Carola Pönisch

E-Scooter: Rote Zonen und Ausbringeflächen

Weiß-grüne Lime-Flitzer (und bald auch orange-schwarze VOI-Roller), dominieren seit einiger Zeit das Stadtbild. Seit der Zulassung für den deutschen Straßenverkehr am 15. Juli sind die elektrischen Leih-Roller überall im Stadtgebiet zu sehen.

 Abstellchaos vermeiden

Mit den zwei bisher in Dresden agierenden Verleih-Anbietern LimeBike und VOI Technology hat die Stadt nun eine Art Verhaltenskodex vereinbart. Die darin festgelegten Regeln sollen eine sichere und stadtverträgliche Nutzung der Fahrzeuge gewährleisten.

So dürfen die E-Scooter zum Beispiel nicht in der »Roten Zone« abgestellt werden. Zu dieser Zone gehören Altmarkt, Neumarkt, Fürstenzug, Theater- und Schloßplatz, Schloßstraße sowie ein Areal rund um den Goldenen Reiter. »So wollen wir eine Verschandelung mit wild abgestellten Rollern auf unseren städtebaulich besonders wichtigen Plätzen vermeiden«, sagt Verkehrsbürgermeister Raoul Schmidt-Lamontain.

Als sensibel gelten die Bereiche, weil hier eine besondere Gefährdung für Fußgänger und andere Verkehrsteilnehmer zu erwarten sei und weil die Elektrokleinstfahrzeuge aus denkmalpflegerischer, ökologischer oder stadtgestalterischer Sicht einfach nicht dorthin gehören.

Sollten Nutzer das Abstellverbot ignorieren, dann müssen die Verleihfirmen innerhalb von sechs Stunden dafür sorgen, dass die falsch geparkten E-Scooter wieder entfernt werden.

 Wie viele Scooter stehen wo?

In der freiwilligen Vereinbarung der Stadt mit LimeBike und VOI steht auch die Zahl der Roller, die hier bereitgestellt werden dürfen: Höchstens 2.000, davon im Innenstadtbereich 300, in der Kernstadt 700, im erweiterten Kernbereich 1.000. Geregelt ist ebenso dass höchstens vier Rollen nebeneinander abgestellt werden dürfen (Ausnahme: Bahnhöfe und ÖPNV-MobiPunkte), dass der nächste Abstellpunkt mindestens 50 Meter entfernt ist und dass 80 Prozent der Scooter betriebsbereit sind – also mit geladenem Akku dastehen. Geregelt sind Langsamfahrbereiche ebenso wie die 16 »Ausbringezonen«. Zusammengeklappt dürfen die Scooter übrigens kostenlos in Bussen und Bahnen im gesamten VVO-Gebiet mitfahren.

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