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DSC – Cheftrainer bleibt an Bord

Dresden. Der Dresdner SC setzt auf Kontinuität und verlängert den Vertrag mit Cheftrainer Alexander Waibl vorzeitig um zwei weitere Jahre. Der 52-Jährige bleibt damit bis 2023 Cheftrainer beim DSC.

Seit dem Frühjahr 2009 führt Alexander Waibl als Cheftrainer die sportlichen Geschicke beim amtierenden Pokalsieger vom Dresdner SC. Der gebürtige Stuttgarter hat in den vergangenen elf Jahren den sportlichen Teil der Erfolgsgeschichte beim DSC maßgeblich geprägt. Nun setzen Trainer und Verein ein starkes Zeichen für die erfolgreiche und vertrauensvolle Zusammenarbeit und stellen die Weichen für die weitere gemeinsame Zukunft.

Am Dienstag, 7. Juli, gaben die DSC Verantwortlichen im Dresdner Rathaus die vorzeitige Vertragsverlängerung mit Alexander Waibl bekannt, womit der Verein auf Kontinuität und den gemeinsamen Erfolgsweg setzt. Der Volleyball-Trainer Alexander Waibl ist mit dem Dresdner SC, aber auch mit der Landeshauptstadt Dresden zweifelsohne auf besondere Weise verbunden. Denn für den gebürtigen Schwaben ist Dresden zu seiner Heimat geworden. Aber nicht nur deshalb hat sich Alexander Waibl bewusst für eine vorzeitige Vertragsverlängerung beim Dresdner SC entschieden.

„Ich weiß, dass Trainer in erster Linie an Titeln gemessen werden. Da waren wir in den vergangenen 11 Jahren extrem erfolgreich. Das ist aber nicht mein primärer Ansporn, sondern eher ein zwangsläufiges Nebenprodukt das man natürlich sehr gerne mitnimmt. Mich treibt die tägliche Arbeit mit ambitionierten Sportlerinnen an. Gemeinsam mit meinen Trainerkollegen dazu beizutragen, dass unsere Spielerinnen sich entwickeln und ihre Grenzen verschieben. Für mich gibt es keinen Verein, der diesen Spagat aus Anspruch und Förderung von Talent so gut miteinander verbindet wie der DSC. Das ist keine Selbstverständlichkeit und schon gar nicht der einfachere Weg. Es ist aber die Philosophie unseres Vereins, seine DNA und dafür stehen im besonderen Sandra Zimmermann und Jörg Dittrich. Um es kurz zu sagen: ich freue mich sehr darauf, diesen Weg noch ein Stück begleiten zu dürfen.“

Ein so langer gemeinsamer Weg von Verein und Trainer stellt in den schnelllebigen Zeiten und speziell im Leistungssport eine Ausnahme und ein Alleinstellungsmerkmal dar. Mit Stolz kann man auf die mittlerweile elf Jahre andauernde erfolgreiche Zusammenarbeit zurückblicken.

„Das Verhältnis der täglichen Arbeit hat sich nicht abgenutzt. Man hat sich gemeinsam weiterentwickelt. Die lange Liste von entwickelten Talenten und gewonnen Titeln sprechen für sich. Das hat dem DSC- Volleyball zu sportlicher Anerkennung und einer hohen Reputation in der Volleyball-Welt verholfen. Das war keineswegs immer leicht, gerade mit den ständig wachsenden Erwartungen.“, begründet DSC Geschäftsführerin Sandra Zimmermann die Entscheidung für Waibl und ergänzt: „Alexander Waibl ist für uns der richtige Trainer. Mit ihm können wir und der Verein weiter wachsen und ambitionierte Ziele erreichen“.

In seiner bisherigen Amtszeit beim Dresdner SC stand der gebürtige Schwabe bereits in 399 Pflichtspielen für den Dresdner SC an der Seitenlinie. Auch wenn der vorzeitige Saisonabbruch das 400. Pflichtspiel verhinderte, freuen sich die DSC-Verantwortlichen umso mehr, mit dem ersten Spiel in der neuen Saison 2020/21 gleichzeitig ein Jubiläum mit ihrem Erfolgstrainer zu feiern.

„Mit Alex Waibl ist es gelungen, begrenzte finanzielle Ressourcen in maximale sportliche Erfolge umzumünzen. Der Verein ist schuldenfrei. Dies können nur wenige Klubs der Liga bei der sportlichen Bilanz von sich sagen. Vielleicht nimmt es nicht jeder Fan vor Ort wahr, aber Alex Waibl zieht mit seinem Ruf die besten Talente an. Er ist bekannt für seine harte, aber eben erfolgreiche Arbeit als Trainer.“ – ergänzt Jörg Dittrich als Vorstandsvorsitzender der Abteilung Volleyball.

Mit acht Titeln in elf Jahren für einen Verein ist Alexander Waibl der erfolgreichste Trainer in der Volleyball Bundesliga. Dreimal gewann er mit dem DSC die Deutsche Meisterschaft (2014, 2015, 2016), vier Mal den DVV-Pokal (2010, 2016, 2018, 2020) und einmal den Europapokal (2010), was bisher nur zwei deutschen Frauen Teams gelang. Diese beeindruckende Erfolgsgeschichte steht stellvertretend für die kontinuierliche und erfolgreiche Entwicklung des DSC. Der Grundstein seines Erfolgs liegt vor allem in seiner Leidenschaft für den Volleyball und den Dresdner SC.

Aber auch auf internationalem Parkett hat sich Alexander Waibl mit dem Verein einen Namen im europäischen Volleyball gemacht. So kann er auf insgesamt 76 Pflichtspiele im Europapokal zurückblicken. Bereits in seiner ersten Saison gewann Waibl den CEV Challenge Cup (2010), etablierte den Verein über Jahre in der Champions League, in der er gleich drei Mal den Sprung in die Play-offs schaffte (2012, 2015, 2016). Unvergessen bleibt der beeindruckende Einzug in das Halbfinale des CEV Cups im Jahre 2014 und des CEV Challenge Cups in diesem Frühjahr. Die Auswirkungen der Corona-Pandemie beendeten allerdings die #MissionEuropapokal vorzeitig und abrupt.

In all den Jahren ist Waibl als akribischer Trainer stets erfolgshungrig geblieben, hat sich gemeinsam mit dem Verein immer wieder neuen Herausforderungen gestellt und neue Ziele definiert. Dabei hat der 52-Jährige stets auch den Spagat aus Erfolg und Nachwuchsförderung auf allerhöchsten nationalem und internationalem Niveau geschafft.

Dass Alexander Waibl sich immer wieder neuen Herausforderungen stellt, beweist auch die aktuelle Zeit. Während das Management des Dresdner SC die aktuellen und zukünftigen finanziellen Herausforderungen in der Corona-Pandemie bewältigt, hat er trotz alledem einen beeindruckenden Kader für die kommende Saison zusammengestellt. Die Mischung aus jungen Talenten und erfahrenen Spielerinnen soll den Erfolgsweg der DSC Volleyball Damen fortsetzen.

Über Alexander Waibl

* Geburtsdatum: 20.03.1968
* Geburtsort: Stuttgart
* Nationalität: GER
* Bisherige Vereine: Dresdner SC (seit 2009), VC Stuttgart (2007-2009)
* Größte Erfolge mit dem DSC: 4x Pokalsieger (2010, 2016, 2018, 2020), 3x Deutscher Meister (2014, 2015, 2016), 1x Challenge Cup Sieger (2010)

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