Carola Pönisch

Blockhaus wird zum Archiv der Avantgarden

Das Blockhaus an der Großen Meißner Straße ist derzeit nur noch eine Gebäudehülle. Außer den historischen Außenmauern ist nichts mehr geblieben. Kein Dach, kein Boden, keine Innenwände. Das um 1732 als Wachgebäude errichtete und um 1750 aufgestockte Wohn- und Verwaltungshaus steht komplett entkernt da. 

Kaum vorstellbar, dass dieses prominente Barockgebäude um Elbufer schon Ende 2022 ein ganz besonderes Archiv sein soll, ein "Archiv der Avantgarden". Denn hier wird bald die größte Sammlung von Kunst des 20. Jahrhunderts zu sehen sein, zusammengetragen von Kunstmäzen Egigio Marzona. Rund 1,5 Millionen Objekte, deren Wert nur annähernd auf mindestens 120 Millionen Euro geschätzt wird, umfasst diese Sammlung, darunter Briefe, Fotos, Skizzen und Zeichnungen, Pläne, Borschüren, dazu  eine große Design- und Möbelsammlung,  Skulpturen, Gemälde und Designobjekte.

Das Besondere an dieser Sammlung: Egidio Marzona hat sie dem Freistaat geschenkt. Einzige Bedingung: Sie muss im Blockhaus untergebracht werden und öffentlich zugänglich sein.

Historische Hülle, Moderne im Inneren

Das Blockhaus wird in den kommenden Monaten nach den Plänen der spanischen Architekten Fuesanta Nieto und Enrique Sobejano umgebaut. Herzstück des Inneren wird ein schwebender Betonkubus sein, der später das eigentliche Archiv aufnimmt. Ein öffentlich zugängliches Galeriegeschoss und eine offene Präsentationsfläche unterhalb des Kubus bieten 1.900 qm Nutzfläche.

Damit das denkmalgeschützte Gebäude nach dem Umbau modernste Anforderungen erfüllt, werden als Schutz gegen Hochwasser im Untergeschoss eine wasserundurchlässige Bodenplatte und Wand eingebaut. Ein früherer Ausgang zur Augustusbrücke kann im Falle eines Brandes als Fluchtweg geöffnet werden. Der Außenbereich erhält an der Südseite eine neue Gestaltung mit barrierefreiem Zugang zum Untergeschoss. Der Garten bleibt in seiner Optik gemäß den Forderungen der Denkmalpflege erhalten und bekommt neue Sitzgelegenheiten, die künftig zum Verweilen einladen. Im Bereich des Blockhausvorplatzes wird zudem durch eine Rampe ein barrierefreier Zugang geschaffen, der nach dem Ende der Bauarbeiten von allen Besuchern als barrierefreie Anbindung zur Elbe genutzt werden kann.

Der Umbau erfolgt unter Regie des Staatsbetriebes Sächsisches Bau- und Immobilienmanagement (SIB) und wird rund 25 Millionen kosten. Weitere drei Millionen fließen in die Neugestaltung der Außenanlagen.

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