Carola Pönisch

Dresden bekommt eignes Monopoly-Spiel

Dresden. Endlich: Das berühmteste Spiel der Welt kommt bald auch als Dresden-Edition heraus. Die lnitiatoren, die Agentur polar 1 und der Düsseldorfer Spieleverlag Winning Moves, wollen sogar die Dresdner selbst bei der Ideenfindung einbeziehen.

Was kostet der Neumarkt? Oder soll es doch lieber die Prager Straße sein mit ihren vielen Geschäften? Oder die Hauptstraße? Vielleicht ist es aber auch besser, zuerst das Residenzschloss zu kaufen? Bald werden die Dresdner vor solchen Fragen stehen. Besser gesagt, im Kreis von Familie und Freuden darüber diskutieren. Denn es gilt, ein Grundstücksimperium aufzubauen und alle anderen in die Insolvenz zu treiben.

10.000-er Auflage, erhältlich ab Dezember

Das weltweit erfolgreichste Brettspiel, das in 37 Sprachen und über 103 Ländern verkauft wird, wird nun auch als Dresden-Edition erscheinen. Egal ob Semperoper, Goldener Reiter oder die Gläserne Manufaktur - alle Highlights der Elbmetropole werden ihren Platz im Spiel finden. Denn die deutsche Standardausführung mit 22 Straßenbildern, vier Bahnhöfen und je einem Elektrizitäts- und Wasserwerk wird sozusagen stadtnah umgewandelt. Im Dezember 2019, pünktlich vor Weihnachten, soll die Monopoly Edition Dresden für 49,95 Euro auf den Markt kommen

Bis dahin können die Bewohner der Stadt mitentscheiden, welche Straßen und Sehenswürdigkeiten unbedingt aufs Spielbrett gehören. Vorschläge können ab sofort über die eigens eingerichtete Website http://www.dresden-spiele.de/, die Facebook-Seite facebook.com/monopolydresden sowie per Post eingereicht werden. Neben den Straßen können auch Ideen für Sehenswürdigkeiten und sogar Vorschläge für die Texte der Ereignis- und Gemeinschaftskarten eingereicht werden. Vorschläge werden bis 14. April angenommen. Über das anschließende Online-Voting können die Dresdner über die Straßen abstimmen, die letztendlich auf das Spielfeld kommen sollen.

Die Monopoly Edition Dresden ist ein gemeinsames Projekt der Zwickauer polar 1 GmbH und des Düsseldorfer Spiele Verlags Winning Moves, der weltweit größte Lizenznehmer von Hasbro, Hersteller von Monopoly. Seit 1999 setzt Winning Moves erfolgreich Städte- und Regional-Editionen um, mittlerweile sind über 250 verschiedene auf den Markt gekommen.

 

 

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Ausstellung: „Rohe Kunst“ in Kirschau

Kirschau. Rund elf Prozent der Menschen in Deutschland leiden entsprechend einer Studie der WHO an chronischen Depressionen. Die Tendenz ist zunehmend. Das Projekt „Schattenseiten – LEBEN“ greift den Umgang mit diesem Thema auf und bearbeitet es künstlerisch. Behandelt werden Fragen wie „Was ist eine Depression?“, „Was ist einfach nur Traurigkeit oder Melancholie?“, „Wie gehen wir damit um?“, „Was bedeuten Glück und Freude?“.  Mit diesen Fragestellungen und den Antworten soll eine breite Öffentlichkeit erreicht werden. Schattenseiten - LEBEN ist dabei kein trauriges oder depressives Projekt, sondern eines voller Lebensfreude, mit einer positiven Lebenseinstellung und vielen nachdenklichen Elementen. Die Galerie FLOX in Kirschau präsentiert ab 26. Mai mit der Ausstellung „Schattenseiten – LEBEN“ eine Künstlergruppe bestehend aus Eric Fish mit „Naiver Liedermalerei“, Ute Näser, ebenfalls mit Malerei, und als künstlerischen Kontrapunkt Thomas Christinas mit einer vor Ort entwickelten Installation. „Mit Eric Fish, Ute Näser und Thomas Christians wird erstmalig eine gesamte Ausstellung bei FLOX der Kunstrichtung Art Brut gewidmet. Es ist eine sehr emotionale Ausstellung dreier Künstler mit ganz unterschiedlichen Lebenserfahrungen,“ erläutert Hellfried Christoph, der Leiter der Galerie und ergänzt: „Art Brut als unbekannte oder wenig beachtete Kunstrichtung vereint Kunstschaffende von autodidaktischen Laien über Kinder bis hin zu Menschen mit einer psychischen Erkrankung oder einer geistigen Behinderung.“ Die Bezeichnung ging vom französischen Maler Jean Dubuffet aus, der sich eingehend mit einer naiven und antiakademischen Ästhetik beschäftigte. Art Brut, auch „rohe Kunst“ genannt, beschreibt eine Kunst jenseits jeglicher etablierten Formen und Strömungen. Sie speist sich oft bewusst oder unbewusst aus einem therapeutischen Ansatz heraus. Die Ergebnisse sind in den meisten Fällen spontane, situative Arbeitsergebnisse, meistens mit sehr hoher Intensität und extremer emotionaler Dichte. Für die Kunstschaffenden stellt diese Möglichkeit durchaus eine „Ventilfunktion“ dar. Gleichfalls wird so Öffentlichkeit erzielt, die stellvertretend für andere Betroffene spricht. Und dem Rezipienten können sich neben dem rein ästhetischen Seherlebnis Zugänge zu Innenwelten auftun, die sowohl persönlich wie auch gesellschaftlich verdrängt werden. Zu nennen sind Thematiken wie Melancholie, Trauer, Depression bis hin zum Suizid. Für Eric Fish, dem Liedermacher, Sänger und Frontmann der Folk-Metal-Band Subway to Sally, sind seine Arbeiten „zusätzliche Strophen“ zu seinen Songs und stellen spannende Übergänge vom Hören zum Sehen dar. In der Ausstellung werden die Besucher die Möglichkeit haben, per Audiosystem die Songs zu einigen Bildern beim Betrachten zu hören. „Als Einmaligkeit wird bei dieser Ausstellung zu Werken von Eric Fish und Ute Näser eine Audiodeskription (Übersetzung) für Blinde erarbeitet. Damit wird ein barrierefreier Zugang auch für Sehbehinderte möglich“, erzählt Uwe E. Nimmrichter, der Leiter des Projektes „Schattenseiten – LEBEN“. „Danke dafür der blinden Hörfilmautorin und Sängerin Johanna Krins.“ Die Ausstellung „Schattenseiten – LEBEN“ ist Bestandteil des vom 10. Mai bis 5. Juli stattfindenden gleichnamigen Projektes des Vereines für Kunst, Kultur und Umwelt im sächsischen Dreiländereck. Die Ausstellung ist bis einschließlich 5. Juli im Friese Kirschau zu sehen. Rund elf Prozent der Menschen in Deutschland leiden entsprechend einer Studie der WHO an chronischen Depressionen. Die Tendenz ist zunehmend. Das Projekt „Schattenseiten – LEBEN“ greift den Umgang mit diesem Thema auf und bearbeitet es künstlerisch.…

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