Carola Pönisch

Alte DVB-Arbeitswagen im Depot zu sehen

Am 19. Oktober werden von 9  bis 12 Uhr  im ehemaligen Straßenbahnhof Waltherstraße der Dresdner Verkehrsbetriebe (DVB) verschiedene Straßenbahn-Arbeitswagen als Motive für Fotofreunde und Fans des ÖPNV präsentiert. Der Eintritt ist frei.

Zu sehen sind ausschließlich schienengebundene Arbeitsfahrzeuge, Baumaschinen und Zweiwegefahrzeuge. So können der Oberleitungsmesswagen und die beiden ET57-Arbeitstriebwagen besichtigt und fotografiert werden. Einer der beiden ET57 ist letztmalig dabei. Nach 61 Dienstjahren steht seine Ausmusterung unmittelbar bevor.

Präsentiert wird auch der Tatra-Zug mit vorgespanntem Schneepflug, der schon für seinen winterlichen Einsatz bereit ist. Aus technischer Sicht interessant ist der Unimog mit angebauter Schneeschleuder. Dieses Fahrzeug muss mit viel Gefühl bedient werden, kann falls notwendig aber größere Schneemengen von den Schienen räumen.

Als besonderer Höhepunkt gilt wieder der große selbstfahrende Schienenkran von 1928, der Wagen   noch bis 1999 im Einsatz war. Neu aufpoliert, präsentiert sich der Kran seit letztem Jahr wieder der Öffentlichkeit. Auf besonderen Wunsch können die Fahrzeuge fotogerecht umrangiert werden. Sachkundige Mitarbeiter beantworten vor Ort Fragen zur Spezialtechnik.

Straßenbahnhof Waltherstraße bald 100 Jahre alt

 Der Straßenbahnhof Waltherstraße wurde am 5. Oktober 1926 als Dresdens seinerzeit größter und modernster Straßenbahnhof in Betrieb genommen. Im Krieg schwer beschädigt und anschließend wieder aufgebaut, wurden dort noch bis 1996 Linienfahrzeuge abgestellt und gewartet. Darunter auch die legendären Hechtwagen und später Tatra-Bahnen. 

Seit 1996 stehen die meisten Straßenbahnen der Waltherstraße in Gorbitz. Dort ist auch der größte Teil der Werkstattkapazitäten angesiedelt. Die Verwaltungsgebäude auf der Waltherstraße waren über Jahrzehnte Heimat der Fahrschule für Straßenbahnfahrer. Mittlerweile ist sie nach Trachenberge umgezogen. Von ehemals sieben Abstellhallen sind heute noch vier durch Schienenfahrzeuge zu befahren. Sie wurden in den letzten Jahren schrittweise saniert.

Der ehemalige Straßenbahnhof dient heute als Abstellhalle für Bau- und Spezialfahrzeuge, als Lager, als Sitz der Schienen- und Fahrleitungsfachleute sowie verschiedener technischer Werkstätten. Außerdem befindet sich die so genannte Kleiderkammer, in der die weinrote DVB-Dienstkleidung ausgegeben wird, mit im Objekt.

Offenes Depot, 19. Oktober, 9 bis 12 Uhr, Eintritt frei

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Schulsporthallen bleiben geschlossen

Senftenberg. Die Stadt Senftenberg musste sich entscheiden, die Schulsporthallen und schulischen Außensportanlagen vor Beginn der Schulferien am 24. Juni nicht wieder für die Vereinsnutzung zu öffnen. Darüber informierten Bürgermeister Andreas Fredrich und Amtsleiter Falk Peschel am Mittwoch im Ausschuss Soziales Bildung, Kultur und Sport. Hintergrund dieser Entscheidung ist der Umstand, dass für die Nutzung der insgesamt sechs Schulsporthallen durch die Stadt Reinigungs- und Hygienekonzepte festgeschrieben werden müssten, für deren Umsetzung die Stadt in der Verantwortung steht. Vor jedem Nutzerwechsel müssten demzufolge die Hallen gereinigt werden, unabhängig davon, wie lange dort Sport getrieben wurde, also auch nach einer Nutzung von beispielsweise nur einer Stunde. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Stadt wären in der Pflicht dies zu überwachen. Aufgrund der Nutzungszeiten bis zum Teil 22 Uhr kann dies nicht gewährleistet werden. Zudem wäre ohnehin nur die Ausübung so genannter kontaktloser Sportarten zulässig, beispielsweise Tischtennis. Darüber hinaus würden die Schulsporthallen mit Beginn der Schulferien am 24. Juni ohnehin wieder geschlossen. Es handelt sich also lediglich um einen Zeitraum von dreieinhalb Wochen, in dem die Schulsportanlagen durch Dritte genutzt werden könnten. Laut einer neuen Fassung der Verordnung zur Eindämmung der Corona-Pandemie wäre die Nutzung durch Dritte beziehungsweise durch Vereine theoretisch wieder möglich. Die Stadt Senftenberg hofft vor diesem Hintergrund auf Verständnis in der Bevölkerung und insbesondere bei den betroffenen Vereinen. »Der Gesundheitsschutz hat stets höchste Priorität«, erklärt Bürgermeister Andreas Fredrich. Bei der Entscheidung gehe es zudem darum, die Verhältnismäßigkeit von Nutzen, Zeit und Aufwand zu berücksichtigen. Aufgrund der nicht in Anspruch genommenen Nutzungstage seit dem 17. März 2020 bis zum 24. Juni 2020 (Schuljahresende) werden die Nutzungsgebühren neu berechnet und gegebenenfalls bereits gezahlte Nutzungsgebühren zurückerstattet. Dies soll spätestens nach Schuljahresende erfolgen.Die Stadt Senftenberg musste sich entscheiden, die Schulsporthallen und schulischen Außensportanlagen vor Beginn der Schulferien am 24. Juni nicht wieder für die Vereinsnutzung zu öffnen. Darüber informierten Bürgermeister Andreas Fredrich und…

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