Carola Pönisch

Bodensensoren melden Parksünder

Dresden. Wer auf dem Lidl-Parkplatz Chemnitzer Straße parkt, sollte die Hinweisschilder zum Parken unbedingt beachten. Bei Überschreitung wird es richtig teuer. Und garantiert jede Überschreitung wird dank Sensortechnik registriert.

Lidl lohnt sich. Mit diesem Slogan wirb der Discounter und Aldi-Dauerkonkurrent seit Jahren für seine Schnäppchen. Jetzt allerdings könnte die Schnäppchenjagd schnell zum teuren Vergnügen werden. Denn wer sich künftig nicht daran hält, den Lidl-Parkplatz so wie auf den Parkschildern angesagt nach 60 Minuten wieder zu verlassen, hat garantiert ein Knöllchen unterm Wischerblatt. 30 Euro Strafe sind dann fällig.

Möglich macht die minutengenaue Überwachung neue Sensortechnik, die gerade von der Firma Park & Control PAC GmbH, dem führenden deutschen Anbieter von "Parkraumlösungen", in Stuttgart und Dresden getestet wird. Hier in der Landeshauptstadt ist es der Lidl-Parkplatz Chemnitzer Straße, der seit 1. September mit der neuen Bodensensortechnik ausgestattet ist.

Die Sensoren werden auf jedem einzelnen Parkplatz mittig angebracht und können so, im Rahmen der geltenden Datenschutzbestimmungen, registrieren, wann ein Fahrzeug darauf steht und wann der Parkvorgang beginnt. Bei Überschreitung der ausgeschilderten Höchstparkdauer bekommt das Servicepersonal von Park & Control die entsprechende Meldung und fährt (nach einer Karrenzzeit von zehn Minuten) vor, um vor Ort das Kennzeichen des betreffenden Parksünders zu erfassen. Was folgt, ist ein Bescheid über besagte 30 Euro Strafe.

Park & Control sieht in dieser Lösung nur Vorteile : "Das Auslegen einer Parkscheibe ist nicht mehr nötig. Kunden finden deutlich schneller einen Parkplatz". 

"Ob weitere Standorte in Dresden mit der Sensorik ausgestattet werden hängt davon ab, ob die Vertragspartner diese auf ihren Parkplätzen wünschen", heißt es aus der Presseabteilung des Unternehmens.

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