie diesem Humbug nicht folgen.

E.-M. Oelschlegel: »… die Gleichberechtigung von Frauen und Männern sprachlich zu berücksichtigen« – Kämpfen nicht Frauen schon 150 Jahre darum, dass sie endlich gleichberechtigt behandelt werden. Es geht um die Menschen, Gleichbehandlung aller Menschen. Hier wird doch etwas verwechselt. Wenn ich die Worte ändere, ändere ich doch nicht das Ansehen der Person, meine Achtung vor ihr und meine Behandlung dieser Personen. Irgendwann hat da jemand etwas verwechselt, und jetzt machen alle mit. Da kommt man sich vor wie in Schilda.

Frank Börnig: Ich bin zwar kein Experte, halte aber viel von unserer lat. Schreibschrift und Sprache. Ihr Betrag hat bei mir viele Überlegungen ausgelöst. Zum Beispiel: Müsste doch jetzt nicht sogar der Duden wieder einmal überarbeitet werden? Aber respektieren sollte man schon das Geschlecht der »Diversen«.

G. Siering: Ich stelle mir die Frage, ob es in unserem Land, in unseren Kommunen keine wichtigeren Probleme zu lösen gibt. Oder haben unsere Staatsdiener aller Ebenen zu viel Zeit - ganz abgesehen davon, dass solche im Artikel genannten Anleitungen bzw. Anweisungen zu verfassen, zu drucken und entsprechend zu verteilen auch eine Menge Geld kostet.

K.-H. Böhm: Meiner Meinung nach ist dieses Verunstalten unserer Sprache absolut unpraktikabel, führt zu grammatischen Fehlern und ist nicht wirklich schön anzusehen oder anzuhören. Vielleicht sollte man doch auch in Behörden mal wieder mehr »dem Volk auf's Maul schauen« anstelle ein »Neusprech« à la Orwell zu kreieren.

Info aus der Stadtverwaltung Dresden:

»Die im Artikel genannte Broschüre wird derzeit überarbeitet. Ähnlich wie die Stadt Hannover werden darin Sprachformen empfohlen, die alle Geschlechter berücksichtigten. Außerdem werden wir beantragen, die Allgemeinen Dienstordnung dementsprechend anzupassen. Die überarbeitete Broschüre wird voraussichtlich Ende März/ Anfang April erscheinen.«

 

 

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Neues Rekordjahr im Görlitzer Tourismus

Görlitz. Nach einem Dämpfer im Jahr 2018 war Görlitz 2019 als Reiseziel so beliebt wie noch nie: 158.038 Touristen buchten im vergangenen Jahr insgesamt 327.529 Übernachtungen in der Neißestadt. Das teilt die EGZ mit. Das entspricht im Vergleich zum Vorjahr einem kräftigen Plus von 16,4 Prozent bei den Ankünften und 17,9 Prozent bei den Übernachtungen. Die Aufenthaltsdauer liegt bei 2,1 Tagen. Die Zahlen übertreffen auch das bisherige Spitzenjahr 2017 deutlich. Im Vergleich zur Region sind die die Übernachtungszahlen sind ebenfalls überdurchschnittlich gestiegen. Die Oberlausitz konnte ein Plus von 6,3 Prozent verzeichnen, in Sachsen waren es 3,3 Prozent mehr. Der Zuwachs ist laut den Zahlen des Statistischen Landesamtes Sachsen, das gewerbliche Beherbergungsbetriebe ab 10 Betten erfasst, konstant in allen Monaten zu verzeichnen. Übernachtungsstärkster Monat ist erstmals der August (39.424 Übernachtungen). „Wir freuen uns sehr über dieses Top-Ergebnis und danken allen, die dazu beigetragen haben“, kommentiert Andrea Behr, Geschäftsführerin der Europastadt GörlitzZgorzelec GmbH (EGZ). „Sie zeigen, dass Görlitz besonders in der Kombination Stadtkultur und Naturerlebnis am See als Reiseziel attraktiv und außerdem ein guter Startpunkt für Ausflüge in die Region ist.“ Hauptmarkt bleibt Deutschland Als Grund für die gestiegenen Zahlen sieht die EGZ die „kontinuierlichen touristischen Weiter- und Neuentwicklungen“, wie beispielsweise das Hotel „Insel der Sinne“ am Berzdorfer See, der Campingplatz am Kühlhaus und die Appartementanlage „VIA’s“ in der Innenstadt. Zahlreiche kulturelle Angebote und zusätzliche Höhepunkte wie z.B. die Open-Air Konzerte im Landskron-Jubiläumsjahr generierten weitere Zuwächse, ebenso wie die Filmdrehs von „Fabian“ und „Wolfsland“. „Darüber hinaus wächst die Bekanntheit von Görlitz kontinuierlich und erreichte in den Medien und vor allem in den sozialen Netzwerken eine hohe Präsenz, zu der wir als Stadtmarketing-Gesellschaft aktiv beigetragen haben – auch international“, so Andrea Behr weiter. Der wichtigste Quellmarkt für den Görlitzer Tourismus bleibt Deutschland (94% der Übernachtungen). Aber auch bei den Übernachtungen aus dem Ausland gibt es mit + 5,2% einen Zuwachs. Die Top 5 Märkte sind dabei unverändert: Polen (2701 Übernachtungen), Schweizer (2693 Übernachtungen), Österreicher (1985 Übernachtungen), Niederländer (1686 Übernachtungen) und Tschechen (1389 Übernachtungen) reisen besonders gerne nach Görlitz. Nach einem Dämpfer im Jahr 2018 war Görlitz 2019 als Reiseziel so beliebt wie noch nie: 158.038 Touristen buchten im vergangenen Jahr insgesamt 327.529 Übernachtungen in der Neißestadt. Das teilt die EGZ mit. Das entspricht im Vergleich zum Vorjahr…

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