Carola Pönisch

13. Februar: 11.500 Menschen reichen sich die Hände

Dresden. Rund 11.500 Menschen, darunter Gäste aus Breslau und Coventry, reihten sich in die Menschenkette um die Dresdner Innenstadt ein, um der Zerstörung Dresdens vor 74 Jahren, am 13. Februar 1945, zu gedenken.

Oberbürgermeister Dirk Hilbert eröffnete gegen 17 Uhr an der Goldenen Pforte des Rathauses die Veranstaltung mit einer Rede. Darin sagte er unter anderem: „Wir suchen die aktive Auseinandersetzung, statt rückwärtsgewandter Ritualisierung. Nur so können wir erkennen, dass es natürlich noch immer und aktuell wieder Versöhnungslücken gibt. Das zerstörerische Feuer nationalistischer Strömungen in Deutschland, Großbritannien und Polen wird gerade auch von alten Ressentiments geschürt. Deshalb ist es unsere Aufgabe, diese Versöhnungslücken zu schließen. Symbolisch schließen wir sie in der Menschenkette, in die wir uns gleich gemeinsam einreihen. In unseren Köpfen schließen wir sie, indem wir miteinander über die verschiedenen Perspektiven diskutieren, mit denen wir auf Geschichte, Gegenwart und Zukunft blicken. In unseren Herzen schließen wir sie, indem wir uns als Menschen und mit Menschlichkeit begegnen.“ 

Nach dem Oberbürgermeister sprach der Rektor der Technischen Universität Dresden, Prof. Hans Müller-Steinhagen, der die Menschenkette wie auch in den Vorjahren angemeldet hatte.

Dann bewegten sich die Anwesenden zu verschiedenen Orten in der Dresdner Innenstadt. Die Menschenkette entstand entlang dem Rathaus zum Altmarkt, Postplatz über die Elbbrücken zum Königsufer, an der Synagoge und auf dem Neumarkt. 

Pünktlich 18 Uhr schloss sich die etwa vier Kilometer lange Menschenkette um den Stadtkern. Bis 18.10 Uhr läuteten die Glocken der Dresdner Innenstadtkirchen. 
 
 

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